Auf der Levada da Janela zum Wasserhaus von Lamaceiros

Eine Tour von
Beschreibung
Diese mittelschwere Wanderung führt entlang der Levada da Janela im Norden von Madeira (Portugal). Die Tour startet und endet am Parkplatz in Lamaceiros (ca. 400 m) und verläuft nahezu steigungsfrei in das tief eingeschnittene Tal des Ribeira da Janela.
Charakteristisch für diese Streckenwanderung sind die Durchquerung zweier niedriger Tunnel und ein Wasserfall, der direkt über den Pfad stürzt. Trotz des flachen Verlaufs sind Schwindelfreiheit und eine Stirnlampe erforderlich. Die Tour beginnt an der kleinen Asphaltstraße in Richtung Talung in Lamaceiros, wo der Weg unmittelbar auf den Wasserkanal trifft.
Beste Jahreszeit
Aussichtsreich
Flora
Hin und zurück
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Bergwelten Tipp
Nach der Stille des Ribeira-Janela-Tals lässt sich die Tour mit einem Abstecher hinunter in den Küstenort Porto Moniz ideal abrunden.
Man sollte den Rückweg vom Parkplatz Lamaceiros nutzen, um sich nach den dunklen Tunneln und der feuchten Gischt in den Piscinas Naturais zu belohnen. In diesen natürlichen Meeresschwimmbecken aus schwarzem Vulkangestein lässt es sich hervorragend im kristallklaren Atlantikwasser entspannen. Es gibt kaum ein besseres Gefühl, als die müden Wanderbeine im salzigen Ozean zu kühlen, während man die Brandung beobachtet.
Wegbeschreibung
Wegbeschreibung
Die Tour startet am Parkplatz Lamaceiros oberhalb von Porto Moniz. Man folgt zunächst einer kleinen Asphaltstraße in Richtung Talbecken und biegt nach rechts in den Hang ein. Ein Hinweisschild markiert hier bereits den Einstieg in den Wanderweg, der unmittelbar an der Levada beginnt.
Obwohl die Route kaum nennenswerte Steigungen aufweist, führt sie tief in eines der wildesten Täler der Insel. Man folgt dem breiten Kanal, der über die gesamte Strecke als treuer Wegbegleiter dient. Nach wenigen hundert Metern passiert man ein Ausleitungsbecken mit einem großen Rechen, der das Wasser von Treibgut befreit. Zunächst wandert man durch eine offenere Kulturlandschaft, wo ein kleiner Picknickplatz zur ersten Rast einlädt.
Nach etwa einer halben Stunde quert man einen Bachlauf, der mittels einer Betonwanne über die Levada geleitet wird. Kurz darauf fließt der Kanal unter Betonplatten, die gleichzeitig als Weg dienen. Ein weiterer Aussichtspunkt bietet einen grandiosen Blick auf das Tal des Ribeira de Janela – das längste der gesamten Insel. Bei guter Sicht lässt sich in der Ferne sogar das Forsthaus Rabaçal auf der Hochebene erkennen.
Da es sich um eine klassische Levada-Wanderung handelt, erfolgt der Rückweg auf demselben Pfad wie der Hinweg. Zuvor führt der Weg ab Kilometer 3 jedoch in deutlich spannenderes Gelände. Die Hänge werden steiler, und der Pfad schmiegt sich teils luftig an die Felswände. Dank des dichten Bewuchses sind die tiefen Abgründe meist optisch abgeschirmt, was die Passage erleichtert.
Nach etwa zwei Stunden erreicht man den ersten, rund 400 Meter langen Tunnel. Hier bewegt man sich auf einem schmalen Sims neben dem Wasserkanal. Da die Deckenhöhe teils niedrig ist, muss man den Kopf einziehen. Am Tunnelausgang erwartet einen eine dramatische Felskulisse: Der Weg führt über einen gesicherten Felsabsatz unter einem herabstürzenden Wasserfall hindurch. Ein Wellblechdach bietet hier einen gewissen Schutz vor der Gischt.
Unmittelbar darauf folgt ein zweiter, kürzerer Tunnel, der aufgrund einer Kurve im Inneren völlig finster ist. Dahinter verläuft der Weg auf etwa einem Meter Breite an einer senkrechten Steilwand entlang, gesichert durch ein Geländer. Schließlich erreicht man nach gut sieben Kilometern das idyllische Wasserhaus, das von einem kleinen Garten mit Mandelbäumen umgeben ist – der perfekte Ort für eine ausgiebige Pause, bevor man den Rückweg antritt.
Für diese Wanderung ist eine zuverlässige Taschen- oder Stirnlampe absolut unverzichtbar, da die Tunnel lang, teilweise niedrig und im Inneren komplett dunkel sind. Zudem sollte man wetterfeste Kleidung einplanen, da man unter dem Wasserfall und in den feuchten Tunneln nass werden kann.
Anfahrt und Parken
Anfahrt und Parken
Von Osten
Auf der VE2 nach Porto Moniz. An der Kirche nach Süden abzweigen und nach Lamaceiras fahren.
Von Westen
Man folgt der Hauptstraße ER 101 die Serpentinen hinauf bis zur Ortschaft Levada Grande, wo die Nebenstraße nach Lamaceiras abzweigt. Den Straßenschildern folgend erreicht man den Ausgangspunkt der Tour samt kleinem Parkplatz und gemütlichem Rastplatz.
Hier hat man nahe einem großen Wasserbecken Grillstellen, WC, Picknicktische und eine Aussichtsterrasse auf den Talausgang des Ribeira de Janela vorbereitet.
Parkplatz
Parkplatz in Lamaceiras (420 m) oberhalb von Porto Moniz.
Öffentliche Verkehrsmittel
Keine öffentliche Verkehrsanbindung
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