Wanderung zur Turtmannhütte von Vorder Sänntum

Tourdaten

Anspruch Dauer Länge
T2 mäßig 2:00 h 4,7 km
Aufstieg Abstieg Max. Höhe
617 hm – – – – 2.519 m

Details

Beste Jahreszeit: März bis September
  • Einkehrmöglichkeit
  • Hüttenzustieg

Das Turtmanntal ist das kürzeste und steilste der südwärts gegen den Alpenhauptkamm ziehenden Seitentäler des Rhonetals. Die Weiler im Tal sind nur die Sommermonate über bewohnt, im Winter liegt das Turtmanntal im Dornröschenschlaf und ist nicht erreichbar. Ein Tal abseits der Massen mit ursprünglicher Natur durch welches man auf die bezaubernde Turtmannhütte (2.519 m) gelangt.

💡

Aus geologischer Sicht ist das innere Turtmanntal besonders interessant: Dort treffen Gneis, Kalk, Marmor und Serpentin aufeinander. Fredy Tscherrig, der Hüttenwart der Turtmannhütte, wusste dies zu nutzen. Er erschloss zahlreiche neue Klettersektoren und verwandelte das Umfeld seiner Hütte in ein vielseitiges Klettergebiet. Ausprobieren!

Anfahrt

Von Montreaux nach Martigny und weiter Richtung Visp durch das Rhonetal bis nach Turtmann. Alternativ über den Rhonegletscher oder den Grimselpass ins Tal.

Im Dorf Turtmann die Abzweigung Turtmanntal nehmen und Richtung Oberems fahren. Nach Oberems immer auf derselben Strasse nach Gruben und weiter bis zum Strassenende in Sänntum fahren. 

Parkplatz

Parken in Sänntum.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Turtmann, von hier nimmt man den Bus zur Talstation der Luftseilbahn Turtmann–Unterems–Oberems. Von Oberems mit dem Postauto bis nach Gruben.

Turtmannhütte
Hütte • Wallis

Turtmannhütte (2.519 m)

Die Turtmannhütte des Schweizerischen Alpenclubs (SAC) gilt als vorbildlich bewirtschaftetes Haus und wird seit Jahrzehnten von der Bergführer-Familie Tscherrig bewartet. Die Hütte liegt im ruhigen Turtmanntal, einem Seitental des Rhonetals, das zwischen dem Mattertal und dem Val d'Anniviers nach Süden zieht. Brunegg- und Turtmanngletscher, das Diablonmassiv, das 4.000 m hohe Bishorn sowie die mächtige Barrwand bilden hier eine gewaltige Kulisse. Die Geologie ist so vielfältig wie nirgendwo sonst. Griffiger Gneis, plattige Serpentin- und steile Kalk- und Marmorklettereien sind hier zu finden. Ausreichend Material für Kletterer also: Im hüttennahen Klettergebiet „Brunegg“ befinden sich über 160 mit Bohrhaken eingerichtete Routen in 15 verschiedenen Sektoren. Von der 1-Seillängenroute bis zur 11-Seillängen-Klettertour, von 3 - 7c ist alles vorhanden, Klettertopos gibt es auf der Hütte. Vor dem Bau der Seilbahn von Turtmann nach Oberems sowie der Straße von Oberems nach Gruben 1958 war die Turtmannhütte die abgelegenste aller SAC-Hütten. Um sie zu erreichen mussten von Turtmann aus rund 18 km Distanz und 1.900 Hm überwunden werden. Der Zeitbedarf dafür lag bei etwa neuneinhalb Stunden. Heute ist die Anreise in’s Turtmanntal nicht mehr so anstrengend, dafür orginell: Am kleinen Bahnhof von Turtmann verlässt man den Regionalzug aus Visp, nimmt den Bus Richtung Ergisch, steigt an der Talstation in die Luftseilbahn um und schwebt in zehn Minuten in den Weiler Oberems. Von der Bergstation schließlich fährt im Sommer drei- oder viermal täglich ein Kleinbus ins Tal hinein, zu der Handvoll Häuser von Gruben.
Geöffnet
Mär - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Bergwelten entdecken