15.500 Touren,  1.700 Hütten  und täglich Neues aus den Bergen
Hochalbpfade - Tieringer Hörnle - Ausblick auf den Albtrauf
Foto: Jana Zieseniß, sonne-wolken.de
Regionsportrait

Die Schwäbische Alb: Wanderauszeit auf höchstem Niveau

Anzeige • 3. Februar 2022

Entstanden in einem tropischen Meer vor Millionen von Jahren, von Wind und Wasser geformt und von Menschen seit Jahrtausenden geprägt: Die Schwäbische Alb ist einer der faszinierendsten Mittelgebirgszüge Deutschlands. Ihre Vielfalt an Natur, Kultur und Geschichte lässt sich am besten zu Fuß auf den vielen prämierten Wanderwegen erkunden – eine wohlverdiente Auszeit auf höchstem Niveau. 

Wie ein rund 200 Kilometer langes und 20 bis 40 Kilometer breites steinernes Band zieht sich die Schwäbische Alb durch Baden-Württemberg. 200 Millionen Jahre Erdgeschichte hat das Karstgebirge bereits hinter sich. Höhlen, Felstürme und sogar Vulkan- und Meteorkrater prägen die Landschaft. Seit rund 40.000 Jahren deckt sie außerdem nahezu alle Kulturepochen Mitteleuropas ab und ist Fundort der ältesten Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschheit, darunter der mysteriöse Löwenmensch. Kein Wunder, dass in Summe gleich fünf UNESCO-Siegel die Region auszeichnen.

Die Schwäbische Alb ist ein urzeitliches Mittelgebirge, geprägt von einer alten Natur- und Kulturlandschaft.

Ein vielfältiges Wanderwegenetz

Diese besondere Landschaft mit ihren Burgen und wunderschönen Städten, ihren Buchenwäldern, Wacholderheiden und Quelltöpfen sowie den Flüssen Neckar und Donau eignet sich perfekt für eine Wanderreise. Ein Netz von 1.500 Kilometern zertifizierter Wanderwege durchzieht die Schwäbische Alb. 

Besonderes Augenmerk wird auf höchste Qualität der Wanderwege gelegt. Über 90 Wege sind vom Deutschen Wanderverband oder vom Deutschen Wanderinstitut geprüft und als Premium- oder Qualitätswanderwege zertifiziert. Das bedeutet nicht nur, dass die Wege einheitlich und durchgehend beschildert sind, einen attraktiven Wegverlauf aufweisen, Sitz- und Ruhemöglichkeiten sowie gute Anbindungen an das öffentliche Verkehrssystem vorhanden sind, sondern auch, dass alle drei Jahre eine unabhängige Überprüfung der Qualitätskriterien stattfindet.

Toller Ausblick von der Burgruine Reußenstein
Foto: Jana Zieseniß, sonne-wolken.de
Toller Ausblick von der Burgruine Reußenstein

Weitwandern auf der Schwäbischen Alb

Abschalten, durchatmen und loswandern: Durch die abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft der Schwäbischen Alb führen sechs Prädikats-Weitwanderwege, die einzigartige Naturerlebnisse bereithalten. 

1) Der Albsteig

358 Kilometer, 16 Etappen

Ganz besonders beeindruckend präsentiert sich die Natur am Albtrauf: Der Albtrauf ist die imposante Abbruchkante der Schwäbischen Alb, entlang derer sich unzählige Aussichtspunkte mit einzigartigen Fernsichten aneinander reihen. Der Albsteig folgt dieser Abbruchkante und gehört zu den „Top Trails of Germany“.

  • 2) Der Albschäferweg

    160 Kilometer, 10 Etappen

    Natur und Kultur gehen auf der Schwäbischen Alb Hand in Hand. So verdanken die würzigen Wacholderheiden und die artenreichen Magerwiesen in der Heidenheimer Brenzregion ihr Dasein vor allem den Schafen. Seit Generationen wird diese alte Kulturlandschaft durch die Wanderschäferei gehegt und gepflegt. Auf dem Albschäferweg folgt man den Spuren der Berufsschäfer, taucht in die wunderschöne alte Kulturlandschaft ein und erfährt viel Wissenswertes zur Tradition, aber auch zu den heutigen Arbeitsbedingungen der Schäfer.

  • 3) Der Albtraufgänger

    114 Kilometer, 6 Etappen

    Schwäbische Traditionen, kulinarische Köstlichkeiten, Kunst und Geschichte spielen auf der Alb eine wichtige Rolle. Am Albtraufgänger erklimmt man nicht nur sanfte Bergkuppen, durchwandert idyllische Täler und trinkt aus klaren Quellen – hier stehen vor allem auch die Ortschaften, die Menschen und ihre Kultur im Mittelpunkt. Der Albtraufgänger ist als zertifizierter „Leading Quality Trail of Europe“ auch in der europäischen Spitzenklasse der Weitwanderwege angekommen.

    4) Der Besinnungsweg

    51 Kilometer, 11 Abschnitte

    Raus aus dem Alltag, einen Schritt beiseite machen, Selbstreflexion – das gelingt am Besinnungsweg auf der Ehinger Alb, die Teil des UNESCO-Biosphärengebietes Schwäbische Alb ist, besonders gut. Die sanfte Landschaft mit ihren Kuppen und Tälern zeichnet gleichsam die Höhen und Tiefen des Lebens nach und lädt ein, den Gedanken freien Lauf zu lassen.
     

    5) Der Donau-Zollernalb-Weg

    160 Kilometer, 10 Etappen

    Auf dem Donau-Zollernalb-Weg wird es historisch. Man erkundet die Adelsgeschichte der Hohenzollern. Die Route führt durch das wunderschöne Donau- und Laucherttal über die Albhochfläche bis ins Obere Schlichemtal. Der Weg endet am höchsten Punkt der Alb – dem Lemberg. Wer noch nicht genug hat, startet hier gleich in das nächste Abenteuer: Der Donauberglandweg.

    6) Der Donauberglandweg

    60 Kilometer, 4 Etappen

    Die imposanten Kalkfelsen des Donaudurchbruchs stehen am Donauberglandweg im Mittelpunkt, aber auch die vielfältige Natur, die Aussichten vom Albtrauf und die vielen Höhlen, Ruinen und Burgen machen diese viertägige Wanderung besonders abwechslungsreich.Der Weg führt entlang des Albtraufs über die südwestliche Schwäbische Alb und durch das Obere Donautal und zählt ebenfalls zu den „Leading Quality Trails of Europe“.

    Gleich sechs ausgezeichnete Weitwanderwege führen durch die Schwäbische Alb.

    Aussichtsreiche Rundwanderwege

    Ausgestattet mit einem kleinen Tagesrucksack und leichten Wanderschuhen wird auf der Schwäbischen Alb der Weg zum Ziel. Rundwanderwege führen zu den besten Aussichtspunkten, durch duftende Wacholderheiden, zu den berühmten blauen Quelltöpfen und in die Welt der eiszeitlichen Höhlen. Wir haben hier eine besondere Auswahl für dich zusammengestellt:

    Durch die abwechslungsreiche Naturlandschaft des Donautals

    • Die DonauFelsenLäufe
      Dort, wo sich die Donau im oberen Donautal ihren Weg durch die Felsen bahnt, ist eine abwechslungsreiche Landschaft entstanden. Die DonauFelsenLäufe sind fünf Premiumwege rund um Sigmaringen in einer der schönsten Regionen Baden-Württembergs. Vor allem die Ausblicke vom Teufelslochfelsen oder das besondere Flair im Fürstlichen Park Inzigkofen suchen ihresgleichen.
       
    • Die DonauWellen
      Das Donaubergland besticht durch seine Vielfalt, durch das Auf und Ab der Landschaft. Sechs Wandertouren führen durch das Donautal, durch den „Schwäbischen Grand Canyon“, oder entlang der Albhochfläche mit ihren markanten Felsen und Höhlen sowie wunderbaren Talblicken. 

    Über weite Höhen mit wunderbaren Ausblicken

    • Die Hochalbpfade
      Auf den drei Hochalbpfaden um Meßstetten – die höchstgelegene Stadt der Alb – wandert man über artenreiche Bergwiesen, genießt imposante Ausblicke wie vom Tieringer Hörnle und erfrischt sich an einem Stausee oder der jungen Schlichem.
       
    • Die hochgehberge
      Wer runter kommen möchte, sollte hinauf gehen – so das Motto der hochgehberge. 21 Prädikats-Wanderwege durchziehen das Biosphärengebiet Schwäbische Alb und laden ein, die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren imposanten Burgen auf gepflegten Pfaden in vollen Zügen zu genießen. 
       
    • Die Traufgänge
      Auf den acht Traufgängen wandert man, als wäre man im Penthouse der Schwaben. Wunderbare Ausblicke von der Albtraufkante, vom Zeller Horn oder dem Hangenden Stein warten auf die Wanderer. Speziell für Kinder bieten zudem die „Traufgängerle“ abwechslungsreiche und spannende Rundwanderwege, wie etwa den Traufgängerle Hexenküche in Albstadt
    Die Rundwanderwege führen zu den schönsten Plätzen der Alb.

    Eintauchen in die Geschichte der Schwäbischen Alb

    • Die Eiszeitpfade
      Die sechs Eiszeitpfade im Alb-Donau-Kreis stellen eine Zeitreise in die Urgeschichte der Alb mit ihren Höhlen und Felsentälern dar. Seit 2017 zählen sechs Höhlen im Ach- und Lonetal zum UNESCO-Welterbe und zahlreiche Funde sind im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren ausgestellt.
       
    • Die Löwenpfade
      Die 16 Löwenpfade folgen den Spuren der sagenumwobenen Geschichte des Staufergeschlechts und stellen gleichzeitig immer wieder die Natur in den Mittelpunkt. Der Löwenpfad „Felsenrunde“ wurde 2018 sogar zu Deutschlands zweitschönstem Wanderweg gekürt.
       
    • Die Grafensteige
      Um Bad Urach sind fünf Wege einer einzigen Persönlichkeit gewidmet – Graf Eberhard im Bart, dem es um 1460 gelang, die zerstrittene Grafschaft Württemberg zu einen. Traumhafte Ausblicke und beeindruckende Burgruinen sind Belohnung für die teils anspruchsvollen Anstiege auf den fünf Grafensteigen. Der Wasserfallsteig wurde 2016 zum schönsten Weg Deutschland gekürt.

    Genussvoll durch die Kulturlandschaft 

    • Der Früchtetrauf
      Der Landkreis Tübingen im Herzen Baden-Württembergs ist Teil der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaft Mitteleuropas. Auf naturbelassenen Pfaden führen die zehn Wander- und Spazierwanderwege durch die artenreichen Streuobstwiesen und Weinberge.  
       
    • Der Bierwanderweg
      Auf dem ersten zertifizierten Stadtwanderweg in Baden-Württemberg wandert man auf den Spuren der Braukunst durch die Bierkulturstadt Ehingen. Gleich fünf Brauereien könnten besucht und der edle Gerstensaft verkostet werden. Aber auch die Stadtgeschichte sowie die idyllische, unverbaute Flusslandschaft des Donautales werden auf dem Rundwanderweg zum Erlebnis. 
    Viele der Rundwanderwege haben einen spannenden historischen Hintergrund.

    Gut zu wissen

    Anreise

    Die Schwäbische Alb ist sehr gut an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen, sodass sich eine unkomplizierte und entspannte Anreise mit der Bahn anbietet. Fernzüge halten u. a. in Stuttgart, Ulm, Aalen, Reutlingen, Tübingen, Tuttlingen und Rottweil.

    Mit dem Pkw erreicht man die Schwäbische Alb über die A8, die von Stuttgart nach Ulm die Alb quert. Im Osten bietet sich die Anfahrt über die A7 an, im Westen über die A81.

    Gästekarte AlbCard

    Bereits ab einer Übernachtung erhält man bei allen AlbCard-Gastgebern die kostenlose AlbCard. Damit fährt man nicht nur gratis mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln der Alb, sondern genießt auch noch freien Eintritt bei über 150 Sehenswürdigkeiten.

    Kletterer am Wackerstein
    Foto: Hochgehberge, A. Hammer
    Kletterer am Wackerstein

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