Über den Triglav Nationalpark spannt sich ein gewaltiges Netz von 9.000 Kilometern Wanderwegen.
Foto: Slowenien Tourismus – Daniel Taipale
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5 Dinge, die du mit Familie im Nationalpark Triglav machen kannst

Anzeige • 12. August 2020

Rund um den höchsten Berg Sloweniens, den Triglav, erstreckt sich der gleichnamige Nationalpark in all seiner Schönheit. Für outdoorbegeisterte Familien gibt es hier viel zu sehen: Von kristallklaren Seen, schäumenden Wasserfällen, smaragdgrünen Flüssen bis hin zu idyllischen Almen und einer unglaublichen Vielfalt an Pflanzen, die sich an den sonnenreichen Hängen des Kalkmassives heimisch fühlen.

Der einzige Nationalpark Sloweniens erstreckt sich über den gesamten Bereich des slowenischen Teils der Julischen Alpen und umfasst eine Fläche von 838 km². Seit 2003 zählt der 1981 zum Nationalpark deklarierte Park zur UNESCO-Liste der Biosphärenreservate. Der Nationalpark gehört damit zu den ältesten Parks Europas. 

Das Schutzgebiet beheimatet über 1.600 verschiedene Pflanzenarten. Neben Resten des Urwaldes, findet man herrliche Gebirgsblumen wie die Zois Glockenblume und den julischen Alpen-Mohn. Typische Bewohner sind Steinböcke, Gämse, Rotwild, Luchse und das Alpenmurmeltier. Auch viele Vogelarten, wie Wasseramsel, Sperlingskauz, Auerhuhn, Schwarzspecht, Weidenmeise, Birkhuhn, Alpensegler und imposante Steinadler fühlen sich rund um den Trivglav heimisch.

Fakten zum Nationalpark Triglav

  • Der Nationalpark zählt zu den ältesten Parks Europas. Schon 1908 wurde erstmals vorgeschlagen, die Region nachhaltiger zu schützen.
  • Die bekannteste Sagengestalt des Triglav-Nationalparks ist der Zlatorog, ein Gamsbock mit goldenen Hörnern.
  • Das rund 84.000 Ha große Nationalparkgebiet umfasst 20 verschiedene Kletterrouten und rund 9.000 Kilometer Wanderwege.
  • Gelegentlich durchstreifen sogar Braunbären das Gebiet.

1. Triglav – Berg der Berge

Mit 2.864 m dominiert der Triglav – der höchste Berg, Nationalsymbol und Wappen Sloweniens – nicht nur den Nationalpark sondern das gesamte Gebiet der Julischen Alpen. Durch seine typische Form ist der Gipfel aus Distanzen von über 100 km sichtbar. Imposant erhebt sich seine Nordrand mit einer Breite von drei Kilometern und einer Höhe von 1.500 m über dem Vrata-Tal  – eine der höchsten Wände der Ostalpen. 

Der Triglav ist der höchste Berg Sloweniens, Nationalsymbol und Namenspate des Nationalparks.
Foto: Slowenien Tourismus – Jošt Gantar
Der Triglav ist der höchste Berg Sloweniens, Nationalsymbol und Namenspate des Nationalparks.

Beliebtester Ausgangspunkt für Bergtouren auf den Triglav ist die Alpenvereinshütte Aljažev Dom, die von Mojstrana aus über eine großteils unbefestigte Straße mit dem Auto erreichbar ist. Alternativ kann der Gipfel von Trenta aus erklommen werden. Dabei sind 2.200 Hm zu überwinden, für Hin- und Rückweg benötigt man circa 14 h. Wer es gemütlicher angehen will, übernachtet in der Schutzhütte Koča na Doliču. 

Highlight:
Der Gipfel selbst ist im obersten Bereich nur über einen Klettersteig mit vielen Eisenklammern und Haltebolzen erreichbar. Für Kinder, die dieser anspruchsvollen Bergtour gewachsen sind, empfiehlt sich zur Absicherung am Gipfelgrat ein Klettersteigset.

2. Bled – Abbild des Paradieses

Mit seinem malerischen Gletschersee und der auf einem mächtigen Felsen thronenden Burg zählt Bled eines der schönsten Orten der Alpen. Im Sommer lockt der See mit zahlreichen schönen Badestellen, wie dem Burgbad, wo man erfrischende Abkühlung findet. An verschiedenen Stellen entlang des Seeufers kann man Boote ausleihen oder man lässt sich gemütlich mit dem traditionellen Pletna – einem Flachbodenboot aus Holz – zur Bleder Insel schippern. Wer dort die 99 Stufen zur Muttergotteskirche erklimmt, dem erfüllt sich einer Legende nach ein Wunsch.

Rund um den See von Bled gibt es viel zu entdecken.

Aber auch auf der Burg von Bled gibt es viel zu erleben: In der Burgdruckerei kann man sein eigenes Papier bedrucken oder im Bienenladen die verschiedenen Honigsorten der Region verkosten. Um den See führt ein malerischer Spazierweg, der immer wieder neue Blickwinkel eröffnet. Für Stärkung sorgt unterwegs eine traditionelle Bleder Cremeschnitte. 

Highlight:
Ein erfrischendes Erlebnis für Groß und Klein ist die gemütlichen Wanderung durch die Vintgar-Klamm. Der 1,6 km lange Weg führt zwischen steilen Felswänden über Holzbrücken und durch Gallerien. Dabei ergeben sich immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf die Kolke, Stromschnellen und Wasserfälle der Radovna.

3. Bohinj – Grüne Oase der Ruhe

Unweit von Bled liegt der See von Bohinj, der größte Alpsee des Landes. Ein Ort der Stille und unberührten Natur inmitten der Julischen Alpen. Bohinj ist von mehr als 400 km Wander- und Bergwegen durchzogen. Interessante Touren sind der Bohinjer Bergweg und der internationale Fernwanderweg Via Alpina

Der Bohinjsee ist ein Paradies für Wanderer, Biker, Familien mit Kindern und Naturliebhaber.

Auch auf zwei Rädern lässt sich die Gegend rund um Bohinj gut erkunden. Der Bohinjer Radrundweg schlängelt sich durch das untere und obere Bohinjer Tal. Die mit kulinarischen, kulturellen und Naturschätzen gesäumte Route ist autofrei und somit optimal für Familien geeignet. Oder man macht sich zu Pferd auf den Weg und lernt auf den Almen Uskovnica, Praprotnica und Zajamniki alles Wissenswerte über die traditionelle Sennerei.

Highlight:
Von Ukanc führt ein schöner Wanderweg zum Wasserfall Savica – ein erfrischendes Erlebnis für die ganze Familie.

4. Soča – der smaragdgrüne Fluss

Mit ihrer charakteristischen blaugrünen Farbe gilt die Soča als einer der schönsten Flüsse Europas. Ihr Flusslauf ist von zahlreichen Wasserfällen und Katarakten, engen Schluchten und tiefen Gumpen geprägt. Wer Wassersport mag, kommt hier voll auf seine Kosten, egal ob beim Kajakfahren, Rafting, Canyoning oder Baden. Auch bei Anglern ist die Soča ein beliebter Anlaufpunkt. Die heimische Marmorata-Forelle ist sowohl bei Sportfischern als auch bei Gourmets eine beliebte Beute.

Die smaragdgrüne Soča ist ein Paradies für alle Wassersportler.

Der Gebirgszug über der Soča war im Ersten Weltkrieg Schauplatz einer der größten Bergschlachten der Geschichte. Die Heiliggeist-Gedenkkirche in Javorca, die Festung Kluže sowie zahlreiche Themenwege zeugen noch heute von der bewegten Historie des Tals. Auf dem Sočaweg lassen sich alle Facetten dieses Juwels der Julischen Alpen erleben, von der Quelle über die drei Schluchten bis ins breite Schwemmland. Der 2.679 m hohe Mangart gehört wohl zu den beliebtesten Bergen des Nationalparks. Von der slowenischen Seite  wird der Gipfel über einen leichten Klettersteig erreicht, der auch für klettersteigerfahrene Kinder gut machbar ist.

Highlight:
Beim Campen wird der Aufenthalt für die ganze Familien zu einem besonderen Abenteuer. Besonders schön ist der Campingplatz Klin Lepena am oberen Flusslauf. 

5. Juliana Trail – Fernwandern in unberührte Natur

16 Tagesetappen mit einer Durchschnittslänge von 17,5 km erwarten diejenigen, die den Juliana Trail in seiner vollen Länge von 270 km erwandern. Klingt fordernd, ist es aber nicht. Denn obwohl insgesamt 7.163 Hm zurückgelegt werden, verläuft der Weg größtenteils flach und ist deshalb auch für Familien geeignet. 

Fernwandern zwischen mächtigen Berggipfeln und unberührter Natur – der Juliana Trail.
Foto: Slowenien Tourismus – Alex Strohl
Fernwandern zwischen mächtigen Berggipfeln und unberührter Natur – der Juliana Trail.

Unterwegs gibt es zahlreiche Naturwunder zu entdecken, darunter die Region Kranjska Gora, die Save und das Soča-Tal. Nach einem Stopp am Ufer des Bleder Sees folgt ein anspruchsvoller Aufstieg in den Triglav-Nationalpark, wobei man den höchsten Berg Sloweniens stets fest im Blick hat. Weitere Höhepunkte sind der idyllische Bohinjer See und der Ort Radovljica, der für seine kunstvoll verzierten Lebkuchen bekannt ist und somit als „süßeste Stadt Sloweniens“ gilt.

Highlight:
Im Slowenischen Bergsteigermuseum in Mojstrana lernt man die Geschichte der slowenischen Bergwelt auf unterhaltsame, interaktive Weise kennen. Der Rundgang durch das Museum ist wie eine Bergwanderung angelegt. Wer alle Aufgaben richtig löst, erreicht den Gipfel und kann sich über die tolle Aussicht freuen.

Anreise zum Triglav Nationalpark

Zahlreiche Wege führen in den großen Naturpark im Nordwesten Sloweniens. Von Deutschland oder Österreich kommend ist der schnellste Weg über Villach, Kranjska Gora und dann über den Vrsic Pass. Von Ljubljana oder Bled aus führt die Anreise meist über Bohinj. Wer ohne Auto anreist kann auch per Bahn ab Ljubljana oder ab Villach, über Jesenica (Aßling) und Bohinj bis nach Most na Soci. 

Weitere Informationen

In Bled und Bohinj sowie im Trenta-Tal, unweit von Bovec gibt es mehrere Informationszentren, in denen man vor Ort beraten wird. Die Besucherzentren bieten Infobroschüren sowie Kartenmaterial und organisieren zudem geführte Bergwandertouren in zu den Gipfeln des Triglav Nationalparks.

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