Kosten Hüttenübernachtung Alpenvereinshütte Brunnenkogelhaus

Hüttenübernachtung: Was kostet eine Nacht auf einer Alpenvereinshütte?

Wissenswertes
3 Min.
15.07.2026

Foto: Elias Holzknecht

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Ob Tageswanderung, Hüttentour oder Alpenüberquerung: Wer eine Nacht auf einer Berghütte verbringen möchte, sollte die Kosten kennen. Wie viel eine Hüttenübernachtung samt Essen, Getränken und Duschen auf einer Alpenvereinshütte kostet und welche Preisvorteile Mitglieder genießen, erfährst du hier.

Inhalt

  1. Gibt es Unterschiede zwischen den Hütten?

  2. Was kostet eine Übernachtung auf einer Alpenvereinshütte 2026?

  3. Was kostet eine Übernachtung auf privaten Hütten?

  4. Wie teuer sind Essen und Getränke auf Berghütten?

  5. Warum ist das Essen auf Berghütten tendenziell teurer als im Tal?

  6. Was kostet ein Hüttenschlafsack und Duschen?

  7. Mit welchen Gesamtkosten musst du für eine Hüttenübernachtung rechnen?

Gibt es Unterschiede zwischen den Hütten?

Ja, die gibt es. Die wichtigste Unterscheidung besteht in der Eigentümerschaft: Gehört die Hütte einem alpinen Verein (wie ÖAV, DAV oder SAC) – oder ist sie in privatem Besitz? Während die Nächtigungspreise von Alpenvereinshütten zumeist genormt geregelt und für Mitglieder günstiger sind, müssen sich Besitzer einer privaten Hütte an keine Satzung halten und können beliebige Preise festsetzen. Bei den Alpenvereinshütten unterscheiden sich die Preise, je nachdem, welcher Kategorie eine Hütte zugeordnet ist. Für Hütten der Kategorie I gibt es fixe Preise, für Hütten der Kategorie II müssen die Preise für Mitglieder alpiner Vereine mindestens 12 € niedriger sein als für Nichtmitglieder. Und bei Hütten der Kategorie III erhalten Mitglieder alpiner Vereine mindestens 10 % Rabatt bei einer Übernachtung.

Was kostet eine Übernachtung auf einer Alpenvereinshütte 2026?

Die Übernachtungspreise auf AV-Hütten werden durch die Hütten- und Tarifordnung festgelegt und haben klare Obergrenzen. Nicht-Mitglieder zahlen einen Aufschlag von mindestens 12 €. Folgende Preise gelten für Mitglieder alpiner Vereine bei Übernachtungen auf Hütten der Kategorie I – im Allgemeinen sind damit Schutzhütten gemeint, die nicht mit dem Auto erreichbar sind:
2-Bett-Zimmer:
  • Erwachsene (ab dem 25. Geburtstag) = 36 €
  • Junioren (ab dem 18. Geburtstag) = 36 €
  • Jugendliche (ab dem 6. Geburtstag) = 17 €
  • Kinder (bis zum 6. Geburtstag) = 10 €
Mehrbettzimmer:
  • Erwachsene (ab dem 25. Geburtstag) = 25 €
  • Junioren (ab dem 18. Geburtstag) = 25 €
  • Jugendliche (ab dem 6. Geburtstag) = 13 €
  • Kinder (bis zum 6. Geburtstag) = 8 €

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Matratzenlager/Winterraum:
  • Erwachsene (ab dem 25. Geburtstag) = 15 €
  • Junioren (ab dem 18. Geburtstag) = 12 €
  • Jugendliche (ab dem 6. Geburtstag) = 7 €
  • Kinder (bis zum 6. Geburtstag) = Gratis
Hinweis: Viele Hütten verrechnen zusätzlich noch Ortstaxen bzw. regionale Abgaben.
Weitere Informationen rund um die Regelung der Nächtigungspreise findet ihr unter: ÖAV – Hüttentarifordnung.
Durch ein Gegenrechtsabkommen gelten für Alpenvereinsmitglieder in Partnervereinen die dortigen Mitgliedervergünstigungen, so zum Beispiel auch bei den Hütten des SAC.

Was kostet eine Übernachtung auf privaten Hütten?

Da es für privat geführte Hütten keine einheitliche Regelung gibt, können die Preise stark variieren - je nach Ausstattung der Hütte kann es ähnlich günstig sein wie auf einer AV-Hütte oder eine Übernachtung kostet so viel wie in einem Hotel. Ein guter Richtwert sind 50 bis 100 € pro Person und Nacht. Auf komfortablen Hütten können es auch deutlich über 100 € sein.

Was kostet eine Übernachtung auf Selbstversorgerhütten?

Die Preise für Übernachtungen in Selbstversorgerhütten sind nicht reglementiert. Auch hier gibt es jedoch große Unterschiede zwischen Hütten im Besitz alpiner Vereine und privaten Hütten, die zum Teil wie Chalets ausgebaut sind und dementsprechend mehr kosten. Die „klassischen“ Selbstversorgerhütten alpiner Vereine bieten keinen Luxus und sind daher meist sehr günstig zu mieten - pro Schlafplatz zahlt man ab 5 € aufwärts. Den Schlüssel für die Hütten bekommt man in der Regel bei den jeweiligen Sektionen.
Mehr Infos über Selbstversorgerhütten erhältst du hier:
Selbstversorgerhütten bieten ein einmaliges Erlebnis in den Bergen, abseits großer Tourismusströme, so wie hier in Livigno, Itlaien

Lass dich inspirieren

Wo und wie findet man eine Selbstversorgerhütte?

Selbstversorgerhütten sind – wie der Name bereits sagt – Hütten, auf denen man sich selbst versorgt. Im Gegensatz zu bewirtschafteten Hütten muss man in den meisten Fällen sowohl die Verpflegung als auch alles Notwendige für die Übernachtung mitbringen. Anbei haben wir ein paar Tipps für euch, wie und wo man eine Selbstversorgerhütte finden kann.

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2 Min.


Wie teuer sind Essen und Getränke auf Berghütten?

Die Preise auf Schutzhütten sind mit denen in Gasthäusern vergleichbar. Wenn man bedenkt, wie aufwändig Lebensmittel auf eine Hütte kommen, ist klar, wieso es auf einer Berghütte nicht günstiger sein kann als im Tal.
Eine Ausnahme ist das sogenannte „Bergsteigeressen“ auf AV-Hütten, das für Mitglieder nicht mehr als 11 € kosten darf. Auch muss ein alkoholfreies Getränk verkauft werden, das um mindestens 40 % billiger ist als die gleiche Menge Bier. Außerdem bekommen Mitglieder auf Wunsch einen Liter heißes Wasser für Tee um 3 €.
Alpenvereins-Mitglieder dürfen sich auf AV-Hütten selber verpflegen und zahlen dann einen sogenannten Infrastrukturbeitrag – von diesem ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Die Halbpension darf auf AV-Hütten nicht verpflichtend sein, auch nicht das Frühstück. Der Infrastrukturbeitrag liegt zwischen 2,50 € und 5,00 €.
Allerdings sollte man im Hinterkopf behalten, dass Essen und Trinken für die meisten Hüttenwirtsleute den Großteil des Einkommens ausmacht. Wer also gerne auf Hütten nächtigt, unterstützt mit Konsumation der dort angebotenen Speisen und Getränke das Weiterbestehen der Hütte.

Warum ist das Essen auf Berghütten tendenziell teurer als im Tal?

Wie schon angesprochen, haben Hüttenbetreiber einen viel größeren Aufwand, Lebensmittel und Material an den benötigten Standort zu transportieren. In vielen Fällen muss dafür die Seilbahn oder sogar der Hubschrauber benutzt werden, was mehrere hundert Euro pro Rotation kostet. Durch den längeren Weg sind spezielle Kühlboxen nötig. Hinzu kommen hohe Kosten für das Personal, die Energieversorgung, die Wasseraufbereitung und die Instandhaltung der Gebäude im alpinen Bereich. Aus diesem Grund können die Preise auf Berghütten meist nicht mit jenen einer Gaststätte im Tal mithalten.

Was kostet ein Hüttenschlafsack und Duschen?

Da auf Hütten das Bettzeug nicht nach jeder Übernachtung gewaschen werden kann, sind Gäste verpflichtet, einen Hüttenschlafsack zu benutzen. Wer keinen eigenen besitzt, kann diesen auf vielen Berghütten auch ausleihen, was etwa 10 bis 20 € kostet. Da ein neuer Baumwoll-Hüttenschlafsack allerdings ebenfalls nur rund 20 € kostet, rentiert sich das im Normalfall nicht.
Besonders in wasserarmen Regionen verrechnen manche Hütten fürs Duschen einen Unkostenbeitrag von wenigen Euro. Normalerweise sind die Duschen dann mit Duschmarken oder durch Münzeinwurf zu benutzen.

Mit welchen Gesamtkosten musst du für eine Hüttenübernachtung rechnen?

Falls ihr nach all diesen Informationen nach einer Zusammenfassung sucht, findet ihr hier ein Beispiel für eine Übernachtung auf einer AV-Hütte für ein erwachsenes Mitglied eines alpinen Vereins:
  • Übernachtung im Mehrbettzimmer = 25 €
  • Abendessen mit Getränken = 25 €
  • Frühstück = 15 €
  • Dusche = 3 €
In diesem Beispiel fallen für die Übernachtung also insgesamt 68 € an. Bitte beachtet, dass in vielen Fällen noch Ortstaxen und regionale Abgaben hinzukommen können.

Wer kann auf Hütten gratis übernachten?

In ganz wenigen Fällen kann man auf Alpenvereins-Schutzhütten sogar gratis übernachten. Diese Regelung gilt laut Hüttenordnung für
  • Angehörige der Bergrettungsdienste im Einsatz
  • Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung gemäß Behindertenausweis
  • Tourenführer, Ausbilderinnen, Fachübungsleiter, Jugendführerinnen, Jugendleiter und Familiengruppenleiterinnen des ÖAV, DAV und AVS wenn sie sich als solche ausweisen können und in ihrer Funktion eine Gruppe von mindestens fünf Personen begleiten

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