
Mehrtägige Skitouren sind für viele die Königsdisziplin des Skialpinismus. Mit einer Hoch Tirol, Haute Route oder Ski-Transalp erfüllen sich viele Skibergsteiger Lebensträume. Wir haben die Antwort auf die praktische Frage: Was einpacken?
Die Skiausrüstung
Tourenski (Mittelbreite von 90-110mm) + Tourenbindung + passende Steigfelle
Tourenskischuhe
verstellbare Tourenstöcke
Harscheisen
2 Gummistraps – diese sind wahre „Multi-Tools“ auf längeren Touren
Die Skitourenbekleidung
wasserdichte Shelljacke und -hose
winddichte Softshelljacke mit Kapuze
leichte Windjacke
Fleecejacke/-weste
Isolationsjacke (Daune oder Synthetik – Daune ist unschlagbar im Isolationswert; Synthetik sollte gewählt werden, wenn man mit nass-feuchten Bedingungen rechnen muss)
2 Paar Handschuhe: 1 Paar sehr warme Fäustlinge oder „Lobster“ Handschuhe; 1 Paar leichtere Softshell Handschuhe
warme Haube
Schal/Buff-Tuch
Kappe/Sonnenhut (speziell im späten Frühjahr)
Sonstige Bekleidung (Hütte und „next-to-skin“)
leichte Softshellhose
T-Shirts (1-2 Stück); idealerweise Merino
Langarmshirt/Rollkragenpulli (2-3 Stück)
lange Unterhose (1-2 Stück)
Skisocken (2-3 Paar)
Hüttenschlafsack (optional, falls in Hütten übernachtet wird)

Sicherheit, Schutz und Notfall
LVS Gerät (475 kHz Frequenz) mit neuen Batterien
Reservebatterien
Lawinensonde (Mindestlänge 200 cm)
Lawinenschaufel aus Aluminium (Plastik- und Carbonschaufeln bleiben zuhause)
Rucksack (30-45 L) – ABS Rucksack ja/nein sollte bei Tourenplanung entschieden werden
Erste-Hilfe-Ausrüstung, Biwaksack, Alu-Notdecke
Blasenpflaster, Aspirin
Skihelm
leichte Steigeisen (abhängig von Route)
Pickel (50-60cm) – Aluminium Leichtpickel ist ausreichend (abhängig von Route)
Ohropax (optional – für alle, die es auf der Hütte gerne schnarchfrei haben)
GPS SOS Sender (optional – empfohlen bei Touren in Gebieten ohne Handy-Empfang und/oder nah erreichbare Infrastruktur)
1-2 m Duct Tape (kann um Schaufelgriff oder Stock gewickelt werden)
Sonstiges
Stirnlampe inkl. Ersatzbatterien
Sonnenbrillen mit enganliegendem Sitz (für großes Sichtfeld und Schutz vor Wind und Seitenstrahlung)
Skibrillen (idealerweise mit hellerem Glas, da sie speziell bei Nebel/Schlechtwetter zum Einsatz kommen)
Sonnencreme und Lippenschutz (>SPF 30)
Toilettzeug und persönliche Hygieneartikel bzw. Arzneimittel (falls benötigt)
kompakte Kamera und Ladegerät
Handy und Ladegerät
Taschenmesser/Multitool
Fellspray/Fellwachs
Jause & Pause
Trinkflasche/Thermoskanne/Trinkschlauch
Brotzeit/Riegel
Energy Gels oder sonstige energiereiche Snacks (Nüsse, Speck)

Tipps
1. Vor Murphy’s Law („Was schiefgehen kann, wird irgendwann auch schiefgehen“) ist man leider auch auf Skitouren nicht gefeit. Mit etwas Geschick und 2 Tools kann man sich aber selbst in den meisten Situationen helfen. Gummi-Skistraps fixieren die Ski am Rucksack, ersetzen die abgebrochene Schuhschnalle, usw. Und wenn das nicht hilft, hilft üblicherweise noch Duct Tape weiter.
2. Merino vs. Synthetik Unterwäsche? Die Antwort geben die persönlichen Präferenzen. Merino ist lange geruchsneutral und isoliert gut – nimmt aber mehr Feuchtigkeit auf und kann dadurch schwer und kalt werden. Synthetik transportiert Feuchtigkeit optimal ab; aus Rücksicht auf die eigene Nase und die der Kollegen sollte man allerdings hier mehr Wechselwäsche einpacken.
3. Der Kalorienverbrauch auf Mehrtagestouren ist enorm; gleichzeitig wird aber sehr langsam und gleichmäßig „verbrannt“. Energieriegel und -gels sind daher nicht immer die erste Wahl, da sie oft einen sehr unmittelbaren und kurzfristigen Energieschub liefern. Einige Guides in Alaska und Kanada schwören auf Räucherlachs. Die „Sticks“ in der Größe von Müsliriegeln liefern Fett und Eiweiß für lange Märsche.






Alpinwissen 7 Dinge für den Frühling 
Berg & Freizeit Der ultimative Bergwelten Skitouren-Guide 
Werbung 
Berg & Freizeit Die Grundlagen des Bergsteigens 
Berg & Freizeit Bikepacking: Was braucht’s zum Campen mit dem Rad?