Welterbestätten der Schweiz, Teil 12

UNESCO: Die Bauten Le Corbusiers

Wissenswertes • 6. Februar 2018

Le Corbusier gilt als einer der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts. In der Schweiz geboren und aufgewachsen, hinterließ er den Eidgenossen etliche Bauten. Zwei davon – in der Innenstadt Genfs und am Genfersee – wurden 2016 von der UNESCO ins Weltkulturerbe aufgenommen. Perfekt für einen Kulturausflug mit angeschlossenem Naturgenuss.

Genfersee
Foto: swiss-image.ch/Stefan Hunziker
Die Mouettes-Boottaxis verbinden das ganze Jahr über die beiden Ufer des Genfersees
  • Kanton: Genf
  • UNESCO-Kategorie: Kulturerbe

Insgesamt 17 Gebäude des legendären Schweizer Architekten hat die UNESCO im Jahr 2016 auf die Liste genommen – sie liegen auf der ganzen Welt, von Argentinien bis Japan, verstreut und zeugen davon, wie sehr Le Corbusier die internationale Architektur der Moderne geprägt hat.

Der auf der Schweizer 10-Franken-Note (achte Serie) verewigte Exzentriker wurde 1887 als Charles-Édouard Jeanneret-Gris im Schweizer Zentrum der Uhrenindustrie La Chaux-de-Fonds geboren. Die „Uhrenstadt“ in Neuenburg steht übrigens ebenso auf der Liste des UNESCO-Kulturerbes.


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1917 verlegt er nach zahlreichen Studienreisen seinen Lebensmittelpunkt nach Paris, wo er ein Architekturbüro gründet. Le Corbusiers Ziel war es stets, die Architektur radikal zu verändern und den neuen Realitäten des 20. Jahrhunderts anzupassen. Dazu nutzte er auch neue Materialien wie Eisenbeton und Stahl. Zierrat und Ornamente waren ihm nicht wichtig – alles drehte sich um die Funktionalität seiner Gebäude. Die von schlanken Stützen getragene Villa Savoye (1928-31) bei Paris gilt als sein berühmtestes Werk.

Die Villa Fallet in La Chaux-de-Fonds (1905)

Le Corbusier in der Schweiz

Le Corbusiers allererstes Haus – die Villa Fallet von 1905 – steht freilich in der Schweiz in seiner Geburtsstadt La Chaux-de-Fonds und sieht noch relativ konventionell aus. Nicht so die beiden UNESCO-geschützten Bauten. Die 1923 errichtete Villa „Le Lac“ steht in der Nähe von Vevey am Ufer des Genfersees. Sie war für le Corbusiers Eltern gedacht und weist mit ihrem weißen, schnörkellosen Erscheinungsbild, ihrem Dachgarten und ihren Langfenstern bereits wesentliche Merkmale der späteren „Wohnmaschinen“ auf. Die „weiße Villa“ kann wieder ab dem 3. März an Samstagen und Sonntagen besichtigt werden. Mehr Infos

Villa „Le Lac“ (1923) am östlichen Ufer des Genfersees

Das zweite UNESCO-geschützte Le-Corbusier-Gebäude in der Schweiz – das Maison Clarté von 1930-32 – befindet sich direkt in Genf, am Rande der Innenstadt (rue Saint-Laurent 2-4). Mit seiner Stahlskelettbauweise war das Wohnhaus seiner Zeit weit voraus – die zweigeschossigen Wohnungen bieten einen Blick auf den Genfersee.

Das Wohnhaus Clarté (1930-32) in Genf
Foto: Wikipedia/ Romano1246
Das Wohnhaus Clarté (1930-32) in Genf

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