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3 Gründe, warum man mehr kuscheln sollte

Wissenswertes • 21. Januar 2020
von Martin Foszczynski

Es ist trüb und kalt – nicht zufällig fällt der Weltkuscheltag auf den 21. Jänner. Gerade jetzt können wir eine Extraportion Glücksgefühl und Gesundheit brauchen. Warum Kuscheln beides befördert erklären wir dir hier. Übrigens auch bestens in Zelt, Biwak und Skihütte durchführbar.

Kuscheln Zelt
Foto: mauritius images/ Manu Prats
Betsens zum Kuscheln geeignet: das Zelt

Der Mensch ist von Natur aus auf Berührung ausgelegt. Das beginnt in der wohligen Enge des Mutterbauchs und spielt ebenso in der Kindesentwicklung eine wesentliche Rolle.

Auch im Erwachsenenalter sollte mehr gekuschelt werden. Schon zehn Minuten Händchenhalten oder Umarmen täglich machen einen Unterschied, wie eine US-Studie ergab. Die positiven Effekte des Kuschelns sprechen besonders im kalten, lichtarmen Winter für sich und kommen zudem allen Outdoor-Aktivitäten zugute. Hier erfährst du warum:

1. Kuscheln mindert den Stress

Kuscheln kann dabei helfen, Stress und Ängste abzubauen und andererseits Vertrauen und Wohlbefinden zu erhöhen. Zu verdanken ist das der dabei erfolgenden Ausschüttung des Hormons Oxytocin, das auch die Zuwendung zwischen Eltern und Kind bzw. Liebespartnern verstärkt.

Das Kuschelhormon wird allerdings nur bei vertrauten Personen – oder genauer – bei Personen, denen wir vertrauen, ausgeschüttet. Ein ungewollter Körperkontakt mit Fremden hingegen schüttet das Stresshormon Cortisol aus.

Für Singles nicht die beste Ausgangslage – jedoch: Nicht nur das Kuscheln mit einem Menschen lässt die Oxytocin-Werte in die Höhe schnellen. Auch das liebevolle Streicheln eines Hundes oder eines anderen Haustiers kann diesen Effekt erzielen. Außerdem: Auch unter Freunden und in der Familie darf fleißig umarmt oder Händchen gehalten werden.


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2. Kuscheln stärkt das Immunsystem

Beim Kuscheln und Knuddeln entspannt sich nicht nur die Muskulatur, die dabei entstehende Wärme erweitert auch die Blutgefäße und steigert die Durchblutung. Dadurch wiederum wird unser Körper mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, aber auch mit Abwehrzellen und Antikörpern, die Krankheitserreger bekämpfen.

3. Kuscheln senkt den Blutdruck

Auch auf das Herz wirkt sich Kuscheln positiv aus. Studien zeigen, dass beim Austausch von Zärtlichkeit der Herzschlag kurzzeitig ansteigt. Macht man das Kuscheln jedoch zur Routine, werden Pulsschlag und Blutdruck längerfristig gesenkt, was das Herz schont und schützt.


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Die beste Wirkung hat das Kuscheln übrigens, wenn man sich davor an der frischen Luft bewegt und seinen Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgt hat. Also: nichts wie raus in die Natur und danach wohliges Beisammensein, egal ob auf der Couch, im Schlafsack oder im Matratzenlager.

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