Vom Schutzhaus Neubau zum ­Fraganter Schutzhaus

Tourdaten

Anspruch Dauer Länge
T3 anspruchsvoll 8:00 h 18 km
Aufstieg Abstieg Max. Höhe
1.100 hm 1.470 hm 2.748 m

Details

Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober
  • Einkehrmöglichkeit

Höher gehts nimmer, dem Ziel näher immer: Auf der Wanderung in der Goldberggruppe in Salzburg und Kärnten warten wieder eine Reihe von Highlights und Superlativen auf uns: die majestätischen Berge im Nationalpark Hohe Tauern, die historischen Stätten des Goldbergbaus, der mit 2.754 Metern höchste Punkt unserer Alpenüberquerung (und der Option die 2.933 Meter hohe Herzog-Ernst-Spitze mitzunehmen) und der wenig begangene Sadnig-Höhenweg. Nur auf das einzige Gletscherskigebiet von Kärnten hätten wir gerne verzichtet.

Zum Glück ist es schnell passé und wir wandern ab dem Weißsee wieder durch unberührte Naturlandschaften. Zu verdanken haben wir das dem Österreichischen ­Alpenverein, der die Hochalmspitze bei einer Versteigerung erwarb (die seinerzeit 1,12 Millionen Schilling wurden durch einen einzigen Spender aufgebracht), um die „Tauernkönigin“ und Innerfragant vor der Erschließung eines weiteren Gletscherskigebiets zu retten.

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Diese Tour stammt aus dem Buch „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ von Christof Herrmann, erschienen im Bergverlag Rother.

Der Gletscherschaupfad rund um das Schutzhaus Neubau ist interessant. Er führt durch das ehemals eisbedeckte Gletscherzungengebiet des Goldbergkeeses bis zum Eisrand von 2006. Schautafeln veranschaulichen, dass der Gletscher seit 1850 um über 1100 m zurückgegangen ist.

Wer den Gletscher Goldbergkees aus nächster Nähe betrachten möchte, steigt vom Schutzhaus Neubau über die Rojacher Hütte zum Hohen Sonnblick, 3.106 m auf. Am Gipfel befinden sich neben dem Zittelhaus das Observatorium Sonnblick, das höchstgelegene meteorologische Observatorium Österreichs.

Anfahrt

Über Rauris auf der Kolm-Mautstraße nach Kolm-Saigurn bis zum Parkplatz Lenzanger fahren.

Parkplatz

Parkplatz Lenzanger

Fraganter Schutzhaus tief winterlich
Das Fraganter Schutzhaus (1.810 m) ist eine große, moderne und bewirtschaftete Hütte in der Goldberggruppe in Kärnten. Die in der Großfragant, einem Seitental der Fragant, liegende Hütte wird im Sommer gerne von Wanderern, Familien, Kletterern und Mountainbikern besucht. Im Winter nutzen vor allem Skitourengeher das Schutzhaus als Stütz- und Ausgangspunkt zur Begehung der zahlreichen umliegenden Berge. Die einfache Erreichbarkeit, die ungefährliche Lage und der eigene Erlebnisbereich machen auch Aufenthalte und Übernachtungen mit Kindern zum Vergnügen.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet
Dr. Widder-Jugendherberge
Die Dr. Widder-Jugendherberge ist eine Selbstversorgerhütte im Kärntner Mölltal, die bis zu 40 Personen im Matratzenlager Unterschlupf bietet. Wanderer und Kletterer, welche die Goldberggruppe in der östlichen Hälfte der Hohen Tauern erkunden, sind vom Panorama begeistert. Beliebt ist die Gegend um Innerfragant und Außerfragant auch bei Mountainbikern. Im Winter locken atemberaubende Skitouren, auch Schneeschuhwanderer kommen auf ihre Rechnung. Das Fraganter Schutzhaus ist nur zehn Minuten entfernt, dort kann man frühstücken oder jausnen. Das Gebiet um die Jugendherberge ist bekannt für seine botanische Vielfalt. Gut geeignet für Seminare und Schulklassen.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Selbstversorger

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