Die Wintertage gehen in Luzern in die Verlängerung
Foto: © Samuel Büttler
NACHTS IM SCHNEE

Wo die Wintertage in die Verlängerung gehen

Anzeige • 21. Oktober 2020
von Sissi Pärsch

Der Winter hat die Angewohnheit, die Tage kürzer und die Nächte länger zu machen. Dagegen zu protestieren hat keinen Zweck – und braucht es auch gar nicht, wenn man sich nach Luzern aufmacht. In der Region um den Vierwaldstättersee hört man nämlich nicht auf, wenn es am Schönsten ist. Hier fährt, wandert, läuft man einfach weiter bis es noch schöner wird.

Hätten Städte Augen und könnten sie über die Berge schielen, dann würde ihr Selbstbewusstsein beim Blick auf Luzern wohl einen schweren Knacks erfahren. Schmale Gassen und schmucke Plätze, geschichtsträchtige Mauern und hippe Szeneviertel, die Brücken mittelalterlich, die Altstadt autofrei. Aber Luzern hat sich über die Jahrtausende nicht nur selbst so hübsch herausgeputzt, es hat sich obendrein am Ufer des Vierwaldstättersees und am Fuße von Pilatus und Rigi eine sensationelle Traumlage herausgepickt.

Wir Menschen können die Einwohner entweder neidisch beäugen oder wir können uns aufmachen zu einem Besuch in der Zentralschweiz, gerade im Winter. Die Tage werden zwar selbst in Luzern kürzer – aber hier geht man einfach in die Verlängerung

1. Nachtskifahren in Sörenberg

Beleuchtete Piste am Ochsenweidlift
Foto: © Samuel Büttler
Beleuchtete Piste am Ochsenweidlift

Wunderschön liegt der kleine Ort Sörenberg in der UNESCO Biosphäre Entlebuch. Er bietet viel Ruhe, aber auch viel Abwechslung, speziell für Familien. Im Winter findet man hier 53 Pistenkilometer und einige davon entfallen auf die Ochsenweid, wo man jeden Mittwoch und Freitag von 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr auf der beleuchteten Piste fahren und danach zum Ochsen-Dog mit Chnebu-Rösti im Restaurant Ochsenweid einkehren kann.

 

2. Schneeschuhwandern auf der Bannalp – im Mondschein

Mit Schneeschuhen durch die Nacht
Foto: © outventure
Schneeschuhwandern auf der Bannalp

Unscheinbar versteckt am Auftakt des Engelbergertals, ist die Bannalp einer der Geheimtipps in der Zentralschweiz. Die Erfahrung, hier im Dunklen, beim Licht des Mondscheins, einsam mit Schneeschuhen aufzusteigen, gehört wirklich auf die To-Do-Liste. Das hügelig auslaufende Tal im Rücken, die mächtigen Felswände vor Augen, das Knirschen des Schnees in der klaren Luft – das Erlebnis prägt sich garantiert ins Gedächtnis ein.

Ein Geheihmtipp im Engelbergtal ist zum Beispiel die Schneeschuhwanderung auf die Bannalp.

3. Langlaufen in Realp – unter Sternen

Im Ursental kann man bis 21 Uhr langlaufen
Foto: © Valentin Luthiger
Auf der Nachtloipe in Realp

Die anderen sitzen am Kamin, die Welt scheint still zu stehen und man selbst gleitet in (wortwörtlich) aller Ruhe durch die Dunkelheit. Sieben Tage die Woche ist die Loipe in Realp im Urserntal von 18 bis 21 Uhr beleuchtet. Knapp zwei Kilometer ist die Runde für Skater und klassische Läufer lang, größtenteils gleitet man flach dahin, ein paar kleine Schnapper bringen aber auch ein wenig Würze auf die Strecke (und in die Beine). Die Nachtloipe wird beschneit und  täglich frisch präpariert. 

Langlaufen • Uri

Nachtloipe Realp

Dauer
0:15 h
Anspruch
leicht
Länge
1,8 km
Aufstieg
18 hm
Abstieg
18 hm

4. Fondueplausch & Shopping in der Stadt

Luzern ist wunderschön nah am Wasser gebaut
Foto: © Beat Brechbühl
Luzern ist wunderschön nah am Wasser gebaut

Frostige Zeiten erfordern – geschmolzenen Käse! Ein würziges Käsefondue zählt zu den höchsten kulinarischen Freuden des Winters. Wer sich dazu das urchige Flair einer Alpsennerei wünscht, der geht am besten ins Restaurant Moosmatt mit seinem heimeligem Stübli. Eine komplett andere Atmosphäre bietet hingegen Wilhelm Tell – der Raddampfer, der an Luzerns Seepromenade liegt. Das dampfende Fondue wird hier an Deck oder in der Kajüte serviert.

Und abtrainieren kann man sich die ein, zwei Käsekalorien dann hervorragend auf einem Spaziergang durch die prächtig dekorierten Altstadt-Gässli. Bei der Stadtführung «Lichterglanz und Tannengrün» erlebt man, warum Luzern liebevoll die «Leuchtenstadt» genannt wird. Auf der Runde lauscht man besinnlichen und witzigen Geschichten rund um das Luzerner Brauchtum, stattet den lebensgrossen Krippen einen Besuch ab und erfährt, wie der Tannenbaum den Weg in die Stube gefunden hat.

Übrigens spendiert Luzern bis Ende Februar für Shopping-Touren Taschengeld: Wer in einem Hotel in der Stadt übernachtet, der bekommt eine CityCard im Wert von 50,– CHF geschenkt.

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