Niedersachsenhaus

2.471 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Juli bis September

Von 1. Juli bis Ende September, je nach Witterung.

Telefon

+43 664 88 19 2505

Homepage

http://www.niedersachsenhaus.at

Betreiber/In

Sieglinde Rieser

Räumlichkeiten

Zimmer Matratzenlager Winterraum
12 Zimmerbetten 46 Schlafplätze 6 Schlafplätze

Details

  • Winterraum
  • Dusche
  • Für Familien geeignet
  • Hunde erlaubt
  • Handyempfang

Lage der Hütte

Das Niedersachsenhaus (2.471 m) sitzt, im wahrsten Sinne des Wortes, auf der Riffelscharte, direkt zwischen Gasteiner- und Raurisertal im Salzburger Teil der Goldberggruppe. Dessen exponierte Lage beschenkt Besucher mit einem grandiosen alpinen Rundumblick. Wanderer und Bergsteiger können auf der Hütte ihren Blick, willkürlich beginnend beim Sonnblick über Hocharn, Ritterkopf, Steinernes Meer, weiter zum Tennengebirge über den Dachstein bis zum Schareck, richtig schweifen lassen. Alpinisten, deren Leidenschaft auch Gipfelraten und -erkennen ist, werden ihre Freude auf der Hütte haben.

Zugestiegen wird entweder vom mondäneren Bad Gastein/Sportgastein oder vom urtümlicheren, stilleren Kolm Saigurn. Beide Zustiegsseiten haben ihre Reize und sind für erwachsene Bergliebhaber und junge, nachwachsende Bergfans attraktiv. Seit 2020 wird die Hütte von Sieglinde Rieser bewirtschaftet.

Kürzester Weg zur Hütte

Gut fahren ist manch aktivem Menschen lieber als sehr gut und schnell gegangen. Daher ist der Bergbahnen-Parkplatz in Sportgastein, der auf 1.596 m liegt, ein guter Ausgangspunkt, um den kürzesten Weg zum Niedersachsenhaus zu gehen. Der führt allerdings schon an der ersten Hürde, dem seit 1889 bestehenden und 2012 renovierten Valeriehaus, einer „urigen Wirtschaft“, vorbei.

Auf einem mäßig schwierigen Almweg geht es in westlicher Richtung bis zur Viehauseralm, von wo der Hermann-Bahlsen-Weg - benannt nach dem deutschen Backwaren-Unternehmer und Leibniz-Butterkeks-Erfinder - in die Siglitz führt, um dann zur Riffelscharte aufzusteigen. Dort wartet die Hütte bereits mit ihrem Panorama.

Gehzeit: 2:30 h

Höhenmeter: 875 m

Alternative Zustiege
Von Kolm Saigurn (1.598 m) ab Parkplatz Lenzanger erreicht man in 20 Gehminuten den Ammererhof im Talschluss des Raurisertales. Hier verläuft der mittelschwere Weg Nr. 119 vorbei an der Erlehenalm etwa eine Stunde bis zu einer Abzweigung. Dort beginnt der schwere Steig Nr. 111 zur Riffelscharte mit teilweise gesicherten Stellen kurz vor der Scharte; von Bad Gastein und dem Stubnerkogel (2.240 m, 6 h); Böckstein/Tauernschleuse (1.131 m, 4 h); von Sportgastein über Bockhartseen und Bockhartscharte (2.226 m, 3:30 h).

Leben auf der Hütte

Das Niedersachsenhaus wurde im Jahr 1926 erbaut, brannte 1984 bis auf die Grundmauern nieder. Seit ihrem Wiederaufbau wird sie nur mehr in den Sommermonaten bewirtschaftet. Auf dem Weg zur Hütte begegnet man dem Almrausch, weniger gut bekannt als Bewimperte oder Rostblättrige Alpenrose, Dukatenfaltern oder sogar Weißkopfgeiern. Auf dem Zustieg aus dem Raurisertal passiert man Goldwaschplätze. Die Goldberggruppe in der die Hütte liegt, heißt nicht umsonst so. Die Attraktivität der Hütte liegt in der Natur, die sie umgibt.

Das Niedersachsenhaus ist ein Ort zum Herunterkommen, zum Rasten, zum - neudeutsch - Chillen und Entschleunigen. Gekocht wird tagsüber für Wanderer und Bergsteiger auf der „Durchreise“. Es gibt Kasnock'n, Speck und was man für das leibliche Wohl so braucht, wenn man auf der Sonnenterrasse entrückt in die Ferne blickt. Und dabei Gipfel und neue alpine Ziele für sich entdeckt. Sich Ziele steckt. Seinen Alltag wegsteckt. Abends kredenzt die Wirtin ein leckeres Menü. Nächtiger bekommen morgens, das ist die Halbpensionsleistung, ein Frühstück dazu.

Gut zu wissen

Es gibt zwei Waschräume sowie zwei Duschen mit Warmwasser. Einen Trockenraum, Handy-Empfang, einen Selbstversorger-Raum, Bergsteigeressen und -getränk Bezahlt wird bar. Der Winterraum ist immer offen und kann bis zu sechs Personen beherbergen. Nächtigende Hunde müssen angemeldet werden.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütte: Rojacher Hütte (2.718 m, 3:45 h). Weitere Nachbarhütten: Duisburger Hütte (2.572 m, 4 h); Zittelhaus (3.105 m, 5 h); Hagener Hütte (2.446 m, 6 h).

Gipfeltouren: Herzog-Ernst-Spitze (2.933 m, liegt auf dem Weg zum Schareck, 2 h); Schareck (3.122 m, gesicherter Klettersteig mit Schwierigkeitsstufe II, 3 h); Großer Silberpfennig (2.600 m, 4 h); Hoher Sonnblick/Zittelhaus (3.105 m, 5 h).

Rundwanderweg: Tauerngold Runde/Gletscherlehrpfad (6 h).

Anfahrt

Von München über die A8 nach Salzburg. Von Wien und Linz über die A1 West-Autobahn nach Salzburg. Auf die A10 Tauern-Autobahn zum Autobahnkreuz Pongau. Dort über die Ausfahrt Bischofshofen auf die Pinzgauer Bundesstraße B311 Pinzgauer Straße. Von Graz und Klagenfurt auf der A2 Südautobahn bis Villach. Dort auf die A10 bis Pongau und über Bischofshofen auf die B311.

Zustieg Bad Gastein
Auf der B311 zur Abzweigung ins Gasteinertal. Durch das Gasteinertal auf der Bundesstraße 167 bis Böckstein und über die mautpflichtige Gasteiner Alpenstraße nach Sportgastein. 

Zustieg Kolm Saigurn/Raurisertal
Auf der B311 bis Taxenbach zur Abzweigung ins Raurisertal bis Bodenhaus und zur Kolm-Saigurn Mautstation. Danach weiter zum Parkplatz Lenzanger.

Parkplatz

Sportgastein; Kolm Saigurn Lenzanger.

Öffentliche Verkehrsmittel

Zustieg Bad Gastein erreicht man mit internationalen und überregionalen Zugverbindungen aus München, Wien und allen übrigen österreichischen Landeshauptstädten. Mit dem Postbus Nr. 550 nach Sportgastein zur Talstation der Goldbergbahn. Oder am Bahnhof Bad Gastein direkt in die Stubnerkogelbahn I, eine Seilbahn, umsteigen und auf den Stubnerkogel fahren.

Zustieg Kolm-Saigurn/Raurisertal: Internationale Bahnverbindungen bis Schwarzach im Pongau, weiter mit einem Regionalzug Richtung Wörgl bis Taxenbach. Vom Bahnhof Taxenbach-Rauris und weiter mit dem Postbus Nr. 640 ins Raurisertal nach Kolm Saigurn bis Parkplatz Lenzanger.

Hütte • Kärnten

Elberfelder Hütte (2.346 m)

Die Elberfelder Hütte (2.346 m) steht am Talschluss des Gössnitztales in der Schobergruppe. Das Nebental des Mölltales in Kärnten führt von Heiligenblut weg. Es liegt in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Das unbewohnte Gössnitztal gilt als eines der ursprünglichsten und am wenigsten durch den Menschen veränderten Täler der Ostalpen. Er erstreckt sich vom Gössnitzfall am Tal-Ausgang bis zur Hütte über eine Strecke von etwa neun Kilometern. Die Hütte liegt in einer prachtvollen, hochalpinen Gipfel-Arena. Sie ist umgeben von etwa 30 Dreitausendern wie Roter Knopf, Böses Weibl, den Talleitenspitzen, den beiden Hornköpfen, Kristallkopf, Gössnitzkopf, etc. Die Elberfelder Hütte ist Etappenziel auf dem Wiener Höhenweg und liegt auf Wegen die alpine Grunderfahrungen und Konditionsstärke voraussetzen.
Geöffnet
Jul - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Die Hugo-Gerbers-Hütte (2.347 m) steht in der südwestlichen Kreuzeckgruppe über dem Oberdrautal in Kärnten. Sie punktet mit Abgeschiedenheit sowie einem fantastischen Ausblick auf die Gailtaler und Karnischen Alpen. Die über 100 Jahre alte Hütte liegt am Kreuzeck-Höhenweg. Das Schutzhaus befindet sich weitestgehend im Original-Zustand. Das hat auch damit zu tun, dass die Kreuzeck-Gruppe, eine Untergruppe der Hohen Tauern, ursprünglicher und weniger erschlossen als die Tauern-Geschwister bleiben durfte. Die Gruppe wird auch gerne als "vergessenes Paradies" oder "Imperium der Stille" tituliert. Alle Gipfel der Gruppe bleiben unter der 3.000-Meter-Marke. Wenige Schutzhütten, zahllose kleine Bergseen und weite Wege charakterisieren die Gruppe, womit sie eine richtige Trekking- und Backcountry-Region ist Die Hütte ist Ziel von konditionsstarken Wanderern, von Schneeschuh-Gehern und eventuell von Skibergsteigern auf ihren Touren zu Scharnik und Hochkreuz. Tagesausflügler wie Familien mit Kindern kommen auch von der Weneberger Alm herauf. Sie alle verbindet die Freude an alpinen Wegen abseits viel begangener Trampelpfade.
Geöffnet
Jul - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Die Neue Thüringer Hütte (2.240 m) ist eine geräumige und bewirtschaftete Hütte in der Venedigergruppe in Salzburg. Sie liegt über dem Habachtal im Naturpark Hohe Tauern und ist für Wanderer ebenso geeignet wie für Hochtourengeher und alpine Kletterer. Das Habachtal, auch Tal der Smaragde genannt, eignet sich neben Bergwanderungen auf den Hausberg Larmkogel mit Ausblick auf den Großglockner vor allem für Gletschertouren auf den Habachkee. Kinder sind auf der Hütte ebenfalls willkommen, allerdings ist aufgrund des schroffen Geländes Vorsicht geboten.
Geöffnet
Jul - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Bergwelten entdecken