Selbstgemacht

So zauberst du dir eine „wilde“ Kräuterbutter!

Tipps & Tricks • 24. Juli 2018
von Valerie Jarolim

Eine selbstgemachte Kräuterbutter ist ein echter Sommer-Hit: Valerie Jarolim von Blatt & Dorn verrät, wie man Kräuterbutter selbst herstellen kann – und wie sie „wild“ wird. Denn: Unsere heimischen Wildkräuter sind echte Superfoods und wachsen unmittelbar vor unserer Haustüre.

Selbstgemacht: Kräuterbutter aus heimischen Wildkräutern
Foto: Valerie Jarolim
Selbstgemacht: Kräuterbutter aus heimischen Wildkräutern

So wird die Kräuterbutter wild!

Wer aufmerksam durch Wald und über Wiesen wandert, entdeckt auf Schritt und Tritt eine Vielzahl an wilden Kräutern wie Giersch, Dost, Quendel und Schafgarbe. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind gesund und geschmacklich sensationell gut. Wer beim nächsten Spaziergang eine Handvoll dieser grünen Wunderkräuter einpackt, hat schon die Hälfte der erforderlichen Zutaten für eine selbstgemachte Wildkräuterbutter dabei.

Vielen ist der Giersch als lästiges Unkraut aus dem Garten bekannt, tatsächlich ist er ein echtes Multitalent in der Wildkräuterküche. Seine Blätter sind reich an Mineralien und Vitamin C, geschmacklich erinnern sie an eine Kreuzung aus Petersilie und Karotte. Um den Giersch von anderen Pflanzen unterscheiden zu können, beherzigt man am besten folgenden Merkspruch: Mit 3x3 beim Giersch dabei! Will heißen: Der Giersch hat sowohl einen dreieckigen Stängel als auch Blätter, die aus je drei Teilblättern bestehen, wobei das oberste Teilblatt wiederum dreiteilig beschaffen ist.

Aber auch altbewährte Küchenkräuter wie Oregano und Thymian haben heimische, wilde Verwandte: Dost und Quendel nämlich. Die blühenden Triebspitzen vom Dost liegen geschmacklich irgendwo zwischen Oregano und Majoran. Der Quendel hingegen, nicht umsonst auch als „wilder Thymian“ bekannt, wird genauso eingesetzt wie der herkömmliche Thymian. Beide Wildkräuter lieben sonnige Plätze und sind dort den ganzen Sommer lang zu finden.


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Quendel und Dost – noch nie gehört? Wer beim Wandern den Kopf nicht nur Richtung Gipfel streckt sondern auch die Pflanzenwelt am Wegrand beobachtet, ist beiden sicher schon oft begegnet. Es handelt sich um die heimischen Wildformen von Thymian und Oregano – perfekt für Küche und Apotheke.

Die weiß blühende Schafgarbe zählt im Sommer zu den schmackhaftesten Wildkräutern, die wir auf Wiesen und Weiden finden können. Sowohl ihre Blätter als auch ihre Blüten enthalten einen Mix aus ätherischen Ölen, Bitter- und Gerbstoffen. Das macht die Schafgarbe zu einem besonders vielseitigen Würzkraut, aber auch ihre Einsatzbereiche als Heilpflanze sind breit gefächert. Das drückt sich auch in ihrer volkstümlichen Bezeichnung als „Heil aller Welt“ aus.

Heimische Wildkräuter: Dost, Quendel und Schafgarbe
Foto: Valerie Jarolim
Heimische Wildkräuter (v.l.n.r.): Dost, Quendel und Schafgarbe

Zubereitung

  • 1 Päckchen Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen,
  • 1-2 Händevoll Wildkräuter (z.B.: Blätter vom Giersch, blühende Triebspitzen von Dost, Quendel und Schafgarbe) klein schneiden,
  • mit dem Saft einer halben Zitrone unter die weiche Butter mengen.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Blüten dekorieren.

Fertig!

Tipp

Im Kühlschrank hält sich die selbstgemachte Wildkräuterbutter etwa eine Woche lang.

Man kann die Butter auch zu einer Rolle oder Kugel formen, zum Aushärten circa drei Stunden lang ins Gefrierfach legen und danach ganz einfach in portionierte Scheiben schneiden.


Blatt & Dorn

Mehr Rezepte und Inspiration rund um das Thema Wildkräuter findet ihr auf Valerie Jarolims Webseite Blatt & Dorn.

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Valerie Jarolim von Blatt & Dorn ist zertifizierte Diplom-Kräuterpädagogin. Über Bergwelten.com verrät sie uns monatlich ihre Rezept- und Verarbeitungsideen rund um das Thema Wildkräuter. Hier findet ihr alle ihre Beiträge in gesammelter Form.
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