
Wie weit kann man in den Bergen sehen?
Foto: Daniel Kubera / Rauf und Davon
von Daniel Kubera
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Nikolas Zimmermann: Die maximal mögliche Fernsicht hängt in erster Linie von der Erdkrümmung und der Höhe ab. So entfernt sich der sichtbare Horizont mit zunehmender Beobachtungshöhe. Außerdem spielt die unterschiedliche Dichte der Luft in Abhängigkeit von der Höhe eine Rolle: Sie führt nämlich zu einer Änderung des Brechungsindexes der Luft entlang des Strahlverlaufs. Damit bewirkt sie eine bogenförmige Krümmung des Strahls zur Erdoberfläche hin, weshalb entfernte Gegenstände höher erscheinen können, als sie tatsächlich sind.

Ein Spezialfall ist die „astronomische Refraktion“. Sie führt dazu, dass der obere Rand der Sonne sichtbar wird, obwohl er sich tatsächlich noch knapp unterhalb des Horizonts befindet. Bei wolkenlosem Himmel ist die Sonne also schon ein paar Minuten vor dem tatsächlichen Sonnenaufgang zu sehen.
Die beste Fernsicht gibt es meistens im Herbst und Winter von exponierten, hohen Bergen am Rande eines Gebirges, wenn man von dort aus über eine Ebene hinweg zu einem anderen Gebirge blicken kann. Dabei gilt: Je trockener die Luft ist, umso weiter kann man sehen.
In den Alpen sind an manchen Standorten bis zu 300 Kilometer Sichtweite möglich. So kann man beispielsweise bei perfekten Bedingungen von den Ligurischen Alpen über die Po-Ebene hinweg den Adamello in den Südalpen erspähen.

Es gibt viele gute im Ostalpenraum, wie etwa die
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