SOMMER IN DER SCHWEIZ

Teuflische Furchen und karge Höhlen

Anzeige • 11. Juli 2018

Messerscharf zerfurcht ist das Antlitz der Schrattenfluh, ein bizarrer Kalkblock in der UNESCO Biosphäre Entlebuch. Der Sage nach soll der Teufel am Berg seine Krallen gewetzt haben.

Schrattenfluh
Foto: mountainlover_mm
Schrattenfluh

Schenkt man der Sage Glauben, war hier einst eine üppig grüne Alp – heute trifft man auf eine eindrückliche Steinwüste. Weil deren Besitzer so habgierig war, hat der Teufel mit seinen gewaltigen Klauen die blühenden Wiesen und saftigen Weiden von den Felsen gerissen. Messerscharf sind die feinen Zacken des rauen Felsens.

Schrattenfluh Brienzer Rothorn Kette
Foto: Benedikt Meier
Schrattenfluh Brienzer Rothorn Kette

HÖHENWEG VOM HENGST ZUM SCHIBENGÜTSCH

Die «Schratte» ist ein reizvolles Wanderziel. Reichlichen Genuss verspricht der Höhenweg vom Hengst zum Schibengütsch. Von Sörenberg geht es durch das Moorgebiet hoch zur Alpwirtschaft Silwängen. Hier folgt der Aufstieg durchs Karstgebirge auf den Hengst, den höchsten Punkt der Schrattenfluh. Auf dem Grat geht es nun zum Schibengütsch weiter.

Der Abschnitt über die Schrattenfluh-Krete ist mit erhöhter Vorsicht zu begehen, denn abseits des Weges lauern tiefe Karstlöcher. Es lohnt sich, stehen zu bleiben, wenn man die umfassende Rundsicht geniessen will: Im Norden schweift der Blick über die Hügelwellen des Entlebuchs zum Mittelland und zum Jura, im Süden erstrecken sich über der Brienzer-Rothorn-Kette die Berner Hochalpen. Am besten plant man mehr als einen Tag für diesen Ausflug ein.

Schrattenfluh
Foto: mountainlover_mm
Schrattenfluh

In der Schrattenfluh findet man zwei SAC-Hütten und viele weitere Hotel- und Ferienwohnungsangebote in Sörenberg. In Partnerbetrieben erhält man sogar die Sörenberg Card für die kostenlose Benützung der Bergbahnen. So lohnt sich auch ein Ausflug auf den höchsten Luzerner Berg, dem Brienzer Rothorn oder ein Besuch der mystischen Moorlandschaft Rossweid/ Salwiden.

Schrattenfluh
Foto: mountainlover_mm
Schrattenfluh

Exkursion Karst & Höhle

Während einem Rundgang mit einheimischen Biosphärenguides durch die Karstlandschaft hört man viele Geschichten über die schaurige Sage, heilende Wirkung von Ameisen, Borkenkäfer, Schutzwald, Geologie und Karstbildung. Zum Schluss folgt noch ein Abstieg in die Silwängenhöhle, wo durch den Schimmer der Stirnlampen eine wunderschöne Tropfsteinhöhle erscheint.

Kontakt und Informationen: UNESCO Biosphäre Entlebuch Biospärenzentrum
Tel.: +41 (0)41 485 88 50


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Dauer
3:48 h
Anspruch
T4 schwierig
Länge
12,8 km
Aufstieg
1.081 hm
Abstieg
1.081 hm

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