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Bergwelten-Buch

Gewinne Reinhold Messners Buch „Pickel, Seil & Mauerhaken“

12. Januar 2024
2 Min. Lesezeit

In seinem Buch „Pickel, Seil & Mauerhaken“ erzählt Reinhold Messner die Geschichten von 33 Objekten, die den Alpinismus geprägt haben. Wir verlosen drei Exemplare.

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Foto: Ronny Kiaulehn
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Der berühmteste Bergsteiger und Abenteurer unserer Zeit erzählt in seinem neuen Buch von 33 Objekten, die den Alpinismus prägten: wie ein Pickel aus der Landwirtschaft 1804 die Erstbesteigung des Ortlers ermöglichte, was es mit dem „Mauerhakenstreit“ auf sich hat und wie ein Paar Plastikschuhe Messners Mount-Everest-Besteigung möglich machte. Und ganz nebenbei erzählt Messner die Geschichte des Bergsteigens, von den Anfängen des Alpinismus bis zum alpinen Tourismus unserer Tage.

Wir verlosen drei Exemplare. Beantwortet die Gewinnspiel-Frage und seid dabei!

Hier könnt ihr einen Auszug lesen:

Ein Bambusstab als Lebenszeichen

Nirgendwo auf der Erde gibt es eine Landschaft, die so grandios ist wie der Weg aus dem Inneren der Antarktis zur Küste am Rossmeer. Zuerst das Polarplateau, eine gigantisch gewölbte Eiskappe. Dann die Transantarktische Gebirgskette, 3.500 Kilometer lang, nicht so hoch, aber größer als der Himalaya.

Der Polarforscher Arved Fuchs und ich entschlossen uns 1990 bei der Antarktis- Durchquerung, dem Rat des englischen Glaziologen Charles Swithinbank zu folgen und über den Mill- zum Beardmore-Gletscher abzusteigen. Hier würde es keine Rettung geben. Also galt äußerste Vorsicht.

Der Abstieg zum Mill-Gletscher klappte reibungslos. Vor uns lagen aber immer noch Gebirge aus Eis und schwarzem Gestein. Über uns dieser durchsichtig blaue Himmel. Rechts unten ahnte ich einen Gletscherbruch. Matt schimmernd die vielen Eisspalten, die als unregelmäßiges Raster über der stillen weißen Fläche lagen. Würden wir sie umgehen können?

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Foto: Elias Holzknecht

Am unteren Rand des Mill-Gletschers dann die Erlösung: Dort, wo er in den Beardmore-Gletscher hineinfließt, trafen wir auf die „Eislandepiste“, die Charles Swithinbank ein Jahr zuvor angelegt hatte. Wie Fremdkörper ragten Lebenszeichen aus der Eisfläche: Wir fanden Vermessungsstäbe, leere Benzinfässer, Bambusstangen mit grünen Fähnchen. Einige der Stäbe waren umgeknickt, andere standen schief. Ich maß nach, wie weit sie aus dem Eis herausragten. Vielleicht konnte Swithinbank etwas mit den Daten anfangen. Für mich war dieser Ort irritierend und befreiend zugleich: Ich wusste damit, dass wir auf dem richtigen Weg waren.

Einen der Stäbe nahm ich zuletzt mit. Als Souvenir. Diese menschlichen Spuren waren die einzigen Lebenszeichen, die wir außerhalb unserer beiden Depots im Inneren der Antarktis vorgefunden hatten. Sonst nichts, kein Tier, kein Gras, nicht einmal ein Gletscherfloh. Wenn ich heute diesen Bambusstab – daumendick und eineinhalb Meter lang – im Bergfried auf Schloss Juval betrachte, taucht die Antarktis in meinen Gedankenbildern auf. Als wäre er gefüllt mit der Kraft der Erinnerung.

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