Dieses Rezept stammt von Marianne Gruber von der Ritzingerhütte auf der Viehbergalm.
Aus Mehl, Salz und Milch einen Teig kneten. Diesen zu einer Rolle formen und mit einem Spatel oder Messer in kleine Stücke schneiden. Auf diese Weise sollen etwa 24 Krapfen herauskommen. Diese Stücke dünn zu Fladen ausrollen und in heißem Fett herausbacken. Abtropfen lassen, mit Steirerkas füllen und einrollen. Mit Sauerkraut servieren.
Tipp: Die Ennstaler Krapfen kann man warm oder auch kalt essen.
Die Ennstaler Roggenkrapfen werden auch „katholische“ Krapfen genannt. An den schattenseitigen Hängen des Ennstals gedieh der Roggen besonders gut. In der sehr viel sonnigeren Ramsau hingegen, wo die Lehren Luthers auf besonders fruchtbaren Boden fielen, reifte auch Weizen. Daher nennt man die etwas feineren, aus einem Germteig mit Weizenmehl hergestellten Krapfen, die „evangelischen“.
Knöpfle, Krapfen, Moosbeernocken… Susanne Schaber und Herbert Raffalt nehmen uns in ihren liebevollen Alm-Reportagen auf eine kulinarische Wanderung vom Steirischen Ennstal bis nach Tirol mit. Dazu verraten sie über 60 Rezepte, die ein Stück vom Alltag oberhalb der Waldgrenze in unsere Küchen holen.
Susanne Schaber/Herbert Raffalt: Der Geschmack der Berge. Eine kulinarische Reise zu den Almen Österreichs, 240 Seiten, Tyrolia-Verlag 2018, € 39,95.