
Der Seealpsee im Alpsteingebiet gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen der Ostschweiz. Der Bergsee liegt auf 1.142 Metern Höhe oberhalb von Wasserauen und ist in rund 60 Minuten zu Fuß erreichbar. Die Kombination aus türkisgrünem Wasser, steilen Kalkwänden und sattgrünen Alpweiden macht ihn zu einem der fotogensten Seen der Schweiz – und zu einem der meistgesuchten Wanderziele.
Lage & Umgebung des Seealpsees
Der Seealpsee liegt im Säntismassiv, eingerahmt von den markanten Gipfeln Säntis (2.502 m) und Altmann (2.435 m). Bei klaren Lichtverhältnissen spiegeln sich die Felswände eindrucksvoll im Wasser – vor allem am Morgen. Benachbarte Seen sind der Fählen- und der Sämtisersee. Direkt am See befinden sich zwei Gasthäuser – das Gasthaus Seealpsee und das Berggasthaus Forelle.
Highlights in unmittelbarer Umgebung sind das Berggasthaus Aescher, das zu den ältesten Berggasthäusern der Schweiz zählt und mit seiner imposanten Lage direkt am Fels ein sehr beliebtes Fotomotiv ist, und das nahe gelegene Wildkirchli mit den Wildkirchlihöhlen.
Wandern am Seealpsee – die schönsten Wege
Dauer: ca. 1 Stunde
Distanz: 3 km
Höhenmeter: 300 Hm
Schwierigkeit: leicht bis mittel
Ideal für: Familien, Genusswanderer, Fotografen
Dies ist der beliebteste Wanderweg zum Seealpsee und damit auch der am stärksten frequentierte. Der Weg ist kurz, steil, aber problemlos machbar und führt direkt zu den beiden Gasthäusern am See.





Ein nicht asphaltierter, idyllischer, etwas längerer und etwas weniger steiler Bergweg führt von Wasserauen aufwärts über die südöstliche Talseite zum Seealpsee.
Ein sehr steiler, jedoch schöner Bergweg führt abwärts von der Ebenalp vorbei am Wildkirchli zum Gasthaus Aescher, das direkt an die steile Felswand der Ebenalp an den Fels gebaut ist. Von dort führt der weiss-rot-weiss markierte Bergweg weiter hinunter zum Seealpsee. Auf diesem etwas steileren Weg geht man 700 Höhenmeter bergab. Der Weg sollte nur von geübten, schwindelfreien Wanderern mit entsprechender Ausrüstung (Wanderschuhe) begangen werden. Diese Route ist fotografisch und landschaftlich ein absolutes Highlight.
Rundwanderungen & längere Touren
Ein gemütlicher Spaziergang mit Blick auf das Säntismassiv. Vorbei am Spitzgstein, wo eine Gedenktafel an Friedrich von Tschudi erinnert.
Eine der schönsten Touren im Alpstein: Von Wasserauen zum Seealpsee über den Widderalpsattel (1.855 m) zum Fählensee und via Sämtisersee nach Brülisau. Perfekt als 2‑Tages-Tour mit Übernachtung in einem Berggasthaus.




Der Lisengrat verbindet Säntis mit dem Rotsteinpass. Die Rundwanderung startet beginnt bei der Bergstation Ebenalp. Weiter geht es zum Berggasthaus Schäfler, dem Lötzlialpsattel, Öhrli und auf den höchsten Gipfel des Alpsteins, den Säntis (2.502 m). Der Weg führt weiter über die Rotsteinpasshütte zum Rotsteinpass und retour zum Ausgangspunkt. Schöne Wanderung zwischen dem Säntis und dem Rotsteinpass im Schweizer Alpsteingebirge.




Charakteristik des Seealpsees
Der Begriff kontrastreich trifft auf den Seealpsee besonders gut zu. Das Aufeinandertreffen der grünen Wiesen und Wälder mit dem Grau der markanten Gipfel machen den See zu einem beliebten Fotomotiv. Das klare Wasser, das je nach Licht, Tages- und Jahreszeit sowie Niederschlägen bzw. Zufluss seine Farbe zwischen türkis und grün ändert, lädt an schönen Sommertagen zur Abkühlung ein – oder zu einer kleinen Ruderbootfahrt auf dem See. Der relativ überschaubare Rundweg (in ca. 45 min begehbar) um den See und auch die beiden Gasthäuser machen den See zu einem lohnenden Ausflugsziel für die ganze Familie.
Geologie
Der ganze Alpstein ist ein Karstgebirge und stärkere Niederschläge bewirkten über Jahrtausende vermehrte Verwitterung der Gesteine und erhöhten Transport der Erosionsprodukte ins Meer, was zur Bildung von Mergeln und sandigen Kalken führte. Die Felsarena mit der Dohle, in der sich das Seewasser aus zahlreichen Bächen, Rinnsalen und Quellen in den Gebieten Mesmer, Meglisalp und Altenalp sammelt, stammt von den tektonischen Faltungen, die die drei charakteristischen Bergketten entstehen liessen. Die Grate haben sich aufgetürmt und in den zwei Talsohlen dazwischen entstanden insgesamt drei Bergseen (Seealpsee, Sämtisersee, Fählensee).
Flora, Fauna und Besonderheiten
Der See zeichnet sich durch eine hervorragende Wasserqualität aus. Am Ufer leuchten im Frühling ein Meer von Märzenbechern, ab April/Mai blühen die Sumpfdotterblumen. Doch auch das weitere Almgebiet um den See zeichnet sich durch eine besondere Pflanzenvielfalt aus. Ebenso kann man mit ein bisschen Glück heimische Wildtiere wie Adler, Murmeltiere und Gämsen beobachten. Eine Besonderheit ist im Sommer 2009 und 2010 aufgefallen – damals verfärbte sich der Seealpsee rot. Verursacht wurde dies durch eine besonders hohe Dichte der Alge Tovellia sanguinea. Diese gedeiht besonders gut in nährstoffarmen Kaltwasserseen in Höhenlagen über 1.000 Meter.
Anreise und Parkplatz am Seealpsee
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Öffentlich reist man mit der SBB bis Gossau oder St. Gallen an, ab hier fährt man mit der roten Appenzeller Bahn via Appenzell nach Wasserauen.
Mit dem Pkw
Wer mit dem Auto kommt, fährt nach Wasserauen – hier gibt es nur eine begrenzte Anzahl an kostenpflichtigen Parkplätzen, die an manchen Wochenenden schon in der Früh besetzt sind.
Gut zu wissen
Im Sommer können Fischer am Seealpsee ihrem Hobby frönen. Die Angelsaison beginnt im Mai und endet im September. Angelpatente können bei der Appenzeller Verwaltung gelöst werden, sofern man im Besitz eines Fischereipatents ist. Bei den Gasthäusern vor Ort können zudem in den Sommermonaten Ruderboote gemietet werden. Die Umgebung des Seealpsees ist im Sommer Alpgebiet und Heimat von Kühen und Ziegen. Am Westende des Sees gibt es frische Milch, hausgemachten Lindenblütentee, feinen Alpkäse und die Möglichkeit auf zartere Haut – einem Bad in der Molke sei Dank.
Infos in Kürze
Höhenlage: 1.412 m
Gebirgsgruppe: Alpstein, Säntismassiv, Schweiz
Größe in Hektar: 13,6 ha
Max. Tiefe: 15 m
Wasserqualität: gut
Max. Temperatur der Oberfläche: 20 °C
Fischbesatz: Ja
Mountainbiken erlaubt: nein
Erreichbarkeit im Winter: nein

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