Wiege des Klettersteiggehens in Ramsau am Dachstein
Foto: Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH - Peter Burgstaller
Drahtseilakt in der Vertikalen

Wiege des Klettersteiggehens: Ramsau am Dachstein

Anzeige • 30. Juni 2020

Vor der Kulisse der majestätischen Dachsteinsüdwände erstreckt sich das Sonnenplateau Ramsau inmitten der Region Schladming-Dachstein auf einer Höhe von 1.000 bis 3.000 Metern. Ein wahres Eldorado für Klettersteig-Fans jedes Niveaus: 26 Klettersteige, 175 Jahre Tradition und der längste Klettersteig Österreichs machen die Region und den Ort zum Hotspot für alle Senkrechtstarter.

Hinauf in die Vertikale – 26 Klettersteige für Groß und Klein

Im Dachsteingebirge – auf der südlichen Seite des höchsten Berges der Steiermark gelegen – bietet Österreichs bekanntestes Klettersteig-Revier für jeden Geschmack das richtige Angebot: 26 wunderschöne Klettersteige in allen Schwierigkeitsgraden gilt es in der Region Schladming-Dachstein zu entdecken. Allein 22 davon befinden sich in Ramsau am Dachstein.

Dabei haben Klettersteige hier eine lange Tradition: der älteste Klettersteig der Ostalpen, der „Randkluft-Steig“, führt auf den Hohen Dachstein. Gemeinsam mit den Klettersteigen „Anna“ und „Johann“ bildet er eine Tour mit 1.200 Höhenmetern und damit eine der längsten und anspruchsvollsten Routen der Alpen. Mit „Hias“, „Rosina“ und „Siega“ in der idyllischen Silberkarklamm sind drei Klettersteige auch vom Tal aus schnell erreicht. Ein Kinderklettersteig und drei Jugendklettersteige sowie „Kalis Klettersteiggarten“ komplettieren das facettenreiche Angebot in der Region Schladming-Dachstein.

Klettersteige in Ramsau am Dachstein in Zahlen:

  • 26 Klettersteige in der Region Schladming-Dachstein, 22 davon bei Ramsau am Dachstein,
  • 175 Jahre Klettersteig-Geschichte und der älteste Klettersteig Österreichs,
  • Längster Klettersteig: „Johann“ (800 Höhenmeter),
  • Höchster Vertical Drop Österreichs: 1.200 Höhenmeter (über „Anna“ und „Johann“ auf den Dachstein).

1. Leichte Klettersteige für Einsteiger

Einsteiger wagen ihre ersten Schritte auf dem Drahtseil am besten am Koppenkarstein-Westgrat-Klettersteig. Der durchgehend einfache Klettersteig der Kategorie B ist von der Bergstation Hunerkogel der Dachstein-Glertscherbahn schnell erreicht und bietet vor allem auf der luftigen Seilbrücke über die Austriascharte sagenhafte Tiefblicke.

Ebenfalls leicht, aber dafür ein hochalpines Unterfangen sind der Randkluftsteig und der Schulteranstieg. Man erreicht den Einstieg zu beiden Steigen von der Bergstation Hunerkogel der Dachstein-Gletscherbahn über den ausgetretenen Gletscherpfad zur Seethalerhütte in etwa einer Stunde. Da die Steige stark frequentiert sind, lohnt es sich früh zu starten, um ohne Verzögerungen auf den Gipfel des Dachsteins zu gelangen.

2. Mittelschwere Klettersteige für Aufsteiger 

Wer schon erste Erfahrungen am Klettersteig gesammelt hat, wird sich in der wildromantischen Silberkarklamm wohlfühlen: Der „Hias“ ist zwar als D-Klettersteig nicht mehr wirklich mittelschwer, doch aufgrund seiner Kürze und der Talnähe ist der D-Klettersteig auch für weniger konditionsstarke „Steigler“ geeignet und kann gut mit dem etwas einfacheren „Siega-Klettersteig“ (2 Stellen C/D, sonst B/C) kombiniert werden. 

Die „Anna“, ursprünglich als „Zustiegs-Klettersteig“ zum „Johann“ gedacht, ist für Aufsteiger bereits eine deutliche Ansage und keinesfalls zu unterschätzen: die C/D-Stellen sowie die relativ konstante Schwierigkeit und der anspruchsvolle Abstieg verlangen ordentlich Krafteinsatz und Konzentration. 

Der Klettersteiggarten Stoderzinken eignet sich perfekt, um sein Können im überschaubaren Übungsgelände zu prüfen, bevor es selbstständig in den ersten schwereren, längeren Steig geht. Das Übungsgelände im Gröbminger Land bietet Klettersteige der Kategorien A, B, C, D, E und ist vom Rossfeldparkplatz oder dem Parkplatz am Steinhaus schnell erreicht. Seit heuer neu am Stoderzinken ist der Klettersteig „Peter". Mit seinen 420 Metern ist es die längste Via Ferrata am Stoder und kommt dem Gipfel am nächsten.

Sagenhafte Tiefblicke in der Silberkarklamm am „Rosina-Klettersteig“.
Foto: TVB Ramsau am Dachstein
Sagenhafte Tiefblicke in der Silberkarklamm am „Rosina-Klettersteig“.

3. Schwere Klettersteige für Überflieger

Liebhaber anspruchsvoller Klettersteige finden in den steilen Felswänden des Dachstein-Massivs reichlich Auswahl: Allen voran natürlich der berühmt-berüchtigte „Johann“. – Bis zu 700 m Stahlseil und circa 250 Trittstifte wurden in der legendären Route durch die markante Dachstein-Südwand verarbeitet. Zum Glück muss man gleich zu Beginn beweisen, ob man dem „Johann“ gewachsen ist: die extrem schwierige Einstiegsstelle (E) hat schon etliche Aspiranten abgewiesen.

Nicht wesentlich weniger anspruchsvoll ist der „Sky-Walk-Klettersteig“ (D/E), der in puncto Ausgesetztheit seinem Namen alle Ehre macht. Wer über ausreichend Mut und die entsprechende Armkraft verfügt, wird auf der Route über sehr steile bis überhängende Felspfeiler seine Freude haben.

Auch in der Silberkarklamm gibt es anspruchsvolle Steige – der schwierigste ist der „Rosina-Klettersteig“ (D): Ein vertikaler Drahtseilakt mit sagenhaften Tiefblicken. Einfaches Gelände zum Ausrasten sucht man hier vergeblich, vielmehr ist Armkraft bis zum Ausstieg gefragt. 

Die Kombination der verschiedenen Klettersteige sorgt für noch mehr Action. Dabei sind zwei Varianten besonders beliebt:

  • Die Kombination von Hias-, Rosina- und Siega-Klettersteig ist ein perfektes Halbtages-Programm, das in der gemütlichen Silberkarhütte seinen Ausklang findet.
  • Gemeinsam mit den Klettersteigen „Anna“ und „Johann“ bietet der Randkluftsteig eine Tour mit 1.200 Höhenmetern und damit eine der längsten und anspruchsvollsten Routen der Alpen.
Am Klettersteig Sattelberg können sich kleine Klettersteiggeher langsam an die actionreiche Sportart herantasten.
Foto: photo-austria - Hans-Peter Steiner
Am Klettersteig Sattelberg können sich kleine Klettersteiggeher langsam an die actionreiche Sportart herantasten.

4. Übungsklettersteige für die nächste Generation

Für Kinder und Jugendliche wurde mit „Kali" und „Kala“ am Fuße des Ramsauer Sattelberges eine ideale Einstiegsmöglichkeit in die Welt des „Klettersteigens“ geschaffen. Die nahegelegenen Klettersteige „Heidi“ und „Kalo“ (C/D) bieten sich als kleine Herausforderung für fortgeschrittene Gipfelstürmer an.

5. Für das Plus an Sicherheit: der Kletterschein

Ein Muss für alle, die das Klettersteiggehen einmal ausprobieren wollen, ist der Klettersteigschein. Staatlich geprüfte Bergführer aus Ramsau am Dachstein vermitteln im Rahmen dieser Ausbildung die notwendigen Grundtechniken für das sichere Bewältigen eines Klettersteigs. Außerdem erfahren Teilnehmer Wissenswertes über Ausrüstung, Sicherheit, Tourenplanung und Wetterbeobachtung.

Mit diesen Bergführern in Ramsau am Dachstein bist du auch bei allen anderen Bergabenteuern in der Region sicher unterwegs.

Klettersteig mit Gletscherblick: der Randkluftsteig.
Foto: Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH - Peter Burgstaller
Klettersteig mit Gletscherblick: der Randkluftsteig.

Mit Bergwelten den ersten Klettersteig am Dachstein erleben

Einen perfekten Einblick in das facettenreiche Klettersteig-Revier in Ramsau am Dachstein bietet das Bergwelten Klettersteig-Camp von 

18. bis 20. September 2020 und von 25. bis 27. September 2020. 

Während des Camps lernst du das sichere Begehen von Klettersteigen in Theorie und Praxis und kannst nebenbei die Einzigartigkeit der Region genießen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die aktuelle Klettersteig-Ausrüstung renommierter Hersteller gleich in der Praxis zu testen.

Mehr Information und Anmeldung zum Camp:

Bergwelten Mein erster Klettersteig
Das Bergwelten Klettersteig-Camp in der Ramsau am Dachstein ist auch dieses Jahr im Sommer erlebbar! Die Faszination Klettersteiggehen erleben, mit Bergführern eine neue Sportart erlernen und dabei Ausrüstung testen.

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