Klare Luft und bunte Blätter – das Campen im Herbst hat einen ganz besonderen Reiz.
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Wissen

7 Tipps fürs Campen im Herbst

Anzeige • 6. Oktober 2020

Wer Campen liebt, ist nicht nur im Sommer unterwegs, sondern lebt seine Leidenschaft auch in den Übergangsmonaten aus. Vor allem im Herbst, wenn das Laub bunt wird und Stille einkehrt in der Natur. 

Camping im Herbst stellt aber natürlich deutlich höhere Anforderungen an Camper und Ausrüstung. Darum haben wir vom Bergwelten Magazin 7 nützliche Tipps für dich zusammengetragen, damit das Camping auch im Herbst gelingt und dein nächster Trip rundum erfolgreich wird. Denn im Sommer kann ja schließlich jeder campen.

Darum wirst du es lieben ...

  • Angenehme Temperaturen statt brennender Hitze – besonders bei sportlicher Betätigung wie Wandern & Co ist dies willkommen.
  • Das Beste aus zwei Jahreszeiten – genieße die Kraft der Sommersonne und die Winteroptik mit den schneebedeckten Gipfeln gleichzeitig.
  • Ruhige Campingplätze – besserer Schlaf: Jetzt geht es deutlich gemächlicher zu als in der Hauptsaison.
  • Auf den meisten Stellplätzen ist es in der Nebensaison nicht nur ruhiger, sondern auch günstiger.
  • Mit etwas Glück kannst du in der freien Natur Tiere beobachten, die sich allmählich auf den Winter vorbereiten.
„Zimmer“ mit Aussicht. – So kannst du den Sonnenuntergang genießen.
Foto: unsplash – Will Truettner
„Zimmer“ mit Aussicht. – So kannst du den Sonnenuntergang genießen.

1. Immer in Bewegung bleiben

Wer rastet, der rostet. Gerade an kälteren Tagen sollte man tagsüber nicht allzu lange auf der faulen Haut liegen. Ob Wandern, Mountainbiken, Klettersteiggehen oder eine andere Outdoor-Sportart – erlaubt und erwünscht ist alles, was den Organismus in Schwung bringt und Spaß macht. Wer sich am Tag viel bewegt, hat abends nicht nur einen Bärenhunger und schläft besser ein, sondern wird sich auch über wohlige Wärme am ganzen Körper freuen.

Tipp: Hier findest du die schönsten Wanderungen für den Herbst.

2. Kleidung als Schutz gegen Kälte und Nässe

Logisch, im Herbst ist das Wetter wesentlich abwechslungsreicher als im Sommer: Es gibt einerseits im Tagesverlauf größere Temperaturgefälle, andererseits kann man auch mal einen Tag mit Wind oder gar Regen erwischen. Daher muss die Outdoor-Bekleidung besonders nach ihrer Wind- und Wasserdichte ausgewählt werden. Eine leichte Shell mit Belüftungsschlitzen und verschweißten Nähten schützt zuverlässig vor Nässe und Wind. Auch warme Daunen- oder Primaloftjacken sind bei Kaltwetter-Camping immer eine gute Idee – besonders, wenn sie wasserabweisend und winddicht sind. Funktionsunterwäsche gehört ebenfalls zur Grundausstattung, denn sie hält dich in kühlen Nächten angenehm warm und braucht wenig Platz im Rucksack. Eine Haube sorgt nicht nur nachts für warme Ohren.

Heiße Speisen wärmen von innen und führen dem Körper zusätzliche Energie zu.
Foto: Pixabay – Lisa Redfern
Heiße Speisen wärmen von innen und führen dem Körper zusätzliche Energie zu.

3. Das Zwiebelprinzip ist Trumpf

Als Empfehlung hat sich bei Touren an kalten Tagen das Zwiebelprinzip bewährt: Um sich gut angezogen zu fühlen, fügt man – je nach Anstrengung, individueller Wohlfühltemperatur und Außentemperatur – Lagen hinzu oder zieht sie wieder aus. So kann man beispielsweise im Herbst im Aufstieg mit einem Fleeceshirt unterwegs sein, wirft sich am Gipfel für die kurze Rast in der Sonne eine Weste über und kombiniert diese bei einsetzender Dämmerung mit Primaloft, Kapuze und Haube. Das Tolle am Zwiebelprinzip ist, dass man die meisten Schichten das ganze Jahr über bei allen Outdooraktivitäten einsetzen kann. Clever eingekauft, rechnen sich so hochwertige und teurere Produkte, weil sie immer neu kombiniert und oft getragen werden.

Tipp: Beim Wandern kommt im Herbst einiges an Ausrüstung zusammen. Da ist ein größerer Rucksack praktisch.

4. Feuer – Stimmungsmacher, Herd & Heizung

Draußen in der Natur gibt es keine Zentralheizung. Da kann es abends – wenn die Sonne untergegangen ist – schnell mal richtig frisch werden. Neben warmer Kleidung sorgt ein Lagerfeuer bei Dunkelheit für angenehme Wärme und gemütliche Stimmung. Auch zum Grillen und für die Essenszubereitung lohnt es sich ein Feuerchen zu machen. Feuer ist beim Campen nahezu unverzichtbar – man braucht es zum Kochen, Heizen und nicht zuletzt für die urige Atmosphäre. 

Tipp: Richtig Lagerfeuer machen und wo man überhaupt Feuer machen darf.

Ein Lagerfeuer dient als Heizung, Kocher und sorgt für eine gemütliche Atmosphäre.
Foto: Pixabay – LUM3N
Ein Lagerfeuer dient als Heizung, Kocher und sorgt für eine gemütliche Atmosphäre.

5. Prost Mahlzeit – Wärme von innen zuführen

Ein herzhaftes und vor allem warmes Abendessen tut nicht nur der Seele gut, es füllt auch die leeren Energiespeicher und hält dich nachts warm. Wer noch immer meint, beim Camping gibt es nur Essen aus der Dose, der irrt sich. Mittlerweile gibt es sehr gute Kocher zum Mitnehmen und sogar extra Kochbücher für die Outdoorküche. Gerade wenn es kälter ist, sollte man beim Essen aus dem Vollen schöpfen. Besonders nachhaltig, herzhaft und wärmend sind herbstliche Eintöpfe und ein guter Tee.

Tipp: Ein Eintopf mit weißen Bohnen und Salsiccia ist nicht nur köstlich, sondern wärmt dich von innen.

6. Vielschichtig Schlafen

Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als mitten in der Nach zitternd und frierend aufzuwachen oder erst gar nicht einschlafen zu können. Daher immer sicherheitshalber zum Schlafsack noch ein warmes Inlett, zum Beispiel aus Fleece, dazunehmen und Daunenjacke und Haube in Reichweite legen, falls es doch mal frischer wird als erwartet. Zwischen dich und den kalten Boden sollte möglichst etwas Isolationsmaterial gepackt werden. Alternativ ist eine Luftmatratze mit integrierter Isolierung ideal für das Campen bei kalten Temperaturen. Beim Schlafsack empfehlen sich Modelle mit Komforttemperaturen zwischen 0° C und 10° C. Oft sind das sogenannte 3-Season-Schlafsäcke. 

Tipp: In den Schlafsack schlüpfen und nie mehr frieren. – So gelingt’s.

7. Das richtige „Dach“ über dem Kopf

Der Stellplatz deines Zelts sollte im Herbst wohlüberlegt ausgewählt sein. Der Platz sollte in jedem Fall gut gegen Wind, Regen und Nässe von unten geschützt sein. Stellst du dein Zelt beispielsweise mitten auf einem freien Feld auf, wird es eine kalte Nacht und alles andere als gemütlich werden. Gut beraten ist man außerdem mit einem Drei-Jahreszeiten-Zelt mit großen Apsiden als Stauraum. Diese Zelte sind noch relativ leicht, schützen aber doch zuverlässig vor Wind und Regen. Meist sind die Allrounder aus eher leichteren Stoffen gefertigt und bieten sowohl gute Atmungsaktivität als auch eine angenehme Luftzirkulation. 

Mit einem Dachzelt erlebt man die Welt aus einer neuen Perspektive

Mit Thule darüberstehen

Wer es beim Campen gerne besonders bequem hat, sollte unbedingt mal ein Dachzelt ausprobieren. Diese Zelte sind nicht nur äußerst praktisch und komfortabel, sondern haben auch den gewissen „Wow-Faktor“. Zudem entkommt man auf diese Weise – gerade im Herbst – zuverlässig jeglicher Nässe von unten. Das Tepui Explorer Kukenam 3 von Thule ist ein Zelt für das ganze Jahr, wetterfest bei Regen und Wind und sogar Schnee. Das schimmelresistente und gut belüftete Zelt aus beschichtetem 600 Denier und 260 g-Baumwoll-Polyester bietet Platz für drei Personen und verfügt über vier große Innentaschen für Ausrüstung und Campingzubehör. Eine dichte Schaumstoffmatte sorgt für zusätzliches Wohlbefinden und macht deinen herbstlichen Camping-Trip zum mollig-warmen Erlebnis.

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