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Winter in Österreich

Unterwegs auf Naturrodelbahnen in Österreich

Anzeige • 15. Oktober 2021

Was im Sommer der Forstweg zur Alm ist, ist im Winter eine geniale Naturrodelbahn. Kein Wunder, dass Rodeln längst nicht mehr nur etwas für Kinder ist, sondern sich zu einem lustigen Winterausflug für die ganze Familie etabliert hat, der Wanderung, Hütteneinkehr und eine rasante Abfahrt miteinander kombiniert. Wir stellen euch hier drei Regionen in Österreich und ihre besten Naturrodelbahnen vor. 

Auf die Plätze, fertig, los! Rodeln ist ein Spaß für die ganze Familie.
Foto: Wagrain-Kleinarl Tourismus, Christian Schartner
Auf die Plätze, fertig, los! Rodeln ist ein Spaß für die ganze Familie.

Das Rodeln auf Naturrodelbahnen hat sich in Österreich zu einer der beliebtesten Winteraktivitäten von Einheimischen wie Gästen entwickelt. Für Almen und Hütten zahlt es sich daher aus, auch im Winter geöffnet zu haben, manche bieten sogar Shuttle-Services zur Alm an und viele Rodelbahnen werden abends beleuchtet. In Skigebieten verlängern Seilbahnen teilweise an ausgewählten Tagen ihre Betriebszeiten und transportieren Rodler samt Rodel auf den Berg. 

Unsere drei Rodel-Regionsempfehlungen für euch haben jede Menge Spaß und Action zu bieten: 

1. Wilder Kaiser – Tirol

Vier Rodelbahnen, verteilt auf insgesamt 12 Kilometer Länge, stehen am Wilden Kaiser in den Gemeinden Going, Söll, Ellmau und Scheffau zur Verfügung. Dabei sind die Bahnen nicht nur bestens präpariert, sondern werden an ausgewählten Tagen auch abends beleuchtet, so dass sogar in der Nacht gerodelt werden kann. Auch die Bergbahnen Söll und Going haben sich darauf eingestellt und halten an diesen Tagen länger geöffnet, um die Rodler zu den Ausgangspunkten zu bringen. 

Hier unsere zwei Rodelbahn-Favoriten, auf denen auch Nachtrodeln möglich ist:

Rodelbahn Astberg

  • Ausgangspunkt: Ellmau Pfarrkirche
  • Länge: 4,5 km; Höhenunterschied: 550 m 
  • Gehzeit: 1 h 30 min zu Fuß oder bequem mit der Astbergbahn
  • Einkehrmöglichkeit: ja
  • Beleuchtet: ja

Rodelbahn Hexenritt

  • Ausgangspunkt: Söll – Talstation Hexenwasser-Gondelbahn
  • Länge: 3 km; Höhenunterschied: 410 m 
  • Gehzeit: 1 h zu Fuß oder bequem mit der Hexenwasser-Gondelbahn
  • Einkehrmöglichkeit: ja
  • Beleuchtet: ja
Rodeln am Astberg in der Region Wilder Kaiser

2. Wagrain-Kleinarl – Radstädter Tauern, Salzburg 

Wer in Wagrain-Kleinarl zu Besuch ist, der sollte zumindest einmal einen Rodelausflug zur Kleinarler Hütte machen. Die urige Hütte auf 1.754 m lädt auch im Winter zur Einkehr ein. Für die Winterwanderung zur Hütte sollte man rund zwei Stunden Gehzeit einplanen. Wer allerdings nicht so viel Zeit in den Aufstieg investieren möchte, dem steht auch der praktische Rodelexpress zur Verfügung: Der Hüttenwirt der Kleinarler Hütte holt bis zu acht Rodler persönlich mit dem Ski-Doo beim Parkplatz Hirschleiten ab und bringt sie zur Hütte. 

Rodelbahn Kleinarler Hütte 

  • Ausgangspunkt: Kleinarl, Parkplatz Hirschleiten
  • Länge: 6,5 km; Höhenunterschied: 550 m 
  • Gehzeit: 2 h zu Fuß oder mit dem Rodelexpress (Tel.: +43 664 37 09 977)
  • Einkehrmöglichkeit: ja
  • Beleuchtet: nein

Ein heißer Tipp für alle „Abendrodler“ ist zudem die 2,5 Kilometer lange Strecke bei der Jausenstation Ennskraxn, die nach Einbruch der Abenddämmerung beleuchtet wird. 

Rodelbahn Jausenstation Ennskraxn

  • Ausgangspunkt: Kleinarl Zentrum
  • Länge: 2,5 km; Höhenunterschied: 180 m 
  • Gehzeit: 30 min. zu Fuß 
  • Einkehrmöglichkeit: ja
  • Beleuchtet: ja
Naturrodelbahn Kleinarler Hütte

3. Region Innsbruck – Stubaier Alpen

In kaum einer Gegend in Österreich gibt es so viele Rodelbahnen wie in der Region Innsbruck. Von leichten, familienfreundlichen bis hin zu rasanten und recht anspruchsvollen Bahnen wird hier alles geboten, was das Rodlerherz von Groß und Klein höherschlagen lässt. 

Wir stellen euch hier unsere zwei Favoriten vor, beide in den Stubaier Alpen gelegen und doch sehr unterschiedlich:

Besonders familienfreundlich und ruhig ist die Rodelbahn Gleirschalm ausgehend vom Bergsteigerdorf St. Sigmund im Sellraintal. Der Anstieg zur urigen Alm dauert rund eine Stunde und die Abfahrt ist durch das moderate Gefälle der Bahn auch für Kinder problemlos möglich. 

Rodelbahn Gleirschalm

  • Ausgangspunkt: Bergsteigerdorf St. Sigmund im Sellraintal
  • Länge: 2 km; Höhenunterschied: 160 m 
  • Gehzeit: 1 h zu Fuß 
  • Einkehrmöglichkeit: ja
  • Beleuchtet: nein

Rasanter geht es am Rangger Köpfl zu: Hier steht mit 8,1 Kilometer die längste Rodelbahn in der Region rund um Innsbruck zur Verfügung. Im Angebot der Gästekarte Welcome Card ist die Gondelfahrt bis zum Start der Rodelbahn inkludiert. 

Rodelbahn Rangger Köpfl

  • Ausgangspunkt: Oberperfuss, Talstation der Seilbahnen Oberperfuss
  • Länge: 8,1 km; Höhenunterschied: 952 m 
  • Gehzeit: 3 h zu Fuß oder mit der Gondelbahn
  • Einkehrmöglichkeit: ja
  • Beleuchtet: ja
Rund um Innsbruck gibt es unzählige Rodelbahnen

Gut zu wissen

Zum Rodeln braucht man im Prinzip nicht viel an Ausrüstung: Eine warme, wasserdichte Winterbekleidung, feste Schuhe, Mütze, Handschuhe und eine Skibrille hat man im Winterurlaub ohnehin immer dabei. Für Kinder ist ein Helm empfehlenswert. Wer abends unterwegs ist, sollte eine Stirnlampe einpacken. 

Tipp: Nicht immer muss man eine eigene Rodel mitbringen. In vielen Regionen können Rodeln direkt bei der Alm oder an den Talstationen von Gondelbahnen, in Sportgeschäften oder Gasthäusern ausgeliehen werden. 

Warmer Tee und eine Jause sollten bei einem Rodelausflug nicht fehlen.
Foto: ASA12 Gregor Kuntscher
Warmer Tee und eine Jause sollten bei einem Rodelausflug nicht fehlen.

Sicherer Winterurlaub 

Die drei angeführten Regionen Innsbruck, Wilder Kaiser und Wagrain-Kleinarl setzen – wie ganze Österreich – auf ein gut durchdachtes Covid-Sicherheitskonzept, sodass ihr euren Urlaub sicher und entspannt verbringen könnt. Detaillierte Informationen findet ihr auf den jeweiligen Tourismusseiten der Regionen. Bewegung an der frischen, kalten Winterluft stärkt zudem das Immunsystem, Stress wird abgebaut und die Wintersonne tut der Seele gut. 

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