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TV-Tipp: Hochschwab – Hausberg eines Prinzen

Aktuelles • 1. April 2019

Der Hochschwab ist das mächtigste Bergmassiv am östlichen Rand der Alpen. Bereits 1803 durchschritt der junge Erzherzog Johann diesen weitläufigen Gebirgsstock der steirischen Kalkalpen. Eine Tour, die bis heute Spuren hinterlassen hat. ServusTV zeigt die Bergwelten-Dokumentation am Montag, den 1. April 2019.

Erzherzog Johann am Hochschwab
Foto: ServusTV / Pre TV
Bereits 1803 besteigt Erzherzog Johann mit 2 Begleitern das Hochschwabmassiv

Die Vielfalt des karstigen Gebirgsstocks in der Steiermark wurde schon vor mehr als 200 Jahren von Erzherzog Johann erkundet: „Ich war der erste Tourist“, schrieb der „steirische Prinz“, als er 1803 im Alter von nur 21 Jahren die erste dokumentierte Überschreitung des Hochschwab-Massivs in den steirischen Kalkalpen unternahm. Bergwelten folgt in dieser Ausgabe der Pioniertat des jungen Habsburgers, der in der Doku vom Steirer Christoph Schmied verkörpert wird. Parallel dazu folgen Bergsteiger unserer Tage seinen Spuren – und entdecken ein Gebiet, das in seiner rauen Schönheit ursprünglich und unverfälscht geblieben ist.

Die Hochschwab-Pioniere

So erkundet der Extrembergsteiger Hans Goger die schönsten Routen auf den Gipfel und erinnert sich an jene Zeit, als der Hochschwab seine alpinistische Kinderstube war. Das ist zwar schon ein paar Jahrzehnte her, doch Goger ist dem Berg stets treu geblieben. In den Weiten des karstigen Massivs bereitet er sich auf seine Expeditionen vor – sei es nach Alaska, Kanada oder in den Himalaya.

Hans Goger
Foto: ServusTV / Pre TV
Extrembergsteiger Hans Goger am Hochschwab

Ebenfalls am Hochschwab großgeworden ist der Turnauer Bergführer Christian Leitinger.  Er durchklettert die schwierige Südost-Route der Stangenwand und erinnert dabei an einen weiteren Hochschwab-Pionier – den steirischen Kletterer Raimund Schinko, der 1938 bei der damals noch drei Tage dauernden Erstdurchsteigung bereits vom 7. Grad sprach, obwohl zu dieser Zeit die Schwierigkeitsskala offiziell bei 6 endete.

Heimat der Gämsen

Der Revierjäger Bernhard Schatz wiederum gibt Einblick in das vielfältige Leben der Wildtiere am Hochschwab. Der 60 km lange und 15 km breite Gebirgszug gilt als eines der gämsenreichsten Gebiete Mitteleuropas. Dafür sorgte wiederum Erzherzog Johann, der auch als Jäger ein Reformer war und sich sehr für diese Wildart einsetzte.

Heute leben im Hochschwab-Gebiet neben hunderten Gämsen auch mehr als 500 Steinböcke. Aber auch Rotwild, Murmeltier, Auer- und Birkwild sowie der Steinadler zeugen von einem der größten Gebiete alpiner Wildnis in Österreich.

Wildes Wasser

An der Nordseite des Hochschwabs hat sich in den letzten 20 Jahren ein wahres Wildwasser-Eldorado entwickelt.

Kajaker Salza
Foto: ServusTV / Pre TV
Kajaker auf der Salza

Die Salza, der längste unverbaute Fluss des Landes, ist mittlerweile zu einem Hotspot der internationalen Wildwassersport-Szene geworden. Hier folgen wir den beiden Kayakern Christian Weizer und Sebastian Buchta, die an der Salza sowohl sportliche Herausforderung als auch genussvolle Paddeltouren in einer intakten Naturlandschaft suchen und finden.

TV-Tipp

ServusTV zeigt die Bergwelten-Doku „Hochschwab – Hausberg eines Prinzen“ am Montag, den 1. April 2019, um 20:15 Uhr in Österreich und um 21:15 Uhr in Deutschland.

Mehr zum Hochschwab

Wer bei der Hochschwab-Besteigung eine Übernachtung einplant, kann sich auf einen atemberaubend schönen Sonnenuntergang gefasst machen. Fotograf Christian Steinbrenner hat einen davon festgehalten.

Sonnenuntergang auf das Schiestlhaus am Hochschwab
Fotograf Christian Steinbrenner nimmt uns zum Sonnenuntergang mit auf den wunderbaren Hochschwab (2.277 m) in der Steiermark. Mit dabei: Lebensgefährtin Claudia und Hündin Oxi.

Die passende Zwei-Tages-Tour stellen wir euch hier vor:

Das futuristisch wirkende Schiestlhaus in der Hochschwabgruppe liegt nahe des Gipfels auf 2.154 m Höhe
Auf dem 2.277 m hohen Bergmassiv in der Steiermark wandert man fast ständig über Wasser. Denn 60 Prozent des Wiener Trinkwassers kommen über die II. Wiener Hochquellwasserleitung von hier. Ein bedeutsames Wasserreservoir und Ruheoase gleichermaßen. Also haben wir euch – passend zum langen Wochenende – eine zweitägige Rundtour mit Übernachtung auf dem Schiestlhaus zusammengestellt.  

Weitere aussichtsreiche Touren findet ihr hier:

Wandern am Hochschwab
Gänsehaut bei einer Jamsession im Schiestlhaus und beim ­Höhlenwandern. Gänsehaut am Sackwiesensee, im Bösen Wald und beim Bodenbauer. Am Hochschwab kribbelt’s einfach überall.

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