
So trainierst du für die Hoch-Tirol!
Foto: Jozef Kubica
von Heinrich Lechner
Neben den alpintechnischen Anforderungen sollten deshalb vor allem die konditionellen und mentalen Faktoren stimmen. So kann man die Tour nicht nur genießen, sondern auch auf Leistungsreserven zurückgreifen.
1. Allgemeines Ausdauertraining
Um sich optimal auf die Hoch-Tirol vorzubereiten, sollte man zwei Mal pro Woche Grundlagentraining betreiben, also während des Trainings (z.B.: Laufen) innerhalb dieser Herzfrequenz bleiben. Man startet mit zwei einstündigen Trainings pro Woche und steigert sich zu zwei eineinhalbstündigen Trainings. Halte ausreichende Pausen von mindestens 24 Stunden zwischen den Grundlageneinheiten.
Am Wochenende sollte zusätzlich zumindest eine längere Ski- oder Bergtour mit Stöcken (mindestens 3 h Anstieg) absolviert werden. Wer vor hat, die Hoch-Tirol ab Mitte März zu gehen, sollte spätestens ab Ende Jänner wöchentlich 1 – 2 x auf den Skiern stehen!
Nach etwa vier bis sechs Wochen baut man zusätzlich in diese Trainings kurze intensivere Intervalle ein. Das heißt, man steigert die Herzfrequenz durch schnelleres Laufen oder einen schnelleren Anstieg für etwa 60 Sekunden auf eine Belastungsrate von 80-85%. Danach geht man eine weitere Minute wieder im Grundlagenbereich. Diese Intervalle wiederholt man einige Male.
In den letzten drei Wochen vor Tourenantritt sollte man den Körper an die dortigen Gegebenheiten gewöhnen: längere Touren, die den Etappen in Dauer und auch Höhe ähnlich sind. Das Höhentraining wird oft unterschätzt, ist aber wichtig!
2. Kraftausdauertraining

Ein Bein nach hinten stellen oder auf einem Sessel ablegen. Die Fußspitze zeigt nach vorne, das vordere Knie befindet sich immer oberhalb des Sprunggelenkes. Blick geradeaus, Rücken gerade, 2 – 3 x 10 – 20 Wiederholungen je Bein.
3. Ergänzende Übungen

In Rückenlage, Beine aufgestellt, drück die Fersen in den Boden und ziehe mit den Armen gleichzeitig oder abwechselnd links/rechts in Richtung deiner Fersen. 3 – 5 x 10 – 15 Wiederholungen (oder mehr) mit kurzen Pausen bis zur Ermüdung.


Schultern über den Handflächen, hebe und senke abwechselnd ein gestrecktes Bein bis in die Waagerechte. Ca. 2 x 15 Wiederholungen pro Seite
Dehne außerdem regelmäßig die beanspruchten Muskelgruppen – auch nach jeder Skitour – z. B. die Oberschenkel-Vorderseite, die Hüftbeuger und die vom schweren Rucksacktragen angespannte Brustmuskulatur.
4. Mentale Einstellung und Stärke
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