
So funktioniert der LVS-Check
Foto: ARochau / Adobe Stock
von Riki Daurer
- Haben alle Gruppenmitglieder ein LVS-Gerät mit?
- Funktioniert jedes LVS-Gerät – das heißt: Kann jedes Gerät sowohl „Senden“ als auch „Suchen“?
- Kann jedes Gruppenmitglied sein LVS-Gerät bedienen?
- Weiß jeder, wo die Gruppenmitglieder ihr LVS verstaut haben, und kann jeder jedes vorhandene Gerät „ausschalten“?
- Ist jedes Gerät für die Tour auf „Senden“ gestellt und richtig verstaut?
Das könnte dich auch interessieren

Alpinwissen
LVS: Wie trägt man es richtig?
Ein LVS (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät) gehört neben Schaufel und Sonde zur Standardausrüstung für jeden Skitourengeher und für jede Freeriderin – darüber gibt es keine Diskussionen. Sehr wohl aber zur Frage, wo und wie diese LVS nun getragen wird. Wir klären auf.

Alpinwissen

Großer und kleiner Check
(Aus Sicht des „Checkers“)
- Alle Gruppenmitglieder schalten ihre LVS-Geräte in den „Sende“-Modus. Ist das Gerät hochgefahren, kontrolliert nun jeder den angezeigten Batteriestand. Danach werden alle Geräte in den „Such“-Modus geschalten.
Gut zu wissen: Jedes moderne LVS-Gerät führt beim Aktivieren des „Sende“-Modus einen Selbsttest durch und warnt am Display vor etwaigen Problemen.
Bemerkt man, dass ein Gruppenmitglied bereits hier Schwierigkeiten mit der grundlegenden Bedienung seines LVS hat, sollte man überlegen, anstelle der Tour einen LVS-Trainingstag einzulegen ...
Bei dieser Gelegenheit sollte man auch gleich abklären, ob jeder die Geräte aller beteiligten Gruppenmitglieder kennt und diese auch ausschalten kann – was im Notfall durchaus relevant werden kann. - Der „Checker“ stellt sein LVS-Gerät jetzt in den „Sende“-Modus. Nun gehen alle anderen Gruppenmitglieder nacheinander in einer Spur an ihm vorbei.
- Die LVS-Geräte der passierenden Gruppenmitglieder sind im „Such“-Modus. Im Abstand von circa 2 bis 3 Metern gehen sie nun nacheinander am „Checker“ vorbei, der sein LVS-Gerät dabei so hält, dass der Abstand zum jeweils Vorbeigehenden nie unter einem Meter beträgt. Alle Gruppenmitglieder sind während des Passierens dazu angehalten, die auf ihren Geräten angezeigte Entfernung mitzuteilen, die natürlich schlüssig sein muss – „12 Meter“ zum Beispiel wären zu viel und damit ein Indikator dafür, dass mit dem LVS-Gerät etwas nicht stimmt.
- Haben alle Gruppenmitglieder den „Checker“ passiert, bleiben sie in einer Spur im Abstand von 2 bis 3 Metern stehen. Überprüft wurde in diesem ersten Teil nun, ob das LVS-Gerät des „Checkers“ senden kann und die Geräte der restlichen Gruppenmitglieder suchen können.

(Aus Sicht des „Checkers“)
- Der „Checker“ stellt sein LVS-Gerät jetzt in den „Such“- beziehungsweise „Gruppencheck“-Modus. Die restliche Gruppe stellt ihre Geräte in den „Sende“-Modus.
Gut zu wissen: Beinahe alle modernen LVS-Geräte besitzen einen eigenen Modus für den LVS-Check (Gruppencheck-Modus). Dieser hat mehrere Vorteile gegenüber dem „Such“-Modus und soll beim LVS-Check verwendet werden. - Der „Checker“ geht nun seitlich an den hintereinander gereihten Gruppenmitgliedern vorbei und kontrolliert deren Signal. Sein LVS-Gerät im Gruppencheck-Modus warnt ihn, wenn er dabei einem sendenden LVS-Gerät zu nahe (unter einem Meter) kommen sollte.
- Nachdem alle Geräte der Gruppe kontrolliert worden sind, befindet sich der „Checker“ nun an der Spitze der Gruppe. Er stellt sein LVS-Gerät nun ebenfalls in den „Sende“-Modus und verstaut es.


Lass dich inspirieren

Alpinwissen

Lass dich inspirieren