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Red Bull Gipfelstürmer

Profi-Tipps: Ernährung und Muskelkater

• 1. August 2019
von Katrin Rath

Wer im Winter Höchstleistungen erbringen will, muss auch im Sommer trainieren. Darum zieht es Profis wie Freeriderin Nadine Wallner, Snowboarder Benny Karl und Biathlet Julian Eberhard auch in den warmen Monaten zum Trainieren in die Berge – Biken, Wandern und Laufen stehen auf dem Programm. Die drei sammeln fleißig Höhenmeter für Red Bull Gipfelstürmer und haben wertvolle Tipps zu den Themen Ernährung und Muskelkater (ja, auch Profis trifft's mal) für euch parat.

Snowboarder Benjamin Karl zieht es auf im Sommer in die Berge – wie hier beim Red Bull Dolomitenmann
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Ernährung

Die Ernährung spielt eine große Rolle beim Höhenmeter-Sammeln am Berg. Isst man zu viel, liegt einem die Mahlzeit unangenehm im Bauch, isst man zu wenig, fehlt Energie. Die Profis verraten, was sie vor ihren Touren essen, welche Snacks unterwegs immer im Rucksack sind und was danach auf den Tisch kommt.

Vor der Tour

„Ich versuche knapp vor dem Laufen nichts Schweres mehr zu essen, das liegt im Magen und benötigt zu viel Energie für die Verdauung“, weiß Freeriderin Nadine Wallner. Auch Benjamin Karl und Julian Eberhard setzen auf leichte, ausgewogene Kost am Tag der Belastung. Für den Snowboarder darf es am Tag davor aber gerne mal ein großes Stück Steak sein: „Das gibt mir meistens Energie bis zum nächsten Tag zu Mittag.“ In der Woche davor setzt er zudem auf eine Kohlehydrat-reiche Ernährung. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Während der Tour

Geschmäcker sind verschieden – so auch, wenn es um die Jause für unterwegs geht. Während Nadine Wallner immer Schokolade und Riegel dabei hat, ist es bei Julian Eberhard ein mit Käse gefüllter Kornspitz. „Der schafft es aber leider nur sehr, sehr selten auf den Gipfel – weil er einfach so gut ist!“, gibt der Biathlet lachend zu.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Benny Karl hat hingegen immer Energieriegel und -gels im Rucksack: „Sie halten meinen Energiehaushalt auch auf sehr langen Touren im Gleichgewicht und sind leicht verträglich.“ 

Zusätzlich haben die drei immer genügend Wasser mit und Nadine Wallner setzt auf Touren mit Brunnen und anderen Trinkmöglichkeiten. Benjamin Karl trinkt mindestens einen halben Liter pro Stunde, Julian Eberhard sogar das Doppelte. Was im Rucksack auf keinen Fall fehlen darf? „Ein Red Bull als Backup, wenn nichts mehr geht – oder einfach zum Genießen“, ergänzt Benni. Nadine trinkt Red Bull „für Energy zwischendurch“ und Julian am Gipfel „weil ich auch für den Rückweg noch Energie brauche.“

Nach der Tour

Nach der Belastung darf man dann ruhig ordentlich zuschlagen beim Essen: „Speicher auffüllen ist wichtig – für die Regeneration und das Training an sich“, verrät Nadine und auch Benny lässt es sich im Tal gut gehen. Er gönnt sich, wenn irgendwie möglich, eine Portion Kaiserschmarrn. 

Muskelkater

Ja, auch Profi-Sportler wie Benjamin Karl sind nicht vor Muskelkater gefeit: „Als Sportler versucht man jeden Muskel auf verschiedenste Art zu beanspruchen, damit der Muskel keinen Gewöhnungseffekt hat und jedes Mal ,lernt' mit der neuen Beanspruchung bestmöglich umzugehen. Und jedes Mal wenn das passiert, hab ich Muskelkater.“ Für Nadine Wallner ist Muskelkater „ein Zeichen, dass man einen neuen Reiz oder Muskeln, die auf ,Standby' waren wieder aktivieren musste.“

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Tipps gegen fiesen Muskelkater

Während Nadine auf Dehnen, Sauna und regenerative Bewegung setzt, hat Julian einen ganz speziellen Trick parat: „Ich schaue nach der Belastung, dass ich einen kleinen Gebirgssee oder Bach finde, in dem ich die Beine abkühlen kann.“ Um Muskelkater vom bergab Gehen zu verhindern, macht der Biathlet eher kleine Schritte und vermindert so die Belastung auf die Muskulatur: „Runtertrippeln und dann kann eigentlich nix passieren.“

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  • Wie man verhindert, dass Muskelkater überhaupt entsteht? „Nie ans Limit gehen! Aber das wäre doch auch langweilig“, stellt Benny Karl fest und ergänzt: „Ist der Muskelkater nicht zu wild – denn dann hätte man den Muskel deutlich überfordert – dann freu ich mich immer. Denn der Körper lernt daraus, repariert die geschädigten Fasern und macht sie noch stärker, um dann beim nächsten Mal für die Beanspruchung bereit zu sein.“ Auch für Nadine Wallner ist der Schmerz nach dem Sport nicht unbedingt etwas Negatives: „Es ist auch schön, direktes Feedback vom Körper zu bekommen!“

    So geht's weiter

    Nächste Woche verraten die drei Athleten dann, wie man steile Passagen am besten bewältigt – und so den Höhenmeter-Zähler für Red Bull Gipfelstürmer weiter in nach oben treibt.

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