Foto-Blog

Bergfotografie: Weniger ist mehr

Fotogalerie • 28. Januar 2016
von Günter Zöhrer

Für mich als Landschaftsfotograf ist die Bergwelt Motivfindung und Achtsamkeitsschulung gleichzeitig. Wie viele andere Bergsteiger bin auch ich immer wieder fasziniert von der unfassbaren Weite und der beruhigenden Stille, die in den Bergen vorherrscht.

Blaue-Stunde
Foto: Günter Zöhrer
Blaue Stunde am Berg
Bluntautal
Foto: Günter Zöhrer
Im Bluntautal
Mond am Berg
Foto: Günter Zöhrer
Der Mond hängt überm Berg

Fotografieren und Bergsteigen ergänzen sich ganz wunderbar, es vereint Anstrengung und Entspannung. Es ermöglicht einen bewussten Blick auf das, was uns in den Bergen umgibt: Schönheit und Stille.

Tribulaungruppe
Foto: Günter Zöhrer
Die Tribulaungruppe

Als Bergfotograf muss man nicht unbedingt über die extremste Route auf einen Gipfel steigen. Eigentlich muss man gar keinen Gipfel erklimmen. Das klingt zwar für einen Bergsteiger ungewöhnlich, hat aber vor allem beim Fotografieren seine relevante Berechtigung.

Middleearth
Foto: Günter Zöhrer
Ein Bild wie aus einem Fantasy-Roman von Tolkien

Zum Fotografieren ist es von Vorteil, wenn man sich eine Location sucht, die einen persönlich anspricht und zudem leicht erreichbar ist. Und das muss eben nicht immer der Gipfel sein. Oft stimmt der Spruch: „Weniger ist mehr“.

Dreitorspitze
Foto: Günter Zöhrer
Die Dreitorspitze im Nebel

Bekannte Gipfel sind heutzutage oft überlaufen. „Weniger ist mehr“ hat aber auch bei der Anzahl der Fotos seine Gültigkeit. Statt 400 nur 40 Fotos zu machen fällt zwar mir auch immer wieder sehr schwer, denn die Natur ist in alle Richtungen überwältigend. Eine gute Übung hier ist, seine Aufmerksamkeit auf einen individuellen Punkt zu richten und sich dabei bewusst einschränken.

Seekarkreuz
Foto: Günter Zöhrer
Glühender Himmel über grauen Gipfeln

Wie geht man dabei am besten vor? In der Fotografie versuche ich, Emotionen einzufangen. Dies funktioniert aber nur, wenn der Köper bereit ist, sich zu entspannen. Dazu liefert uns das Bergsteigen den nötigen Impuls.

Kirchsee
Foto: Günter Zöhrer
Spiegelung im Kirchsee

Deine Motive musst du dir erwandern, denn körperliche Betätigung führt zu innerer Ruhe. Ich nenne das die „Gehzeit“, sie entlädt überschüssige Energie, auch in gedanklicher Form. Ist man an einem besonderen Ort angekommen beginnt die „Ruhezeit“.

Bergfotografie
Foto: Günter Zöhrer
Bergfotografie

Die „Kreativzeit“ sind jene Momente, in denen du fotografierst. Nicht die Technik ist hier wichtig, sondern der Mensch! Die „Emotionszeit“ ist das, was nach dem Fotografieren kommt. Du bist positiv aufgeladen, freust dich über das Erlebte und nimmst die emotionalen Momente mit nach Hause.

Gehzeit – Ruhezeit – Kreativzeit – Emotionszeit: Eine Anleitung für das optimale Panorama. Reduziere dich auf einzelne Abschnitte bei dem was du siehst, auch gedanklich. Probier es: „Weniger ist mehr“, funktioniert ganz wunderbar!

Ahornboden
Günter ist promovierter Ethnologe, diplomierter Architekt und selbständiger Fotograf. Die Fotografie begleitet ihn schon sein ganzes Leben lang – in diesem Artikel erklärt er uns, was es heißt, die Kraft des Sehens für ein gelungenes Bergfoto einzusetzen.
Wandern • Kärnten

Dobratsch ab

Dauer
2:45 h
Anspruch
T1 leicht
Länge
7,6 km
Aufstieg
518 hm
Abstieg
418 hm
Rodeln • Bayern

Wallberg

Dauer
0:50 h
Länge
8,6 km
Aufstieg
834 hm
Abstieg
834 hm
Gleiwitzer Hütte
Hütte • Salzburg

Gleiwitzer Hütte (2.176 m)

Die Gleiwitzer Hütte (2.176 m) steht im Nationalpark Hohe Tauern, südlich von Zell am See zwischen Fusch an der Glocknerstraße und den Kitzsteinhorn Bergbahnen in Salzburg. Sie ist umgeben von alpiner Urlandschaft und den zum Hohen Tenn, zur Schneespitze, zu Zwing- und Bauernbrachkopf über die 3.000er-Marke aufragenden Tauern-Berge der Glocknergruppe. Die Lage der Hütte verschafft Besuchern Ausblick auf das Hirzbachtal, in die Kitzbühler, die Berchtesgadener Alpen sowie auf die Loferer und Leoganger Steinberg. Außerdem erfordert ihre Lage einen zumindest mehr als dreistündigen Anmarsch. Die Wege aus Fusch und Bruck an der Glocknerstraße oder von der Kapruner Seite zum Schutzhaus erfordern keine besonderen Fähigkeiten außer Konditionsstärke. Die Gleiwitzer Hütte wird ab Juni 2017 von Antje Böttcher und Wolfgang Kräh bewirtschaftet.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Innsbrucker Hütte
Die Innsbrucker Hütte (2.369 m) liegt in den Stubaier Alpen, die eine Gruppe der Österreichischen Zentralalpen sind und südwestlich von Innsbruck liegen. Sie ist Wanderern entweder der Start- oder der Endpunkt der Begehung des hochalpinen Stubaier Höhenweges. Bergsteiger starten von hier aus auf den Habicht. Klettersteig-Geher erklimmen die Ilmspitze. Der Habicht (3.277 m) zählt zu den eindrucksvollsten Aussichtsbergen in der Region. In unmittelbarer Nähe der Hütte finden sich ein hauseigener Übungs-Klettersteig und ein Klettergarten. Der Alfaier See in unmittelbarer Nähe bietet gerade im Hochsommer willkommene Erfrischung erhitzter Wanderer- und Bergsteiger-Beine.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

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