Wir lassen Gries hinter uns und machen uns auf
den Weg zur Amberger Hütte. Der gesamte Zustieg führt am Fischbach entlang, das Wasser und sein Rauschen sind hier das prägende Element. Kaum vorstellbar, dass von einem so mächtigen Bach nur mehr ein kleines Rinnsal übrig bleibt, um in einem anderen Tal ein Staubecken zu füllen. Nach einer guten Stunde erreichen wir die
Sulztalalm, hinter dem Stadel mäandert der Fischbach mit vielen Seitenarmen durch das flachere Gelände. Ein idyllisches und vielfältiges Landschaftsbild, wie man es nur mehr selten sieht. „In solchen Bereichen finden sich besonders viele und artenreiche Habitate“, informiert Anna Schöpfer, Limnologin der Universität Innsbruck, „Forellen, Wasserinsekten, Algen. Durch die Kraftwerkserweiterung wird dieses Ökosystem dann praktisch tot sein.“ Aber Fische könne man halt nicht streicheln, sie bekämen weniger Mitleid.