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Rallyes und Klettersteige

Matthias Walkner: Warum ich Klettersteige liebe

• 23. Januar 2018

Matthias Walkner, Motocrossfahrer aus Salzburg, gewann als erster Österreicher die Motorradwertung der Rallye Dakar. Für das Bergwelten Klettersteig Spezial im Sommer 2017 sprach er mit uns über Überwindung und Erfolg.

Matthias Walkner
Foto: Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool
Matthias Walkner
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Als ich das erste Mal einen Klet­tersteig gegangen bin, habe ich etwas ziemlich Überraschen­des über mich selbst gelernt: Ich hatte Höhenangst. Das hätte ich nie ge­dacht. Immerhin bin ich als Rallyefahrer an stressige Situationen gewöhnt. Aber als ich da in die Tiefe geblickt habe, haben mir schon die Knie geschlottert.

Umso beeindruckender war es, am Aus­stieg zu stehen und auf das zurückzubli­cken, was ich geschafft habe: dass ich durch eine Schlucht geklettert bin, in der man zwischen zwei Wänden die Beine versprei­zen muss, um sich hochzustemmen. Die Gämsen haben auf uns heruntergeschaut, als wären wir Artgenossen.

Klettersteig zu gehen ist für mich ähn­lich wie Rallye zu fahren: Das Erlebte ist intensiver und bleibt nachhaltiger im Ge­dächtnis, weil du dich überwinden musst und das Erfolgserlebnis größer ist.

Matthias Walkner bei der Rallye Dakar
Foto: Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool
Matthias Walkner bei der Rallye Dakar

Außerdem sind Klettersteige ein super Training fürs Motorradfahren, auch wenn die zwei Sportarten auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Aber du übst im Klettersteig, dich auf jeden Griff zu konzentrieren, und entwickelst einen Blick fürs Gelände: Hält der Stein? Kann ich dort hinsteigen? Gerade wenn man dabei wacke­lige Knie bekommt, muss man sich umso genauer vergewissern. Auch beim Rallye­ fahren darf man keinen Fehler machen.

Und Klettersteiggehen stärkt den Körper – man bewegt sich ja wirklich auf Händen und Füßen den Berg hinauf. Das fördert Rumpfstabilität und Körperspannung.

In beiden Sportarten musst du jeden­falls deinen eigenen Rhythmus finden. Nur so kommst du sicher ans Ziel.

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