
Bewegliche Ferse: Die Kingpin Tourenbindung von Marker im Test
Foto: Marker
von Gerald Valentin
Höherer Komfort beim Einstieg
Die Konstruktion des Hinterbackens bietet im Vergleich zu herkömmlichen Pin-Bindungen – bei denen zwei Stahlstifte in die Sohle des Schuhs einrasten – wesentlich besseren Halt. Durch die breitflächige Fixierung der Ferse ergibt sich eine optimale Hebelwirkung die in eine effizientere Übertragung der Kraft auf den Ski mündet. Im Aufstieg hat sich der Hinterbacken jedoch als anfällig für lästige Anpappen von Schnee geoutet.
Für die seitliche und frontale Freigabe der Ferse können beim Modell Kingpin 10 Auslösewerte zwischen 5 und 10 eingestellt werden. Die stärkere Kingpin 13 erlaubt Z-Werte bis 13. Beide Modelle sind ISO-zertifiziert und in der Länge 25 mm weit zu verstellen. Leider sind nicht alle Tourenschuhe mit dem Hinterbacken kompatibel.
Kein Leichtgewicht
Testergebnis: Die Kingpin von Marker ist eine hochwertig gearbeitete und funktionelle Tourenbindung mit nur kleinen Mängeln. Das hohe Sicherheitspotential erlaubt schnelle Runs, ohne ständig von der Angst begleitet zu werden, dass sich die Bindung ohne Grund öffnet. Mit einer Auslösemöglichkeit am Vorderbacken könnte diese Sicherheit noch erhöht werden. Die robuste Konstruktion ist gemeinsam mit den innovativen Detaillösungen für ein relativ hohes Gewicht verantwortlich. Bei langen Touren oder wenn die Ski am Rucksack getragen werden müssen ist diese Zusatzlast spürbar. Der optimale Einsatzbereich der Kingpin findet sich daher beim Freeriden oder bei Touren, bei denen kürzere Aufstiege langen Abfahrten entgegenstehen.
Infos:
Preis: EUR 430
Gewicht: 730 g
Z-Wert: 5-10
Kingpin 13
Preis: EUR 470
Gewicht: 730 g
Z-Wert: 6-13
Hier gibt es