
Bettwanzen auf Hütten: 6 Tipps zum richtigen Verhalten
Foto: Sam Strauss, Red Bull Media House Publishing
Das Wichtigste in Kürze
- Bettwanzen haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie werden meist über Gepäck und Kleidung eingeschleppt.
- Bettwanzenbisse verursachen stark juckende, gerötete Pusteln, die in der Regel nach ein paar Tagen wieder verschwinden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie auch Krankheiten auf Menschen übertragen.
- Bettwanzen kommen auch auf Berghütten vor. Die Alpenvereine reagieren darauf mit einer Aufklärungskampagne.
- Um eine Verbreitung zu verhindern, sollten Rucksäcke nicht ins Schlaflager mitgenommen werden.
- Bettwanzen hinterlassen Kotspuren und Häutungsreste. Sichtungen sollten sofort dem Hüttenpersonal gemeldet werden.
- Nach der Tour sollten Kleidung und Ausrüstung kontrolliert werden. Zur Sicherheit sollte man betroffene Kleidungsstücke für einige Tage in den Gefrierschrank legen und anschließend bei mindestens 40 Grad waschen.
Sind Bettwanzen gefährlich?
- Bettwanzen sind blutsaugende Insekten und zählen zu den Lästlingen.
- Bettwanzen sind nachtaktiv und je nach Entwicklungsstadium zwischen 4 und 8,5 mm groß.
- Bettwanzenbisse verursachen stark juckende, gerötete Pusteln entlang einer so genannten „Wanzenstraße“, die in der Regel nach ein paar Tagen wieder verschwinden.
- Bettwanzen könnten theoretisch Krankheitserreger übertragen (wie etwa Steckmücken), was bisher aber nicht beobachtet wurde.
Wie gelangen Bettwanzen auf Berghütten?

Was kannst du gegen die Ausbreitung von Bettwanzen tun?
- Folge den Anweisungen des Hüttenpersonals.
Auf vielen Hütten wirst du gleich bei deiner Ankunft auf das Problem „Bettwanzen“ aufmerksam gemacht und erhältst vom Hüttenwirt einige Anweisungen. Beispielsweise darfst du den Rucksack nicht ins Schlaflager mitnehmen oder dein Hüttenschlafsack kommt erst mal in die Mikrowelle. - Kontrolliere deinen Schlafplatz bei Tageslicht auf Spuren von Bettwanzen.
Bettwanzen hinterlassen eindeutige Spuren. Auf Lattenrosten findet man braune Punkte – Kotspuren, die allerdings auch schon älter sein können. Häutungsreste hingegen zeigen einen aktuellen Befall an. Informiere das Personal, wenn dir etwas auffällt. - Schütze deinen Rucksack vor blinden Passagieren.
Vor allem wenn du von Hütte zu Hütte unterwegs bist, macht es Sinn, einen fest verschließbaren Beutel mitzunehmen, in den du auf der Hütte deinen Rucksack packst. Getragene Wäsche solltest du extra in fest verschließbare Beutel stecken, um die Bettwanzen nicht durch den Geruch anzulocken. - Deponiere deinen Rucksack in größtmöglicher Entfernung zum Schlafplatz.
Bettwanzen werden von unserer Körperwärme angelockt. Stelle deinen Rucksack – wenn nicht ohnehin vom Hüttenpersonal angewiesen – daher möglichst weit von den Schlafplätzen weg. - Melde eine Sichtung von Bettwanzen sofort.
Solltest du in der Nacht – im Schein der Taschenlampe – Bettwanzen sichten oder am nächsten Tag Bissspuren am eigenen Körper haben, melde dies sofort dem Hüttenpersonal. - Setze Maßnahmen, um die Bettwanzen nicht mit nach Hause zu nehmen.
Beutle alle deine Sachen und den Rucksack auf einem weißen Untergrund (z. B. einer Plane) aus. Sollten sich Wanzen unter den Sachen befinden, kannst du sie auf dem hellen Untergrund leicht ausmachen und eliminieren. Zur Sicherheit solltest du Gegenstände und Kleidungsstücke für einige Tage in den Gefrierschrank legen und anschließend bei hoher Temperatur (mindestens 40 Grad) und viel Waschmittel waschen – das vernichtet auch mögliche Eier.

Was tut der Hüttenwirt gegen eine Bettwanzenausbreitung?
- Regelmäßige Kontrolle auf einen Bettwanzenbefall
- Informationen der Gäste
- Zur Verfügungstellung von gut verschließbaren Beutel für Rücksäcke.
- Eigener Raum für Rucksäcke.
- Zur Verfügungstellung von eigenen Hüttenschlafsäcken, die nach jedem Gebrauch gewaschen oder in der Mikrowelle stark erhitzt werden.