Viertausender

Bergportrait: Strahlhorn (4.190 m)

Wissenswertes • 7. Oktober 2019

Das Strahlhorn (4.190 m) liegt hoch über Saas-Fee in den Walliser Alpen und gehört zu den weniger überlaufenen Viertausendern der Schweiz. Wir stellen euch den klassischen Skitourenberg im Detail vor.

Walliser Alpen: Strahlhorn und Rimpfischhorn in der Mischabelgruppe in der Schweiz
Foto: mauritius images / imageBROKER / Markus Obländer
Walliser Alpen: Blick auf das Strahlhorn (links) und das benachbarte Rimpfischhorn (rechts) in der Mischabelgruppe

Höhe und Lage

Das Strahlhorn ist 4.190 m hoch und zählt zur Mischabelgruppe in den Walliser Alpen. Es liegt nur wenige Kilometer von der italienischen Staatsgrenze entfernt und ist zugleich der südlichste Viertausender rund um Saas-Fee. Die Besteigung des komplett vergletscherten Bergs ist technisch mäßig schwierig, aber lang – kein Wunder also, dass sich das Strahlhorn großer Beliebtheit bei Skitourengehern erfreut. Zugleich zählt es aber zu den weniger populären Viertausendern der Schweiz, sodass man den Gipfel sehr wahrscheinlich für sich alleine hat: Den einmaligen Ausblick aufs Matterhorn und über die Berge Oberitaliens bis in die Poebene kann man also ganz in Ruhe – und ungeteilt – genießen.

Geschichte

Die Erstbesteigung des Strahlhorns fällt in die sogenannte „goldene Zeit des Alpinismus“: Am 15. August 1854 erreichten die Briten J. Grenville und Christopher Smith unter Führung der Schweizer Franz Joseph Andenmatten und Ulrich Lauener als erste Bergsteiger den Gipfel.

Das Strahlhorn im Überblick

  • Höhe: 4.190 m
  • Lage: Mischabelgruppe / Walliser Alpen
  • Talort: Saas-Fee
  • Stützpunkt: Britannia Hütte (3.030 m)
  • Erstbesteigung: 1854
Walliser Alpen: Das Berghaus Fluhalp vor Strahlhorn und Adlerhorn
Foto: mauritius images / imageBROKER / Iris Kürschner
Walliser Alpen: Das Berghaus Fluhalp vor Strahlhorn (links) und Adlerhorn (rechts)

Touren

Die Ostwand beeindruckt mit ihrer gewaltigen Felsdreiecksform, der Normalweg aber führt technisch unschwierig über die vergletscherte Nordseite und stellt einen klassischen „Schneehatscher“ dar. Von Saas-Fee verläuft die Tour über die Britanniahütte (3.030 m) und in einer Querung weiter über den Hohlaubgletscher, ehe auf dem Allalingletscher aufgestiegen und unterhalb der Ostwände des Rimpfischhorns vorbei hinauf zum Adlerpass gestiegen wird. Über den Nordwestgrat geht es schließlich hinauf auf den Gipfel. Alternative Routen führen über den Nordostgrat, den Südwestgrat oder die Südflanke aufs Strahlhorn.

Tourentipps

Gut zu wissen

Der Aufstieg von Westen zum Adlerpass ist Teil der berühmten Haute Route und zugleich ihre letzte große Etappe. Der Name des Strahlhorns leitet sich übrigens nicht von der strahlenden Erscheinung seines Gletschers ab, sondern von der ehemals reichen Ausbeute an Quarznadeln – in Zermatter Mundart „Schtrale“ genannt.

Mehr zum Thema

Matterhorn
Sie sind das Herzstück des Alpenraums: Die insgesamt 82 Viertausender der Alpen. Allein 48 von ihnen liegen in der Schweiz. Wir haben bisher 30 der höchsten Erhebungen im Alpenraum ein Bergportrait gewidmet. Hier findet ihr diese gesammelt und nach ihrer Höhe sortiert vor.
Allalinhorn: Blick in die Allalingruppe in den Walliser Alpen
Das Allalinhorn (4.027 m) in den Walliser Alpen zählt zu den meistbestiegenen Viertausendern der Schweiz. Es gibt aber auch einsame Gipfelrouten fernab des überlaufenen Normalwegs. Wir stellen euch den Berg im Detail vor.
Karte Wallis
Auf zwei Rädern unter Viertausendern: Bilder aus Bergwelten Schweiz (Frühjahr/Sommer 2017) einer ersten Ausfahrt im Wallis, wo sich spektakuläre Passübergänge und einsame Bergstraßen zu einem großartigen Erlebnis für alle Rennrad-Enthusiasten zusammenfügen.

Bergwelten entdecken