Monte Rosa Runde: Über den Gornergletscher führt die Abfahrt zurück nach Zermatt
Foto: Gerald Valentin
Viertausender zum Sammeln

Monte Rosa Runde - Faszination Skihochtour

Touren-Tipps • 14. Oktober 2019

Zermatt hat nicht nur das weltberühmte Matterhorn zu bieten. Die Lifte führen auf fast 4.000 m Seehöhe und erleichtern damit eine Rundtour durch die grandiose Gletscherwelt des Monte Rosa.

Zwei Tage sollte man für diese grandiose Rundtour von Zermatt aus einplanen. Insgesamt hat man 6.000 Höhenmeter im Aufstieg - 1.500 davon aus eigener Kraft - zu bewältigen. Durch die Liftunterstützung ergeben sich sagenhafte 6.000 Höhenmeter Abfahrt! 
 

Tag 1: Von Zermatt zum Rifugio Gnifetti

Mit den Seilbahnen geht es gleich am ersten Tag hoch hinaus - bis auf das Kleine Matterhorn mit 3.883 m. Mit dem Breithorn mit 4.165 m kann man sich schon den ersten Viertausender gut schreiben lassen. Über schöne Hänge schwingt man hinunter  ins Val d'Ayas, wo man mit den Liften wieder das Val di Gressoney und im Anschluss die Punta Indren erreicht. Zu Fuß geht es am späten Nachmittag zum Rifugio Gnifetti, wo genächtigt wird. 

Gnifetti Hütte
Hütte • Aostatal

Gnifetti Hütte (3.647 m)

Die große Gnifetti Hütte liegt im italienischen Monte-Rosa-Massiv auf einem Rücken zwischen Lys- und Garstelet-Gletscher. Sie ist ein idealer Stützpunkt für Bergsteiger und perfekter Ausgangspunkt für Besteigungen der Gipfel Dufourspitze, Parrotspitze, Signalkuppe und Vincent-Pyramide. Talort ist Alagna Valsesia.   
Geöffnet
Mär - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Tag 2: Vom Rifugio Gnifetti zurück nach Zermatt

Hoffentlich gut erholt, startet man in den zweiten Tag dieser Traumtour: Es geht hinauf auf das Lisjoch und mit relativ geringem Aufwand auf die Signalkuppe mit 4.554 m. Danach folgt eine der schönsten Abfahrten in den Alpen: über den Grenzgletscher zur Monte Rosa Hütte und weiter über den Gornergletscher. Je nach Schneelage kann man sogar bis nach Zermatt abfahren. 

Monte Rosa Hütte
Die Monte Rosa Hütte des SAC ist „outstanding“ in vielerlei Hinsicht: Im wahrsten Sinne „outstanding“, weil sie nur über den Gornergletscher im Kanton Wallis zu erreichen ist – reine Wanderer, die noch nie auf Steigeisen gestanden sind, sollten sich besser einem Bergführer anvertrauen. Revolutionär und zukunftsweisend ist auch das Energiekonzept der 100 m oberhalb der alten Hütte gelegenen neuen Monte Rosa Hütte, welches zusammen mit der ETH Zürich entwickelt wurde. Die Architektur ist von außen eine der modernsten Hütten der Alpen und aufgrund der speziellen Lage weithin zu sehen. Etwas Besonderes ist auch das Gipfelmenü, das rund um die Hütte geboten wird: Mit Dufourspitze (4.634 m) und Nordend (4.609 m) sind der zweit- und der dritthöchste Gipfel der Alpen von der Hütte aus zu erreichen. Aber auch andere von der Monte Rosa Hütte erreichbare Gipfel wie Liskamm (4.527 m), Zumsteinspitze (4.563 m) und Signalkuppe (4.554 m) gehören zu den ganz hohen Gipfeln der Alpen. Während die Gipfel für Viertausender technisch nicht allzu schwierig sind, braucht man sich konditionell keine Sorgen zu machen, unterfordert zu sein: alle Touren sind extrem lang. So lang, dass viele Hochtourengeher die Monte Rosa Hütte mit den umliegenden Viertausendern im Rahmen einer Durchquerung besuchen – der sogenannten „Spaghettirunde“. Der reine Wanderer hat allerdings rund um die Hütte einen sehr eingeschränkten Aktionsradius: spätestens nach einer Stunde steht man an einen der umliegenden Gletscher an.
Geöffnet
Mär - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

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