Notfallausrüstung: Erste Hilfe-Set

Allgemeine Notfallausrüstung

Tipps & Tricks
2 Min.
14.07.2026

Foto: mauritius images / Cultura / Manuel Sulzer

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Empfehlungen

Werbung

Werbung

Empfehlungen

von Peter Plattner

Egal, ob auf einem alpinen Klettersteig, einer kleinen Tageswanderung, einer anspruchsvollen Ski- oder Hochtour: Die Standard-Notfallausrüstung sollte bei jeder Tour mit dabei sein. Wir verraten dir, welche Dinge du auf einer Bergtour unbedingt in den Rucksack packen solltest.

Die allgemeine Notfallausrüstung stellt den Standard dar, der bei jeder Unternehmung im alpinen Gelände dabei sein sollte, um in Notsituationen entsprechend handeln zu können.


Standard-Notfallausrüstung

  • Erste Hilfe-Set

Erste Hilfe-Sets gibt es inzwischen recht praxistauglich befüllt im Fachhandel. Selbstverständlich kann und soll man sie individuell aufstocken und z.B. um einige Blasen- und Wundnahtpflaster (Steristrips) sowie persönliche Medikamente erweitern.

  • 1-Personen-Biwaksack

Der Biwaksack kommt im Idealfall nicht zum Einsatz, sondern wird nur im Rucksack mitgeführt. Deswegen ist es in diesem Fall vertretbar, hier auf Kosten von Robustheit einem kleinen Packmaß und geringem Gewicht den Vorzug zu geben.

  • Stirnlampe

Werbung

Werbung

Eine Stirnlampe braucht man oft nur für den nächtlichen Hütten-Toilettengang. Im Notfall ist sie aber unersetzlich, um bei Nacht vom Berg wieder ins Tal zurückzukommen.

  • Mobiltelefon

Es gibt immer noch einfache, robuste Modelle mit unglaublicher Akkulaufzeit, mit denen man primär telefonieren kann. Wer am Berg möglichst „offline“ von Mails und Sozialen Medien sein möchte, hat damit ein brauchbares Notfall-Telefon. Allerdings haben moderne Smartphones mit den entsprechenden Notfall-Apps und Anwendungen zu Orientierung, Wetter usw. natürlich ihre Vorteile. Ein externer Akkupack sollte aber immer dabei sein! Während moderne Smartphones kältebedingt schnell einmal den Geist aufgeben, sind ältere – und billige – Modelle zumeist unzerstörbar und weisen darüber hinaus auch noch weit längere Akkulaufzeiten auf. Und das braucht es am Berg, um im Falle der Fälle einen Notruf absetzen zu können.

In Summe wiegt diese Notfallausrüstung circa 350 Gramm.

Übrigens, eine alte Bergsteiger-Weisheit besagt: „Schaut jeder auf sich selbst, ist auf alle geschaut“. Und das stimmt hier: Hat jedes Gruppenmitglied seine eigene Notfallausrüstung dabei, kann jeder eigenverantwortlich und selbstständig reagieren, auch wenn er oder sie einmal von den anderen getrennt wird.

Die Anforderungen an die allgemeine Notfallausrüstung für Gruppenverantwortliche sind höher. Folgende Vorschläge richten sich an Bergführer, Tourenleiter und auch „private“ Gruppenverantwortliche.


Notfallausrüstung für Gruppenverantwortliche

  • Erste Hilfe-Set

Umfassend ausgestattete Erste-Hilfe-Tasche mit ausreichend Material zur Erstversorgung von kleineren Blessuren wie Schürfwunden, Schnitten und Blasen. Inzwischen gibt es einige wirklich alpintaugliche Erste-Hilfe-Taschen, die sich auch in exponiertem Gelände gut und übersichtlich bedienen lassen.

  • 2-Personen-Biwaksack

Ein multifunktioneller 2-Personen-Biwaksack aus leichtem, aber robustem Material darf im Rucksack eines Gruppenverantwortlichen nicht fehlen. Den kann man auch einmal an einem windigen Platz am Berg zur Jause auspacken. Im Ernstfall kann darin aber auch ein Verletzter eingepackt werden, um ihn vor Unterkühlung zu schützen. Er muss nicht, wie bei einem 1-Personen-Biwaksack, erst hineingeschoben werden, der 2-Personen-Biwaksack kann einfach um das Opfer gewickelt werden. Im Winter bewährt, werden auch im Sommer gerne sogenannte „Shelter“ verwendet, das sind kleine „Notzelte“, die man über zwei Personen drüberstülpen kann.

  • Stirnlampe

Ein Modell mit stärkerer Leuchtkraft ist hier gefragt, denn als Gruppenverantwortlicher gilt es auch auch in absoluter Dunkelheit die richtige Abzweigung, den korrekten Einstieg oder den Abseilstand zu finden. Die gute Nachricht: Stirnlampen sind heute so klein, akkustark und günstig wie noch nie – und können auch mit demselben Akkupack wie fürs Smartphone aufgeladen werden.

  • Mobiltelefon

Für den Gruppenverantwortlichen hat das Smartphone weiterer relevante Vorteile. Dank integriertem GPS kann man jederzeit den Standort bestimmen sowie im Notfall die exakte Position ermitteln. Außerdem gibt es zahlreiche tolle Karten-, Navigations-, Wetter- und andere hilfreiche Apps. Hierbei muss allerdings immer der (teilweise) enorme Akkuverbrauch berücksichtigt werden. Also, Smartphone energhieschonend einstellen und einen externen Akkupack mitführen. Einige aktuelle Smartphones erlauben es außerdem in einer Notsituation ohne Mobilnetzabdeckung via Satellit mittels Textnachrichten die Rettungskette zu alarmieren – ein echter Gamechanger!

Die Ausrüstung für Gruppenverantwortliche summiert sich auf ein Gewicht von circa 950 Gramm.


Video: Notfall am Berg

Notfall Mountainbike-Unfall am Berg

Berg & Freizeit

Video: Notfall am Berg - Was tun?

Ein Ausrutscher mit Folgen: Unser Video zeigt euch, wie man bei einem Unfall im alpinen Gelände richtig reagiert.

Aktuelles

1 Min.


Mehr zum Thema

Winterpanorama: Sicherheit am Berg

Alpinwissen

Sicher unterwegs am Berg

Bergwelten-Profi Peter Plattner erklärt, was es alles braucht, um am Berg sicher unterwegs zu sein.

Tipps & Tricks

1 Min.

Berg-Know-How

Alpinwissen

Rund um die Berge: Alles was du wissen musst

Von der Pflege der Skifelle über das richtige Verhalten auf der Hütte, von der Entstehung des Gipfelbuchs zur Packliste für Hochtouren: In unseren Berg-Know-How's erfahrt ihr allerlei Wissenswertes rund um die Berge.

Tipps & Tricks

1 Min.


Mehr zum Thema

    Bergwelten ist der Startpunkt für dein Abenteuer in den Bergen

    Mit Tausenden geprüften Touren, Hütten und Unterkünften sowie Bergwissen von Expertinnen und Experten bist du ideal für die Berge vorbereitet.

    Touren

    Hütten

    Artikel