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Allgemeine Notfallausrüstung

Tipps & Tricks • 11. November 2020

Egal, ob auf einem Klettersteig, eienr kleinen Tageswanderung, einer Ski- oder Hochtour: Die Standard-Notfallausrüstung sollte bei jeder Tour mit dabei sein. Wir verraten dir, welche Dinge du auf einer Bergtour unbedingt in den Rucksack packen solltest.

Notfallausrüstung: Erste Hilfe-Set
Foto: mauritius images / Cultura / Manuel Sulzer
Notfallausrüstung: Gehört bei jeder Bergtour mit in den Rucksack

Die allgemeine Notfallausrüstung stellt den Standard dar, der bei jeder Unternehmung im alpinen Gelände dabei sein sollte, um in Notsituationen entsprechend handeln zu können.

Standard-Notfallausrüstung

  • Erste Hilfe-Set

Erste Hilfe-Sets gibt es inzwischen recht praxistauglich befüllt im Fachhandel. Selbstverständlich kann man sie individuell aufstocken und um einige Blasen- oder Wundnahtpflaster sowie Schmerztabletten erweitern.

  • 1-Personen-Biwaksack

Der Biwaksack kommt im Idealfall nicht zum Einsatz, sondern wird nur im Rucksack mitgeführt. Deswegen ist es in diesem Fall vertretbar, hier auf Kosten von Robustheit einem kleinen Packmaß und geringem Gewicht den Vorzug zu geben.

  • Stirnlampe

Eine Stirnlampe braucht man oft nur für den nächtlichen Hütten-Toilettengang. Im Notfall ist sie aber unersetzlich, um bei Nacht vom Berg wieder ins Tal zurückzukommen.

  • Mobiltelefon

Während moderne Smartphones kältebedingt schnell einmal den Geist aufgeben, sind ältere – und billige – Modelle zumeist unzerstörbar und weisen darüber hinaus auch noch weit längere Akkulaufzeiten auf. Und das braucht es am Berg, um im Falle der Fälle einen Notruf absetzen zu können.

In Summe wiegt die Notfallausrüstung circa 350 Gramm.

Eine alte Bergsteiger-Weisheit besagt: „Schaut jeder auf sich selbst, ist auf alle geschaut“. Und das stimmt: Hat jedes Gruppenmitglied seine eigene Notfallausrüstung dabei, kann jeder eigenverantwortlich und selbstständig reagieren.

Die Anforderungen an die allgemeine Notfallausrüstung für Gruppenverantwortliche sind höher. Folgende Vorschläge richten sich an Bergführer, Tourenleiter und auch „private“ Gruppenverantwortliche.

Notfallausrüstung für Gruppenverantwortliche

  • Erste Hilfe-Set

Umfassend ausgestattete Erste-Hilfe-Tasche mit ausreichend Material zur Erstversorgung von kleineren Blessuren wie Schürfwunden, Schnitten und Blasen. Inzwischen gibt es einige wirklich alpintaugliche Erste-Hilfe-Taschen, die sich auch in exponiertem Gelände gut und übersichtlich bedienen lassen.

  • 2-Personen-Biwaksack

Ein multifunktioneller 2-Personen-Biwaksack aus leichtem, aber robustem Material darf im Rucksack eines Gruppenverantwortlichen nicht fehlen. Den kann man auch schon einmal an einem windigen Platz am Berg zur Jause auspacken. Im Ernstfall kann darin aber auch ein Verletzter eingepackt werden. Er muss nicht, wie bei einem 1-Personen-Biwaksack, erst hineingeschoben werden, der 2-Personen-Biwaksack kann einfach um das Opfer gewickelt werden.

  • Stirnlampe

Es muss zwar keine leuchtstarke Lupine sein, Power sollte die Stirnlampe aber jedenfalls haben. Immerhin gilt es als Gruppenverantwortlicher auch in absoluter Dunkelheit die richtige Abzweigung oder den korrekten Einstieg zu finden. Dank LEDs und Steuerelektronik sind Stirnlampen heute so klein, akkustark und günstig wie noch nie.

  • Mobiltelefon

So groß die Vorteile von „alten“, kostengünstigen Modellen auch sein mögen: Für den Gruppenverantwortlichen hat das Smartphone gewichtige Vorteile. Dank integriertem GPS kann man jederzeit den Standort bestimmen sowie im Notfall die exakte Position ermitteln. Außerdem gibt es zahlreiche tolle Karten-, Navigations-, Wetter- und andere hilfreiche Apps. Hierbei muss allerdings immer der (teilweise) enorme Akkuverbrauch berücksichtigt werden. Am besten also: Flugzeugmodus aktivieren, vor Feuchte und Kälte schützen und sicherheitshalber einen externen Akkupack mitführen.

 

Die Ausrüstung für Gruppenverantwortliche summiert sich auf ein Gewicht von circa 950 Gramm.

Video: Notfall am Berg

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