Ausrüstungstipps

5 Dinge für die Hüttenübernachtung

Tipps & Tricks • 6. November 2019
von Angela Faber

Alpine Hütten haben Charme: Hier treffen Bergsteigerinnen und Wanderer aufeinander um den begehrten Gipfeln näher zu sein. Schlafen kann man je nach Geschmack und Budget entweder im rustikalen Bettenlager oder komfortabler im privaten Zimmer. Hüttenübernachtungen erwecken jedenfalls Urlaubsgefühle und lassen das Bergerlebnis noch intensiver werden. Angela Faber stellt uns fünf Dinge vor, die für eine Hüttenübernachtung essentiell sind.

Bei einer Hüttenübernachtung ist man ganz schnell weit weg vom Alltag
Foto: Angela Faber
Bei einer Hüttenübernachtung ist man ganz schnell weit weg vom Alltag

1. AUFHÄNGEN & AUFKLAPPEN

Für eine Übernachtung in der Hütte braucht man kein großes Beauty Case, ein kleiner Kulturbeutel darf aber in keinem Rucksack fehlen. Selbst in spartanisch ausgestatteten Hüttenbadezimmern kann man den Waschbeutel einfach aufhängen, aufklappen und schon hat man alles parat, was man für die Körperpflege benötigt. Ein hüttentauglicher Kulturbeutel sollte klein und leicht sein sowie Platz für die allerwichtigsten persönlichen Hygieneartikel bieten. Intelligent aufgeteilte Taschen mit Netzteilen erleichtern das Finden der richtigen Tube. Ein kleiner, idealerweise abnehmbarer Spiegel rundet das Gesamtpaket ab.

Ein Fliegengewicht und übersichtlich organisiert: Der Waschbag Travel von MAMMUT
Foto: Angela Faber
Ein Fliegengewicht und übersichtlich organisiert: Der Waschbag Travel von MAMMUT

Produkttipps: Kulturbeutel für den Berg

2. WARM UND BEQUEM

Nach der Wanderung die Bergschuhe gegen Hausschuhe einzutauschen ist für die Füße ein wahrer Genuss. Hausschuhe gibt es in unterschiedlichster Machart, die Palette reicht vom klassischen Hüttenpatschen über stylische Filzpantoffel bis zu Plastikschlapfen. Für die Hütte eignen sich alle warmen Naturmaterialien, von Schafwolle über Fell bis zum Filz, weil sie für ein angenehmes Fußklima sorgen. Da man auf der Hütte auch einmal auf die Terrasse treten will, um die Berge im Abendlicht zu bewundern oder den nassen Waschraum im Keller oder die Outdoor-Toilette aufsuchen muss, sind Gummisohlen mit etwas Gripp sehr zu empfehlen.  

Kuschelig und innovativ: Hüttenpatschen aus upcycling Skifellen von DOGHAMMER.
Foto: Angela Faber
Kuschelig und innovativ: Hüttenpatschen aus upcycling Skifellen von DOGHAMMER.

Produkttipps: Gemütliche Hüttenpatschen

3.SEIDENWEICH UND APPETITLICH

Nicht immer gibt es auf einer Schutzhütte die Möglichkeit, abends in ein frisch bezogenes Bett zu schlüpfen. Ein eigener dünner Schlafsack unter der Wolldecke kann hierbei Wunder helfen. Hüttenschlafsäcke gibt es in verschiedensten Ausführungen aus Kunstfaser, Baumwolle oder Seide. Ein integrierter Kissenbezug erhöht das subjektive Hygienegefühl. Erfahrene Weitwanderer und Weltenbummler achten beim Kauf außerdem auf geringes Gewicht, kleines Packmaß und unkompliziertes Waschen. Aufgepasst: Ein zu schmal geschnittener Schlafsack kann das Wohlbefinden stören und im schlimmsten Fall sogar zu Platzangst führen.

Federleicht und groß genug: Seidenschlafsack von COCOON
Foto: Angela Faber
Federleicht und groß genug: Seidenschlafsack von COCOON

Produkttipps: Hüttenschlafsäcke

4. DICHT VERSTAUT

Beim Wandern und bei der Hüttenübernachtung gilt es, sich gut zu organisieren und gewisse Gegenstände wasserdicht zu verwahren. Dabei leisten ultraleichte Dry-Bags gute Dienste. Das Nylonmaterial mit verschweißten Nähten schützt das Smartphone, die Kamera oder Landkarte vor Regen und vor anderen unerwünschten Einflüssen wie einer ausgeronnenen Trinkblase. Darüber hinaus können ordnungsbewusste Bergsteiger mit Hilfe der Dry-Bags ihre ganz persönliche Organisation durch Packsäcke in verschiedenen Farben und Größen schaffen.

Ultraleicht und wasserdicht: Dry Ditty Sacks von OUTDOOR RESEARCH
Foto: Angela Faber
Ultraleicht und wasserdicht: Dry Ditty Sacks von OUTDOOR RESEARCH

5. ES WERDE LICHT

Wer jemals im finsteren Lager neben dem schnarchenden Nachbarn seine Ohrstöpsel gesucht hat oder im Dunkeln die Toilette finden wollte, wird in Zukunft eine Taschenlampe ganz oben auf die Hüttenpackliste setzen. Eine Stirnlampe ist nicht nur auf der Hütte ein nützliches Utensil, sondern ist auch wichtig, wenn man beim Wandern in Dunkelheit gerät. Eine Lichtstärke von 200 bis 300 Lumen erlaubt es im Gelände sicher unterwegs zu sein, ermöglicht Kartenstudium im Dämmerlicht und leuchtet jeden Winkel des Rucksacks aus. Damit die Lampe angenehm am Kopf sitzt, sollte sie nicht zu schwer sein. Umweltbewusste Wanderer achten beim Kauf auf Energieversorgung durch einen Akku.

Klare Sicht auch bei wenig Licht: Stirnlampe NEO6Rvon LEDLENSER
Foto: Angela Faber
Klare Sicht auch bei wenig Licht: Stirnlampe NEO6Rvon LEDLENSER

Produkttipps: Stirnlampen

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