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8 felsenreiche Wandertouren und ein genussvoller Themenweg auf der Schwäbischen Alb

Anzeige • 17. April 2019

Südlich von Stuttgart erhebt sich das Mittelgebirge der Schwäbischen Alb. Einst von tropischen Meeren erschaffen, ist das bis zu 1.000 m in den Himmel ragende Hochplateau heute ein Paradies für Wanderer, Radfahrer und Genießer gleichermaßen. Wir stellen euch 9 abwechslungsreiche Wanderungen im Zeichen von grünen Tälern, schroffen Felsen und verwunschenen Wäldern vor.

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Foto: Landkreis Göppingen

Die Schwäbische Alb

Die einzigartige Kulturlandschaft der Schwäbischen Alb: unzählige Wanderwege und Pfade führen vorbei an prunkvollen Schlössern und verlassenen Burgruinen, durch dunkle Tropf­steinhöhlen und dichte Wälder, über schroffe Felsformationen und sanfte Blumenwiesen. Willkommen auf der grünen Alb, wo das Wanderherz höher schlägt und die Donau sich durch die Landschaft schlängelt.

1. Felsenrunde – Löwenpfade

2018 zum zweitschönstem Wanderweg Deutschlands gewählt: knapp 14 km und rund 500 Hm gilt es bei der Rundwanderung „Felsenrunde“ im Landkreis Göppingen zu bewältigen. Dabei wandert man zunächst im dichten Buchenwald, bevor die schroffen Zinnen des Jungfraufelsen und die Hausener Wand Ein- und Ausblick in das malerische Filstal gewähren. Bei klarem Wetter und guter Sicht sind in der Ferne sogar die Alpen zu erkennen!

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Foto: Landkreis Göppingen

2. Blaubeurer Felsenstieg – Eiszeitpfade

Der Blaubeurer Talkessel ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt für seine markanten Felsen, Aussichtspunkte und dicht bewaldeten Steilhänge. Höhepunkte der rund 10 km langen Rundtour bilden dabei der sagenumwobene Blautopf, Ursprung der Blau und zweitwasserreichste Karstquelle Deutschlands, sowie das einzigartige Felsgebilde „Küssende Sau“ rund um das Felslabyrinth der Brillenhöhle.

Tipp:

Unbedingt zu empfehlen ist die kostenlose Filmschau „Dunkelblau" über das Karstphänomen Blautopf und dessen unterirdisches Höhlensystem im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren.

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Foto: Landratsamt Alb-Donau-Kreis

3. Felsenmeersteig – Traufgänge

Der Rundwanderweg „Felsenmeersteig“ zählt zu den Königstouren unter den „Traufgängen“. Der Name der Tour „Felsenmeer“ rührt nicht von ungefähr: riesige Felsformationen die meterhoch empor stechen, zeichnen ein ebenso wildes wie bizarres Landschaftsbild im dichten Grün. Der Routenverlauf folgt zunächst dem Albtrauf, weiter durch dicht bewachsene Wälder voller Mammutbäume, vorbei an einer Burgruine und gipfelt wohl an einem der schönsten Aussichtspunkte über die Alb, dem Böllat.

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Foto: Albstadt Tourismus

4. Eichfelsen-Panorama – DonauWellen

Ein weiterer Premium-Wanderweg, der zurecht als Tour durch den „Schwäbischen Grand Canyon“ bezeichnet werden darf. Der Weg durch das Donautal wird von hell erleuchtenden Felswänden flankiert und spendet grandiose Panoramablicke vom Eichfelsen aus, während sich das blaue Flussband der Jungen Donau durch die grünen Wiesen schlängelt. Eine überaus lohnende Tour, die mit einer Länge von 12 km und einem Gesamtanstieg von 600 Hm auch die Ausdauer fordern wird.

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Foto: Schwäbische Alb Tourismus, Arnulf Schmidt

5. Dreifürstensteig – Früchtetrauf

Mal sanfte, mal steile Anstiege durch idyllische Streuobstwiesen kennzeichnen diesen 13 km langen Premiumweg hinauf zum sagenumwobenen Aussichtspunkt „Dreifürstenstein“. Der 854 m hohe Felsriegel überragt Mössingen und lockt mit grandiosen Weitblicken ins Steinlachtal. Über den Albsteig (HW1)  führt euch die Wanderung zum Mössinger Bergrutsch, einen der bedeutendsten Geotope Deutschlands. Mit der „Himmelsschaukel“ unterhalb der Burgruine Andeck knüpft ein weiteres Highlight nahtlos an, bevor die Wanderung schließlich durch die derzeit herrlich blühenden Streuobstwiesen in der Freizeitanlage „Olgahöhe“ ihren Abschluss findet.

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Foto: Landratsamt Tübingen, Corinna Spitzbarth

6.  Hohenurachsteig – Grafensteige

Der Hohenurachsteig führt dich auf abwechslungsreichen Pfaden durch die traumhafte Landschaft der Alb. Die Rundwanderung startet mit einem sportlichen Anstieg, hinauf zu den Hanner Felsen. Dort wirst du mit einzigartigen Ausblicken über die Stadt und die beeindruckende Hügellandschaft belohnt. Über schmale Waldpfade und einen Wiesenweg geht es weiter zu den Eppenzillfelsen, wo du in der Ferne den Uracher Wasserfall und die Burgruine Hohenurach entdecken kannst. Vom höchsten Punkt der Wanderung geht es auf einem schmalen Pfad entlang der Hangkante zur Kreuzhütte ab. Um die Burgruine Hohenurach, zu erreichen, gibt es einen letzten Anstieg auf den 692 m hohen Schlossberg. Die alte Burgruine Hohenurach bietet faszinierende Ein- und Ausblicke.

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Foto: Bad Urach Tourismus

7. Donaufelsengarten – DonauFelsenLäufe

Der Name ist Programm! Überall auf dem Rundwanderweg Donaufelsengarten trifft man auf bizarre Felsformationen und entdeckt hohe Felswände. An der Burghalde dem Rabenfelsen und dem Teufelslochfelsen kann man den Blick über die Donau schweifen lassen, und die altehrwürdige St. Antonius Buche dient als perfekter Rastplatz. Packt noch ein paar Würstchen für die Tour ein, so könnt ihr an der großen Grillstelle zurück am Ausgangspunkt einen leckeren Abschluss eurer Wanderung finden.

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Foto: Stadt Sigmaringen, Christoph Düpper

8. Hochgehfestigt - Hochgehberge

Durch Streuobstwiesen und schattige Wälder verläuft der Weg unterhalb der „Blauen Mauer“, wie Eduard Mörike den Albtrauf bezeichnete. Immer wieder faszinierende Aus- und Weitblicke auf Beuren, den Beurener Fels und in die Region lassen die Gedanken schweifen. Wer seine Gedanken und Eindrücke gerne der Nachwelt mitteilen möchte, kann dies an der Willi-Gras-Bank tun. Dort liegt Die hoch gefestigte Burgruine Hohenneuffen, eine der größten Festungsanlagen Süddeutschlands, ist immer einen Abstecher wert und trägt zum passenden Titel der Tour bei.

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Foto: hochgehberge, Angela Hammer

9. Bierwanderweg Ehingen

Die erste zertifizierte Stadtwanderung in Baden-Württemberg führt nicht in luftige Höhen, sondern widmet sich einem uralten Kulturgut: dem allseits beliebten Hopfengetränk Bier. Auf 14 km Wegstrecke geht es an vier lokalen Brauereien vorbei, sodass der Genuss des Gerstensafts nicht zu kurz und die Kehlen auf keinen Fall trocken bleiben. Weitere Eckpunkte des Tourenverlaufs sind die Innenstadt Ehingens mit ihren zahlreichen sehenswerten historischen Gebäuden, der verwunschene Wolfertpark und die unverbaute Flusslandschaft des Donautals auf eurem Weg zur Brauerei nach Berg.

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Foto: Stadt Ehingen
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