Saubere Berge

5 Tipps: So reduzierst du Müll beim Wandern

Tipps & Tricks • 4. Juli 2018

Nachhaltig am Berg unterwegs sein: Unsere Bergwelten-Expertinnen Riki Daurer und Christina Schwann geben euch fünf wertvolle Tipps zur Reduktion von Müll für die nächste Wanderung mit.

Wanderer beim Rasten im Tannheimer Tal in Tirol
Foto: mauritius images / Westend61 / Uwe Umstätter
Wanderer beim Rasten im Tannheimer Tal in Tirol: Thermoskannen vermeiden unnötigen Verpackungsmüll von Plastikflaschen

1. Wiederverwendbare Flaschen

Wiederverwendbare Flaschen sind nicht nur mit Blick auf die Vermeidung von unnötigem Plastikabfall eine dringende Empfehlung für jeden Wanderer. Sie stiften darüber hinaus auch noch einen persönlichen Mehrwert: So halten Thermoskannen Getränke wahlweise warm oder kalt, Filterflaschen hingegen filtern etwaige Unreinheiten aus dem Wasser. Der Einsatz von Filterflaschen empfiehlt sich vor allem dort, wo man Wasser in Weidegebieten oder aus stehenden Gewässern schöpft.

Produkte gibt es verschiedenste – beispielsweise Edelstahl von Sigg oder Klean Kateen, BPA-freie Plastikflaschen von Nalgene und Filterflaschen von Katadyn.  

2. Jausenbox

Jausenboxen schützen nicht nur den Proviant, sie sind auch ein sinnvoller Ersatz für sonstiges Verpackungsmaterial und helfen damit bei der Vermeidung von unnötigem Plastikabfall. Nicht zuletzt eignen sich Jausenboxen auch als Schneidebrett, um sich am Berg eine köstliche Jause zubereiten zu können. Zum Beispiel: Edelstahl-Proviantdose von Globetrotter.


Video: Rund um das Projekt „Saubere Berge“


3. Regionale Jause

Auch bei der Zusammenstellung seiner Jause lohnt sich ein näherer Blick. Muss es wirklich die Banane sein, die bereits etliche Kilometer an Transportweg zurückgelegt hat? Es empfiehlt sich zur Schonung der Umwelt auf Regionalität und Saisonalität zu achten. Dabei erschließen sich dann oft auch spannende, neue kulinarische Erlebnisse.


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4. Unverpackte Energiespender

Wenn Zeit oder Muße fürs Aufschneiden von Käse und Wurst fehlen, neigt man schnell zum Griff nach einem Energie- oder Schokoriegel. Was mit dem Verzehr solcher Riegel entsteht ist allerdings: Verpackungsmüll. Dabei gibt es sinnvolle – und sogar vegane – Alternativen. Gonats-Energiekugeln beispielsweise, die in Österreich hergestellt werden und ernährungsphysiologisch effizient sind. Sie können in wiederverschließbarer Packung (bis zu 40 Kugeln umfassend) bestellt werden. 

5. Keinen Müll zurücklassen

Die goldene Regel am Berg, wonach man seinen Müll nicht zurücklässt, gilt natürlich nicht nur für den Aufenthalt auf der Hütte, sondern gleichermaßen für die Wanderung. Ganz gleich ob Jausenabfall, Taschen- oder Feuchtteuch: Der am Berg produzierte Müll wird wieder mit ins Tal geführt und dort ordnungsgerecht entsorgt. Es empfiehlt sich, eine entsprechende Tüte im Rucksack dabei zu haben, die man für den Transport seines Abfalls verwenden kann. Viele Hütten stellen zudem verrottbare Mülltüten aus Stärke zur freien Entnahme zur Verfügung.

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