Keine Zeit? Keine Ausreden!

5 Abenteuer für dein Wochenende

Touren-Tipps • 30. Juli 2016
von Mara Simperler

Du willst weg, aber das Geld oder die Zeit reichen nicht aus? Kein Problem, wir nehmen dich mit in ferne Länder – ohne, dass du in einen Flieger steigen musst. Diese Abenteuer kannst du bequem an einem Wochenende erleben. Und die ganze nächste Woche davon träumen.

1. Paddeln wie in Kanada

Kanufahren auf der Drau
Foto: Sam Strauss
Wasser, Wind und Wildnis: Kanufahren auf der Drau

Ein breiter, türkiser Fluss, gesäumt von schroffen Felswänden, an die sich knorrige Bäume klammern. Das gibt es nicht nur auf dem Yukon, sondern auch an der Oberen Drau zwischen Oberdrauburg und Sachsenburg. Auf geführten Paddel-Wanderungen kann man die über 40 Kilometer lange Strecke im Schlauchkanadier erleben. Am Abend gibt es über dem Lagerfeuer gegrillte Köstlichkeiten.

Infos zum Kanuwandern auf der Drau:

Kanuwandern an der Drau
Leichtes Wildwasser

Kanufahren auf der Drau

Die Obere Drau zwischen Oberdrauburg und Sachsenburg ist mit der untersten Schwierigkeitsstufe (Wildwasser I) bewertet und daher für Einsteiger und Familien bestens geeignet. Auf geführten Paddel-Wanderungen kann man die 40,5 Kilometer lange Strecke erforschen – entweder im Schlauchkanadier oder auf einer traditionellen „Plätte“, wie sie einst die Flößer verwendeten.

2. Trekken wie in den Anden

Glungezer Hütte
Foto: Gerald Aichner
Die Expeditionszelte vor der Glungezer Hütte

Die bekanntesten Tiere der Anden sind die wollig-weichen Lamas. Mit ihnen kann man aber auch in Tirol einen aussichtsreichen Trek machen. Die Glungezerhütte bietet Lamatrekks an, bei denen man nicht mal das Gepäck selbst tragen muss. Das erledigen die gutmütigen Tiere. Wer sich wie bei einer richtigen Andentour fühlen möchte, übernachtet danach im hütteneigenen Expeditionszelt.

Details zur Hütte:

Glungezerhütte
Die Glungezerhütte ist: die Glungezerhütte (2.610 m). Ein alpine Institution. Ein Knotenpunkt oberhalb Innsbrucks. Ein, so seltsam das jetzt klingen mag, Haus der Begegnung von Menschen, die ihre alpine Leidenschaft eint und die sie in allen Facetten, die Berge zulassen und bieten, ausleben. Die Glungezerhütte ist, wenn man ihr einen zeitgemäßen Begriff auferlegt, eine Marke. Nicht umsonst ist das Dach der Hütte in der Signalfarbe rot gehalten. Weithin sichtbar im Winter. Die Hütte sticht damit im Winter wie eine Leuchtturm im unendlichen Weiß der Tuxer Alpen hervor. Sie liegt wie ein Adlerhorst am Sattel zwischen dem Glungezergipfel und der Sonnenspitze. Zahlreicher Aufstiegs- sowie Weit- und Höhenwanderwege treffen hier aufeinander und trennen sich auch wieder. Die exponierte Lage verschafft ihren Besuchern sagenhaften Rundumblick auf 500 Gipfel, Grate und Jöcher. Was auf der Glungezerhütte nicht passiert, ist schneller erzählt als was alles im und rund um die Hütte passiert.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

3. Schlafen wie am El Capitan

Kletterer im Portaledge
Foto: mauritius images/ National Geograghic Creative
Hier wirklich am El Capitan: Kletterer mit Portaledge

Damit Kletterer die wahnsinnig anstrengenden Touren am berühmtesten Kletterberg der USA, dem El Capitan im Yosemite-Nationalpark, schaffen, übernachten sie in portablen Betten in luftigen Höhen direkt in der Wand. In sogenannten Portaledges kann man aber auch übernachten, ohne Kletterprofi zu sein, etwa in Oberammergau. Nur Höhenangst sollte man eher nicht haben.

Alpinwerk bietet Portaledge-Übernachtungen in Begleitung eines geprüften Bergführers in Oberammergau um 300€ an. Etwas weniger hoch hängt man in den Bäumen des Hochseilgartens Höllschlucht im Allgäu, 250 € pro Person.

4. Essen wie im Himalaya

Nepalesische Momos
Foto: Eisenhut & Mayer
Köstliches aus dem Himalaya: Nepalesische Momos

Auf der Weidener Hütte arbeiten seit mehreren Jahren Sherpas aus Nepal, die die kulinarischen Highlights des Himalaya in die tiroler Alpen exportieren. Phantastisch sind zum Beispiel Momos, mit Schweinefleisch gefüllte Teigtaschen. Wer es nicht bis auf die Hütte schafft, kocht sie eben selbst.

Infos zu Hütte und Rezept:

Weidener Hütte
Die Weidener Hütte (1.799 m), auf der Tiroler Nafingalm in den Tuxer Alpen gelegen, ist im Sommer wie im Winter ein besonders beliebtes Ausflugsziel. Das liegt einerseits an der hervorragenden Küche und den gemütlichen Räumlichkeiten, andererseits am umfangreichen Angebot an Touren und anspruchsvollen Wanderungen in der Region. Leichte Wanderungen finden sich rund um die Hütte. Sie ist außerdem Etappenziel auf dem Inntaler Höhenweg. Speziell Skitourengeher und Schneeschuhwanderer haben die Qual der Wahl, ist doch nahezu jeder der umliegenden Gipfel den Aufstieg wert. Genauso lohnt die anschließende Abfahrt. Besonders beliebt sind das Hobarjoch (711 Hm, 2 h Aufstieg), der Hohe Kopf (574 Hm, 2 h), der Halslspitz (775 Hm, 2 h), das Nafingköpfl (655 Hm, 2:30 h) sowie der Rastkogel (963 Hm, 4 h, hochalpine Tour). Die Weidener Hütte ist auch ein bekannter Stützpunkt für Lawinen- und Tourengeher-Seminare. Mit 7,5 km führt eine der längsten präparierten Naturrodelbahnen Tirols auf dem Forstweg von der Hütte bis hinunter nach Innerst. In der schneelosen Zeit kommen häufig Mountainbiker vorbei, die auf der Transalp-Route über das Geiseljoch in Richtung Gardasee unterwegs sind.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet
Rezept: Nepalesische Momos mit Tomatensauce
Gefüllte Teigtaschen gibt es in fast jeder Kultur – als „Dumplings“ schafften sie es sogar zur internationalen Trend-Speise. In Nepal heißen sie Momos und erfreuen sich auch auf einigen Alpenhütten großer Beliebtheit. Wir verraten euch, wie man sie zubereitet.  

5. Sterne schauen wie in Patagonien

Sterne über dem Dürrenstein
Foto: Michael Reidinger
Am Dürrenstein nach oben schauen: Es funkeln die Sterne.

Eigentlich logisch: Wo es besonders dunkel ist, sind die Sterne besonders hell zu sehen. In Chile stehen deshalb die größten Teleskope der Welt, aber auch in Niederösterreich kann man einen wunderbaren Sternenhimmel erleben. Rund um den Dürrenstein gibt es ein Lichtschutzgebiet, von dem aus man den Nachthimmel besonders gut beobachten kann. Am Besten kombiniert man das mit einer Übernachtung in der Ybbstaler Hütte. 

Details zur Wanderung am Dürrenstein:

Wandern • Niederösterreich

Dürrenstein

Dauer
5:53 h
Anspruch
T3 anspruchsvoll
Länge
23 km
Aufstieg
1.498 hm
Abstieg
1.498 hm

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