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Trend

„Indian Summer“: Fotografieren in freier Natur

• 27. Oktober 2016
von Martin Foszczynski

Natur- und Landschaftsfotografie erfreuen sich großer Beliebtheit – gerade auch im Herbst. Wir verraten euch einige Kniffe, wie der „Indian Summer“ wirkungsvoll festgehalten wird und wo ihr im Rahmen von Workshops auf Motive-Jagd gehen könnt.

Gesäuse Hartelsgraben
Foto: Robert Haasmann
„Indian Summer“ im Hartelsgraben im Nationalpark Gesäuse (Steiermark)
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Dunkelkammer war früher. Immer mehr Fotografie-Fans greifen auf zunehmend kompakte und leistbare Kameras zurück und machen sich damit in die Natur auf. Gerade im Herbst entfaltet die Landschaft einen besonderen Zauber zwischen frostigen Tönen und glühendem Laub.


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  • Auch einige Nationalparks, wie der Nationalpark Gesäuse oder der Nationalpark Kalkalpen, haben auf den Landschaftsfotografie-Trend reagiert und bieten spezielle, teils mehrtägige Workshops zu Themen wie „Wildes Wasser“, „Wildtiere“ oder auch „Sternenhimmel“ an. Dabei rücken die Teilnehmer in Gruppen von circa 8 bis 12 Personen in die Natur aus und gehen unter Anleitung von Profifotografen auf Motive-Jagd. Gerade in der Natur ist es oft sinnvoll, sich in Geduld zu üben und Zeit für die beste Wahl von Einstellungen und Bildausschnitten zu nehmen.

    In kurzen Theorie-Einheiten wird das grundlegende Rüstzeug in Sachen Kameratechnik, Filter-Einsatz, Bildergestaltung etc. vermittelt, die Foto-Ausbeute abends besprochen und bearbeitet. Besonders spannend dabei: aus wie vielen verschiedenen Blickwinkeln die Teilnehmer ein und dasselbe Motiv – etwa einen Gebirgsbach – wahrnehmen und verewigen.

    Die – sonst in erster Linie schreibende – Bergwelten Online-Redaktion nahm kürzlich am „Indian Summer“-Workshop der Fotoschule Gesäuse teil. Hier einige Impressionen:

    „Indian Summer“ im Nationalpark Gesäuse

    5 Tipps fürs Fotografieren in der Natur

    • Fließendes Wasser – Lange Verschlusszeit: Wer einen „verwischten“ Effekt des fließenden Wassers (Bach, Wasserfall etc.) erzielen möchte, kann das über die Verschlusszeit tun. Durch eine längere Belichtungszeit (1/4-Sekunde und mehr) verschwimmt das fließende Wasser. Funktioniert aber eher nur mit Stativ.
    • Bildgestaltung – Raus aus der Mitte: Viele Motive wirken besser, wenn sie nicht zentral abfotografiert werden, sondern etwas an den Rand des Bildausschnitts rücken („Goldener Schnitt“). Bei Tieren gegen die Bewegungsrichtung.
    • Auf Äste achten: Auch auf die Ränder des Bildausschnitts sollte nicht vergessen werden. Oft schleichen sich dort dürre Äste oder Gräser ein, die vom Hauptmotiv des Bilds ablenken.
    • Mit Stativ fotografieren: Gerade in der Landschaftsfotografie empfiehlt sich das Verwenden von Stativen. Die sollten aber ausreichend hoch und stabil sein, damit Brückengeländer nicht zu unüberwindbaren Hürden werden bzw. die Kamera nicht am Boden zerschellt. Es lohnt sich in ein vernünftiges Teil (ab circa 150 Euro) zu investieren.
    • Warm anziehen: Mag die Sonne auch im Spätherbst noch wohlige Wärme spenden – an fließenden Gewässern stehend kann es beim Fotografieren richtig kalt werden, gerade an den Händen. Foto-Handschuhe mit herunterklappbaren Fingerenden leisten Abhilfe.
    Hartelsgraben Gesäuse
    Foto: Martin Foszczynski
    „Indian Summer“-Fotoworkshop im Hartelsgraben (Nationalpark Gesäuse)

    Fotoworkshops in Natur- und Landschaftsfotografie

    Lust auf einen Fotoworkshop im Freien bekommen? Wir haben einige Termine für euch herausgesucht:

    29.10.2016: Mensch&Natur - Porträtworkshop mit Stefan Leitner, Ort: Nationalpark Gesäuse (Steiermark)

    05.11.2016: Fotokurs Langzeitbelichtung an den Bodefällen, Ort: Braunlage, Nationalpark Harz (Niedersachsen)

    09.-11.11.2016: Only for Women - 3-Tages-Fotoseminar am Rotwandhaus, Ort: Schliersee (Bayern)

    18.-20.11.2016: Landschaftsfotografie am Neusiedlersee, Ort: Nationalpark Neusiedlersee - Seewinkel (Burgenland)

    25.-27.11.2016: Fotokurs "Masters Of Light" im Maggiatal, Ort: Coglio (Kanton Tessin, Schweiz)

    13.-15.01.2017: Winter Fotoworkshop mit Roland + Andreas Mayr, Ort: Villa Sonnwend, Nationalpark Kalkalpen (Oberösterreich)

    19.-22.01.2017: Winter Licht! – Fotokurs im Nationalpark Hohe Tauern, Ort: Huben (Osttirol)

    29.04.2017: Wasserfotografie in der Ysperklamm, Ort: Pisching im Yspertal (Niederösterreich)

    29.09.-01.10.2017: Landschaftsfotografie im Soca-Tal, Ort: Bovec (Slowenien)

    21.-22.10.2017: Herbst im Almtal, Ort: Grünau im Almtal (Oberösterreich)

    28.-29.10.2017: Lungau – Herbst in den Bergen, Ort: UNESCO Biosphärenpark Lungau (Salzburg)

     

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