
Spaltenrettung II: Seilrolle
Foto: argonaut.pro
von Peter Plattner
- ... auch bei einer Zweierseilschaft.
- ... allerdings nur, wenn genügend Seilreserven zur Verfügung stehen. Das Restseil an der Oberfläche muss ausreichen, um zum Gestürzten hinunter und wieder hinauf an den Spaltenrand zu führen. Eine Zweierseilschaft muss also circa jeweils den doppelten Seilabstand zum Partner (im Rucksack) zur Verfügung haben.
- ... nur wenn der Retter bis ganz an den Spaltenrand vorgehen kann und der Gestürzte fähig ist den heruntergelassenen Karabiner in seinen Gurt einzuhängen.
- ... auch für einen schwächeren Retter, wenn der Gestürzte beim „Hochziehen“ mithilft oder wenn andere Personen oben beim Ziehen helfen.
1. Sturz halten und Verankerung aufbauen

2. Last übertragen

3. Verankerung verbessern

4. Vorgehen zum Spaltenrand


5. Bergung

- Der Retter positioniert sich stabil kniend im Schnee und stimmt seine Selbtsicherung optimal ab.
- Er spannt die hinuntergelassene Seilschlinge – die Seilrolle – und schiebt die Rücklaufsicherung nach vorne.
- Nun gibt er ein lautes Zugkommando für den Gestürzten. Auf „Ho-Ruck“ zieht er an der Seilrolle nach oben und blockiert die gewonnene Strecke sofort, indem er die Reepschnur mit der Rücklaufsperre nach vorne schiebt.
- Mithelfen, also Ziehen, kann der Gestürzte am besten an dem Seil, das bei der Bergung locker wird – gleichzeitig kann er es dabei auch aus dem eingeschnittenen Spaltenrand befreien.





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