
Alpenglühen als Wetterzeichen
Foto: Philip Platzer
von Andreas Jäger
Die Alpen glühen aber nicht nur abends, sondern auch beim Sonnenaufgang, wenn das Wetter klar ist. Das charakteristische Rot entsteht durch die verschieden starke seitliche Ablenkung des blauen und roten Sonnenlichtanteils bei niedrigem Sonnenstand. Das Alpenglühen ist daher ein direktes Resultat der Lichtstreuung in der Erdatmosphäre.
- Mehr zum Phänomen Alpenglühen erfährst du in unserem
Berg-Know-How-Artikel.
Taugt Alpenglühen zur Wetterbestimmung?
- Abendrot ist vor allem ein untrügliches Zeichen der nahenden Dunkelheit. Daher: Schnell absteigen oder eine Hütte aufsuchen. Auch sagt man, dass glühende Berge am Abend auf schönes Wetter hindeuten. Das liegt daran, dass in diesem Fall der Himmel nach Westen hin klar sein muss, da aus dieser Richtung die Sonne scheint. Nach Osten hin kann es folglich bewölkt sein (muss es aber nicht). Diese Annahme macht grundsätzlich Sinn, weil bei uns die Wettersysteme meist von West nach Ost ziehen. Einen wissenschaftlich fundierten Zusammenhang gibt es aber nicht, betont Meteorologie-Experte Josef Lukas vom Wetterdienst Ubimet.
- Ein roter Himmel und glühende Berge am Morgen deuten hingegen auf klaren Himmel im Osten, wo die Sonne aufgeht, und eventuell Wolken am westlichen Horizont hin. Die Chance, dass eine Regenfront aufzieht, ist erhöht.

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