Phone am Handgelenk

Die Gear S3 Frontier Smartwatch von Samsung im Test

Produkttest • 6. März 2017
von Gerald Valentin

Diese Samsung-Smartwatch der neuesten Generation verspricht Pulsmessung, GPS, Musik und Telefonfunktion zu vereinen. Gerald Valentin hat das kleine Wunderding unter die Lupe genommen.

Samsung Gear S3 Frontier
Foto: Samsung
Samsung Gear S3 Frontier

Sportlich-elegant und mit großem Farbdisplay präsentiert sich die neueste Smartwatch des südkoreanischen Elektronikgiganten Samsung. Das Model Gear S3 Frontier richtet sich mit wasserdichtem Gehäuse und kratzfestem Glas an Sportler und Abenteurer. Trotz 13 mm dickem Gehäuse liegt die Uhr angenehm am Handgelenk, für zarte Hände ist das Ding jedoch überdimensioniert.

Mit einem drehbaren Ring wurde bei der Uhr ein geniales Bedienungskonzept umgesetzt. Über die bewegliche Lünette lassen sich fast alle Funktionen aufrufen. Ergänzend besitzt die Gear S3 zwei breite Druckknöpfe sowie einen Touchscreen. Das Display überrascht mit brillanten Farben und hoher Auflösung und ist selbst im Sonnenschein gut lesbar.

Für Outdoor-Sportler hat die Smartwatch eine GPS-Funktion integriert. Das Aufzeichnen einer Tour funktioniert anstandslos, zum Navigieren fehlt es aber an geeignetem Kartenmaterial – zudem ist das Display für eine derartige Aufgabe etwas zu klein. Die Pulsmessung erfolgt über das Handgelenk und liefert Hobbysportlern ausreichend genaue Ergebnisse. Der Barometer erlaubt die Bestimmung von Luftdruck und Seehöhe. Im Notfall kann über die Uhr ein SOS-Signal abgesetzt werden. Dabei werden mit Hilfe des Smartphones eine Nachricht und der letzte erfasste Standort an ausgewählte Kontakte gesendet.

Telefonieren über das Handgelenk

Als besonderen Clou besitzt die Gear S3 Mikrofon und Lautsprecher womit bei Koppelung mit dem Smartphone Telefonieren möglich ist. Naturgemäß kann der Klang der Mini-Lautsprecher nicht begeistern, er erlaubt jedoch eine problemlose Kommunikation und sorgt garantiert für Aufsehen. Wer Musik hören will lädt sich die Songs auf die Uhr und gibt diese über einen Bluetooth-Kopfhörer wieder.

Die Laufzeit der Gear S3 hat im Test rund zwei Tage betragen, danach musste dar Akku wieder aufgeladen werden. Um Strom zu sparen ist das Display dunkel und wird nur aktiviert, wenn man das Handgelenk in Ableseposition dreht. Die Kompatibilität der Uhr ist mit Smartphones von Samsung aber auch mit Android-Geräten anderer Hersteller sehr zufriedenstellend. Geringere Begeisterung kommt auf, wenn man die Gear S3 mit einem iPhone verbindet. In dieser Konstellation stockt der Nachrichtenaustausch und auch das Telefonieren will nicht gelingen.

Samsung Gear S3 Frontier
Foto: Gerald Valentin
Die drehbare Lünette kann auch mit Handschuhen bedient werden

Fazit: Die Gear S3 ist wahrlich ein technisches Wunderding und zurzeit die ausgereifteste Smartwatch am Markt. Die App-Auswahl ist begrenzt und lässt noch einige Wünsche offen. Zielgruppen dieser Uhr sind Technikfreaks und Leute, die keine Sekunde ihres Lebens die Verbindung zur Außenwelt verlieren wollen. Die Telefonfunktion der Uhr ist ein Tool, mit dem es sich gut angeben lässt.

Infos

Preis: € 400

Gewicht: 62 g

Wertung

Bedienung: ★★★★★

Display: ★★★★

Verfügbarkeit von Apps: ★★★★★

www.samsung.com

 

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Gerald Valentin
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Gerald Valentin ist Bergwelten-Cheftester. Als Salzburger Landesgeologe, als Berg- und Skiführer weiß er genau, welche Ausrüstung am Berg besteht. Die Berge sind nicht nur sein Arbeitsumfeld, sondern auch seine Leidenschaft. Für uns nimmt er jede Woche ein neues Produkt genau unter die Lupe. Seine Favoriten stellt er hier kritisch analysiert in Wort und bewegtem Bild vor.
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