
Vom Sinn und Unsinn des Gipfelbuchs
Foto: imageBROKER / Moritz Wolf
von Christina Geyer
So richtig weiß man eigentlich nicht, wie es entstanden ist und seinen Weg auf den Gipfel gefunden hat, das Gipfelbuch. Während manche meinen, es würde gleich mehrere wichtige Funktionen erfüllen, sind andere davon überzeugt, dass es allenfalls eine Einladung für überflüssiges Gekritzel ist. Wir klären auf: über Sinn und Unsinn des Gipfelbuchs.
Ohne Kreuz, kein Buch: In den allermeisten Fällen sind die Gipfelbücher in wetterfesten Hüllen, zumeist in Metalkassetten, an Gipfelkreuzen angebracht. Bereitgestellt werden sie vor allem von zuständigen Sektionen des Alpenvereins, aber auch von Hüttenwirten, Tourismusverbänden oder Bergführern. Als gesichert gilt das Vorkommen des Gipfelbuchs seit den 1850er-Jahren, entstanden vermutlich in enger Verwandtschaft zu Einschreibebüchern an Wallfahrtsorten. Während jene aber hauptsächlich die Funktion eines Gästebuchs erfüllten, wurde dem Gipfelbuch mit den Jahren ein darüber hinausgehender Sinn zugeschrieben.
Es sollte mehr sein als nur Zeitzeugnis von Besuchen – und so wurde es, wie auch das Hüttenbuch, zum Bezugspunkt für die Bergrettung. Als dienliche Informationen gelten Angaben zu Namen der Bergsteiger, Datum und geplanter Tour. Einträge, die sich wie Tagebuch-Niederschriften oder lyrische Erstversuche lesen, sind darum zum Teil bis heute verpönt.

Alpinwissen
Das Kreuz ist das Gipfelzeichen par excellence. Aber war es immer schon da – und wenn ja, warum? Die (relativ kurze) Geschichte des religiösen Symbols auf den Bergen der Alpen.

Alpinwissen
Ein Beweis für die Nachwelt
Kritische Stimmen sehen im Gipfelbuch trotzdem weniger Informationsquelle als Einladung für das „geistloseste Gekritzel“, wie etwa Bergsteiger und Alpenforscher Anton Ruthner (1817-1897) urteilte. Mit dieser Meinung stand er nicht allein da. Auch der steirische Schriftsteller Peter Rosegger (1843-1918), zeitlebens heimatverliebt und in den Bergen unterwegs, interpretierte das Gipfelbuch als Aufforderung, „sich auszuschreiben“. Es würde den „Drang“ des Menschen offenbaren, „überall, wo er wirkt und wandert, eine Spur von sich zu hinterlassen“. So gesehen manifestiert sich im Gipfelbuch das menschliche Verlangen nach Unsterblichkeit – als Beweis für die Nachwelt, dass man wirklich leibhaftig da gewesen ist.
Das gilt gleichermaßen für das klassische Gipfelbuch wie auch für virtuelle Gipfelbücher, in die man sich mittels GPS-Nachweis eintragen kann. Da wie dort möchte der Bergsteiger den Erfolg seiner Bergtour beweisen – und für die Ewigkeit festhalten.

Alpinwissen
Heute sind die Hütten aus den Bergen kaum noch wegzudenken. Sie sind Festungen inmitten von unendlichen Weiten, die uns mit flaumigem Kaiserschmarrn und hochprozentiger Zirbe in ihren warmen Stuben empfangen. Das war aber nicht immer so.

Alpinwissen

Alpinwissen
Tagsüber sind wir alle gern am Berg unterwegs. Spätestens in der Dämmerung aber ziehen wir uns wieder in die warme Stube zurück. Dabei gibt es kaum ein eindrucksvolleres Erlebnis, als sich der Natur nachts auszuliefern. Wir geben euch 6 nützliche Tipps für das nächtliche Abenteuer im Freien.

Alpinwissen

Alpinwissen
Es gibt ein paar Dinge, die man unbedingt auf jeder Hütte tun sollte und dann gibt es ein paar Dinge, die man keinesfalls tun sollte. Und dann gibt es da noch ein paar Kniffe, die einem das Leben – insbesondere die Nacht – auf der Hütte erheblich erleichtern. Wir haben 8 Empfehlungen für euch zusammengestellt.

Alpinwissen

Alpinwissen

Berg & Freizeit
Alpinwissen

Berg & Freizeit

Berg & Freizeit

Berg & Freizeit