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Tourentipp

Skihochtour: Auf den Hohen Dachstein von Obertraun aus

• 14. März 2020
von Robert Maruna

Der Dachstein. Kalkgigant und Grenzberg. Ein Berg, der sich mit seinen unzähligen Aufstiegs- und Abfahrtsmöglichkeiten nicht nur unter Österreichern höchster Beliebtheit erfreut. Heute stellen wir euch die klassische Variante von Obertraun aus auf den höchsten Gipfel der Steiermark (2.995 m) vor – ein Skihochtourenjuwel der Ostalpen.

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Foto: Christian Klöckl
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Die Tour

Aufstieg

Das Dachsteinmassiv erhebt sich genau an der Grenze zwischen den Bundesländern Salzburg, Steiermark und Oberösterreich. Ausgangspunkt für die wunderschöne, aber kräftezehrende (ca. 7h) Tour ist der geschichtsträchtige Ort Obertraun in Oberösterreich. Mit der ersten Gondelfahrt (für Tourengeher im Frühjahr um 7:30 Uhr) geht es hinauf auf den Krippenstein, von wo aus per Ski in Richtung Gjaidalm (1.788 m) abgefahren wird. Nun werden die Felle angelegt und über flaches Gelände beginnt der erste Anstieg über das Hochplateau des Krippenstein. Die Bundesheerkaserne (1.832 m) wird linkerhand liegen gelassen und weiter geht es über den Rumpler, zwischen dem Niederen und dem Hohen Rumpler hindurch, zum Skigebiet Dachsteingletscher hinauf.

Unterhalb des Mittersteins könnt ihr die Felle vorerst einpacken und zum Sessellift abfahren. Nun heißt es Platz nehmen in dem urig-alten Doppelsessellift, um anschließend mit dem Schlepplift unterhalb des Gjaidstein weiter hinauf bis zu Bergstation zu gelangen. Oben angekommen werden die Felle wieder ausgepackt und es beginnt der letzte Anstieg per Ski bis zur Randkluft. Diese wird von den meisten Tourengehern als Skidepot genutzt. Ist das Material verstaut, können abhängig von den Bedingungen die Steigeisen angezogen und der Gipfel des Hohen Dachstein über den Klettersteig erklommen werden. Hier sollte unbedingt ein Moment innegehalten und der 360°-Blick auf knapp 3.000 Höhenmetern in vollen Zügen genossen werden. 

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Foto: Bergwelten.com

Abfahrt

Im Anschluss an das Gipfelerlebnis beginnt der eigentliche Spaß: Zuerst wird über den Klettersteig zurück zur Randkluft abgestiegen und die Skier werden wieder angeschnallt. Nun liegen 800 Höhenmeter feinster Powder zu euren Füßen. Die Abfahrt zum Oberen Eissee ist durchwegs nördlich orientiert und bietet selbst im April wundervollen Pulvergenuss. Unten angekommen müssen die Felle noch ein letztes Mal angelegt werden, um zur Simonyhütte aufzusteigen. Hier sollte man unbedingt ein kühles Hopfengetränk im Sonnenschein genießen bevor es über die markierten Wege zurück zur Gjaidalm und auf der Skipiste hinab zur Talstation Krippenstein geht.

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