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Am Großglockner

Die Stüdlhütte im Portrait

• 21. April 2022

Direkt am Großglockner – auf der Osttiroler Seite – gelegen, ist die Stüdlhütte (2.802 m) ein idealer Ausgangspunkt für alle, die sich den Traum von der Besteigung des höchsten Bergs Österreichs erfüllen wollen.

Stüdlhütte
Foto: Philipp Schönauer
Die Stüdlhütte inmitten der Kulisse der Hohen Tauern
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Lage

Die Osttiroler Stüdlhütte liegt inmitten der imposanten Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern – dementsprechend üppig ist die Auswahl an Touren, die Bergwanderer, Kletterer und Skitourengeher in ihrer Umgebung vorfinden. Bereits in einer Viertelstunde zu erreichen ist der Gipfel des Fanatkogels (2.905 m), der direkt über der Hütte aufragt – ebenfalls nur rund 30 min entfernt ist die Schere (3.031 m), von wo aus man einen fantastischen Blick auf Großglockner, Stüdlgrat, Ködnitzkees und Adlersruhe genießen kann. Viele Hüttengäste wollen den höchsten Berg Österreichs freilich nicht nur sehen, sondern auch erreichen – die Gipfelbesteigung des Großglockners nimmt über die Adlersruhe oder den Stüdlgrat rund 5 Stunden in Anspruch.

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Wirtsleute

Seit 2018 sind Matteo (26) und Veronika Bachmann (27) – beide aus Osttirol – die Pächter der Stüdlhütte. Das junge Paar hegte schon lange den Traum, gemeinsam eine Hütte zu betreiben, wobei Vroni mit ihren Küchen-Künsten und Matteo mit seinem Organisationstalent punktet. Schon von 2013 bis 2014 sammelten sie Erfahrung auf der Freiburger Hütte in Vorarlberg, ehe sie sich 2014 an ihr eigenes Projekt, das Hannoverhaus am Ankogel, wagten. Nun empfangen sie ihre Gäste direkt am Großglockner, unterhalb eines der bedeutendsten Gipfeln der Ostalpen also, was Vroni und Matteo mit viel Freude, aber auch Respekt erfüllt. Wer bei den beiden einkehrt, kann sich auf kompetente Betreuung, vorzügliche Verpflegung und Sauberkeit freuen.

Besuch

Die Stüdlhütte verfügt über eine sehr gemütliche Gaststube, eine Indoor-Kletterwand und eine Terrasse mit herrlichem Ausblick auf die Gipfel des Nationalparks Hohe Tauern. Kredenzt wird hauptsächlich Tiroler Küche (wechselnde Tagesgerichte), am Abend in Form von großzügigen Buffets. Es gibt 122 Matratzenlagerplätze, einfache Waschräume und Warmwasser-Duschen. Die Betreiber empfehlen dringend, frühzeitig zu reservieren, besonders dann, wenn es sich um mehrere Übernachtungsgäste handelt.

Innen- und Außenansichten der Stüdlhütte

Besonderes

Während die Anfänge der Original-Stüdlhütte noch tief im 19. Jahrhundert liegen, fällt der 1997 eingeweihte Neubau durch seine außergewöhnliche Architektur auf. Es war Johann Stüdl aus Prag, der auf seinen alpinen Entdeckungsreisen am 26. August 1867 nach Kals kam und beschloss, auf eigene Kosten eine Hütte auf der Fanotscharte errichten zu lassen. Sie wurde am 15. September 1868 eingeweiht und war nur 7,5 mal 4,5 Meter groß. An der heutigen, rolladenförmigen Hütte mit Aluminiumfassade, ein Entwurf des Architekten Albin Glaser, wurde zwei Jahre gebaut. Sie ist durch ihre moderne Gestaltung nicht nur ein Hingucker, sondern auch größtenteils energieautark. Sonnenkollektoren sorgen für das Warmwasser, Photovoltaik für die Stromerzeugung.  Die Tonnenform der Hütte auf der Windseite ist übrigens ihrer exponierten Lage mit Windgeschwindigkeiten über 200 km/h geschuldet. An den Seiten des Gebäudes kamen traditionelle Holzschindeln zum Einsatz.

Die erste Stüdlhütte im Gemälde eines unbekannten Malers aus dem Jahr 1874
Foto: Wikipedia
Die erste Stüdlhütte im Gemälde eines unbekannten Malers aus dem Jahr 1874

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