Unsere Mission: Die Big Five der Alpen sichten. Unser Plan: Im größten Nationalpark der Alpen, dem Nationalpark Hohe Tauern, wandern gehen. Im Gepäck: Spektiv, Fernglas von Swarovski Optik und jede Menge Geduld.
Mit dem Land Rover Defender mit Dachzelt startet die Tour in Wien. Wir fahren gen Süden mit dem Ziel Matrei in Osttirol. Auf dem Weg machen wir einen Abstecher ins Rauriser Krumltal, auch „Tal der Geier“ genannt. Dort wandern wir auf dem „Lehrweg Könige der Lüfte“ und hoffen, die majestätischen Greifvögel am Himmel zu sichten – mit durchwachsenem Erfolg. Am Campingplatz Edengarten in Matrei angekommen schlagen wir unser Dachzelt auf. Bevor wir uns in unsere Decken von Voited kuscheln, stärken wir uns noch mit italienisch-österreichischer Hausmannskost in der nahe gelegenen Alten Mühle.
An Tag zwei steht eine Wanderung auf die Jagdhausalm im Defereggental an: ein besonders guter Ort, um sowohl Gämsen als auch Murmeltiere zu sichten. Am Weg liegt ein Wildtier-Beobachtungsturm, von dem aus man die umliegenden Berghänge nach Alpentieren absuchen kann. Angekommen auf der Jagdhausalm, die an ein tibetisches Bergdorf erinnert, kehren wir ein, und steigen anschließend noch zum „Pfauenauge“ auf, einem malerischen ovalen Bergsee.
Nach der einfachen Wanderung fahren wir ins rund 45 Kilometer entfernte Kals am Fuße des Großglockners. Dort nächtigen wir im Nationalparkcamping Kals auf 1.450 Metern Seehöhe und essen im nahe gelegenen Taurerwirt zu Abend.
Der dritte Tag der Reise startet vielversprechend: Bei der geführten Rangertour in Kals am Großglockner sichten wir bereits vom Parkplatz Glocknerwinkel aus die ersten Wildtiere (Reh und Murmeltier). Mit Rangerin Caroline Führer steigen wir vor beeindruckender Kulisse zur Lucknerhütte auf und bekommen dabei Gams, Gänsegeier und Fuchs vor die Linse. Nach den erfolgreichen Sichtungen treten wir die lange Rückreise nach Wien an.
Die „Big Five“ gibt es nicht nur in der afrikanischen Savanne, sondern auch im Alpenraum. Dazu zählen der Steinbock, die Gams, das Murmeltier, der Steinadler und der Bartgeier. Mitunter werden auch der Alpen- und Feuersalamander zu den „Großen Fünf“ gezählt. Übrigens: Der Begriff wurde ursprünglich von Großwildjägern in Afrika geprägt. Diese bezeichneten damit die fünf afrikanischen Tiere, die besonders gefährlich und schwierig zu erlegen waren: der afrikanische Elefant, das Nashorn, der Kaffernbüffel, der Löwe und der Leopard.