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Tour zum Nachmachen

Vanlife: Tiere beobachten in den Hohen Tauern

29. September 2023
5 Min. Lesezeit
von Judith Steinkellner

Du willst Steinbock, Gams, Murmeltier, Bartgeier und Steinadler in freier Wildbahn erleben? Im Nationalpark Hohe Tauern stehen die Chancen gut, den „Big Five“ der Alpen zu begegnen. Wir waren drei Tage lang auf Alpensafari in den Hohen Tauern und teilen unsere Camping-, Touren- und Einkehrtipps mit euch!

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Foto: Judith Steinkellner
Mit dem Landrover Defender mit Dachzelt waren wir drei Tage lang in Osttirols Bergen unterwegs. Immer dabei: Die Decken von Voited.

Auf einen Blick

Unsere Mission: Die Big Five der Alpen sichten. Unser Plan: Im größten Nationalpark der Alpen, dem Nationalpark Hohe Tauern, wandern gehen. Im Gepäck: Spektiv, Fernglas von Swarovski Optik und jede Menge Geduld.

Tag 1: Auf den Spuren der Geier

Mit dem Land Rover Defender mit Dachzelt startet die Tour in Wien. Wir fahren gen Süden mit dem Ziel Matrei in Osttirol. Auf dem Weg machen wir einen Abstecher ins Rauriser Krumltal, auch „Tal der Geier“ genannt. Dort wandern wir auf dem „Lehrweg Könige der Lüfte“ und hoffen, die majestätischen Greifvögel am Himmel zu sichten – mit durchwachsenem Erfolg. Am Campingplatz Edengarten in Matrei angekommen schlagen wir unser Dachzelt auf. Bevor wir uns in unsere Decken von Voited kuscheln, stärken wir uns noch mit italienisch-österreichischer Hausmannskost in der nahe gelegenen Alten Mühle.

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Eat, Sleep, Tiere beobachten, Repeat.

Tag 2: Ins Klein-Tibet Osttirols

An Tag zwei steht eine Wanderung auf die Jagdhausalm im Defereggental an: ein besonders guter Ort, um sowohl Gämsen als auch Murmeltiere zu sichten. Am Weg liegt ein Wildtier-Beobachtungsturm, von dem aus man die umliegenden Berghänge nach Alpentieren absuchen kann. Angekommen auf der Jagdhausalm, die an ein tibetisches Bergdorf erinnert, kehren wir ein, und steigen anschließend noch zum „Pfauenauge“ auf, einem malerischen ovalen Bergsee.

Nach der einfachen Wanderung fahren wir ins rund 45 Kilometer entfernte Kals am Fuße des Großglockners. Dort nächtigen wir im Nationalparkcamping Kals auf 1.450 Metern Seehöhe und essen im nahe gelegenen Taurerwirt zu Abend.

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Tag 3: Im Schatten des Großglockners

Der dritte Tag der Reise startet vielversprechend: Bei der geführten Rangertour in Kals am Großglockner sichten wir bereits vom Parkplatz Glocknerwinkel aus die ersten Wildtiere (Reh und Murmeltier). Mit Rangerin Caroline Führer steigen wir vor beeindruckender Kulisse zur Lucknerhütte auf und bekommen dabei Gams, Gänsegeier und Fuchs vor die Linse. Nach den erfolgreichen Sichtungen treten wir die lange Rückreise nach Wien an.

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Foto: Judith Steinkellner
Vor der beeindruckenden Kulisse des Großglockners steigen wir zur Lucknerhütte auf.

Schon gewusst?

Die „Big Five“ gibt es nicht nur in der afrikanischen Savanne, sondern auch im Alpenraum. Dazu zählen der Steinbock, die Gams, das Murmeltier, der Steinadler und der Bartgeier. Mitunter werden auch der Alpen- und Feuersalamander zu den „Großen Fünf“ gezählt. Übrigens: Der Begriff wurde ursprünglich von Großwildjägern in Afrika geprägt. Diese bezeichneten damit die fünf afrikanischen Tiere, die besonders gefährlich und schwierig zu erlegen waren: der afrikanische Elefant, das Nashorn, der Kaffernbüffel, der Löwe und der Leopard.

Auf den Spuren der Big Five

Der Nationalpark Hohe Tauern ist 1.856 Quadratkilometer groß und beheimatet über 10.000 Tierarten. Es verwundert daher nicht, dass man auf beinahe jeder Wanderung mit etwas Glück und Geduld Wildtiere beobachten kann. Wir haben drei besonders vielversprechenden Touren gemacht.

Tour 1: Lehrweg Könige der Lüfte" im Rauriser Krumltal

Es wird nicht umsonst als „Tal der Geier“ bezeichnet: Im Rauriser Krumltal ziehen Steinadler, Gänse- und Bartgeier am Himmel ihre Kreise. Das Tal wurde 1986 für die Wiederansiedlung des Bartgeiers gewählt, nachdem dieser in Europa ausgerottet worden war. Zudem zählt es zu den am dichtesten von Steinadlern besiedelten Tälern Österreichs. Entlang des Lehrwegs wandert man an zahlreichen Wasserfällen vorbei und erhascht schöne Blicke auf die schneebedeckten Gipfel der Salzburger Goldberggruppe. Schautafeln am Wegesrand vermitteln Wissenswerte über die majestätischen Vögel.

Auch ohne einen der majestätischen Vögel zu erspähen lohnt sich die Wanderung im Rauriser Krumltal: der Weg führt entlang zahlreicher Wasserfälle.

Tour 2: Wanderung auf die Jagdhausalm

16 Steinhäuser und eine Kapelle umfasst die denkmalgeschützte Jagdhausalm, die an ein kleines tibetisches Bergdorf erinnert. Die einfache Wanderung zur ältesten Alm Österreichs führt von der Oberhausalm auf einem breiten Schotterweg über 300 Höhenmeter zum Ziel. Gleich zu Beginn der Wanderung kann man einen kurzen Abstecher zum 22 Meter hohen Wildtierbeobachtungsturm machen. Vom Turm aus blickt man über die Baumwipfel des Zirbenwalds auf die umliegenden Bergrücken. Mit etwas Geduld kann man hier Gams, Murmeltier, Rot- und Rehwild sowie Steinadler und Bartgeier beobachten.

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Foto: Judith Steinkellner
Die Jagdhausalm wird nicht umsonst „Klein-Tibet" genannt, erinnert sie doch an ein fernöstliches Bergdorf.

Tour 3: Rangertour bei Kals am Großglockner

Wissen, wo man hinschauen und -hören muss: Bei der geführten Wildtierbeobachtungstour am Fuße des Großglockners bekommt man dabei Hilfe von geschulten Rangerinnen und Rangern. Gemeinsam mit ihnen begibt man sich auf die Suche nach den Big Five der Alpen – und entdeckt mit ziemlicher Sicherheit zumindest ein paar der Alpentiere.

Vom Parkplatz Glocknerwinkel beim Lucknerhaus in Kals steigt man bis zur Lucknerhütte auf und lernt am Weg allerlei Interessantes über Verhalten und Überlebensstrategien der Wildtiere. Wer möchte, kann im Anschluss noch selbstständig zur Stüdlhütte, Glorerhütte oder Salmhütte aufsteigen. Die rund vierstündige Tour kostet für Erwachsene 20 Euro, für Kinder 13 Euro.

Gemeinsam mit einem Ranger gestaltet sich die Suche nach Alpentieren gleich viel einfacher.

Auf dem Stellplatz

Nacht 1: Camping Edengarten, Matrei

Eingebettet zwischen den Spitzen der Hohen Tauern liegt am südlichen Ortsrand von Matrei der ruhige Campingplatz Edengarten. Er ist ein idealer Ausgangspunkt für viele Wanderungen, Rad- und Klettertouren in der Region. Ein Restaurant samt Pizzeria befindet sich direkt am Platz; Geschäfte, Apotheken und Restaurants sind in wenigen Gehminuten erreichbar.

Am geräumigen Campingplatz finden wir schnell einen Stellplatz für den Land Rover Defender, bevor wir es uns im Dachzelt mit den Decken von Voited gemütlich machen.

Der Campingplatz Edengarten liegt inmitten der Tauerngipfel.

Nacht 2: Nationalparkcamping, Kals am Großglockner

Inmitten der Natur mit herrlichem Blicken auf die umliegenden Berge nächtigt man im Nationalparkcamping Kals auf 1.450 Höhenmetern. Der Campingplatz bietet alle Services, die man für eine Nacht im Dachzelt benötigt: saubere Sanitäranlagen, freundliches Personal und jede Menge Platz. Die nächstgelegenen Geschäfte und Restaurants sind rund 20 Gehminuten entfernt. Morgens kann man an der Rezeption frisches Gebäck und Kaffee holen. Der Campingplatz ist vor allem bei Natur- und Sportliebhabern beliebt, da viele Wander- und Radwege direkt vom Platz erreicht werden können.

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Foto: Judith Steinkellner
Im Dachzelt des Land Rover Defender lassen wir den Abend mit einem Buch ausklingen. Die Stirnlampe von Black Diamond sorgt für ausreichend Licht.

Auf dem Teller

Alte Mühle, Matrei

Von den klassischen, saftigen Tiroler Käsespatzln bis zum ofenfrischen Schweinsbraten: Im urigen Wirtshaus „Alte Mühle“ wird alpin-mediterrane Küche am Puls der Zeit serviert. Besonders lecker: das Pfannenrösti mit Ofengemüse und Kräuterkartofferl.

Jagdhausalm, Defereggental

Im „Klein-Tibet“ der Alpen kann man sich nach einer Wanderung mit selbstgemachten Produkten von Käse bis Kuchen stärken. Auf der Terrasse mit Blick auf die Berggipfel schmeckt es sowieso gleich doppelt so gut!

Taurerwirt, Kals

Kräuter aus dem eigenen Garten, Wildfleisch aus dem Kalser Jagdrevier und Saiblinge aus dem nahe gelegenen Fischteich werden im Taurerwirt zu kunstvollen Speisen angerichtet und serviert. Das sieht nicht nur schön aus, sondern schmeckt auch! Das Restaurant gehört zwar eigentlich zum Wanderhotel Taurerwirt, ist aber auch für alle Nicht-Hotelgäste zugänglich.

Lucknerhütte, Großglockner

Erste Reihe fußfrei heißt es auf der Lucknerhütte für alle, die Murmeltiere beobachten wollen. Denn auf der Terrasse vor der Hütte sitzend kann man nicht nur die ausgezeichnete Hüttenkost genießen, sondern ganz nebenbei auch Alpentiere in der freien Wildbahn beobachten – Blick auf den Großglockner inklusive!

Vielen Dank an unsere Ausstattungspartner:

  • Mit dem Land Rover Defender ist man in jedem Gelände sicher unterwegs - perfekt, wenn man auf der Suche nach den Big Five der Alpen ist.

  • Die Decken von Voited sind nicht nur kuschelig warm, sondern auch noch wunderschön anzusehen.

  • Mit dem Fernglas von Swarovski Optik scheinen die Wildtiere der Alpen zum Greifen nahe.

  • Die praktische Stirnlampe von Black Diamond darf bei keinem Campingausflug fehlen.

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