15.500 Touren,  1.700 Hütten  und täglich Neues aus den Bergen
Anzeige
Selbstgemacht

Kräuter-Oxymel (Sauerhonig)

Tipps & Tricks • 26. Oktober 2021
2 Min. Lesezeit
von Valerie Jarolim

Oxymel, auch Sauerhonig genannt, ist nicht nur ein altes Heil-, Haus- und Genussmittel, es schmeckt auch ganz wunderbar! Es handelt sich dabei um eine Zubereitung aus dem Bereich der Erfahrungs- und Volksmedizin, bestehend aus Honig, Essig und eingelegten Kräutern.

Kräuter Oxymel angerichtet mit Kräutern
Foto: Valerie Jarolim
Kräuter-Oxymel ist ein altes Haus-, Heil- und Genussmittel
Anzeige
Anzeige

Bekannterweise wirken sich Honig und Essig alleine schon positiv auf die Gesundheit aus. Ergänzt mit Kräutern entsteht eine wunderbare „Kräutermedizin“. Oxymel kann kurmäßig, also über einen längeren Zeitraum, oder mit Soda als Erfrischungsgetränk getrunken werden – gerade auch nach dem Sport sorgt das rasch für Energie.

Für das Oxymel eignen sich im Herbst Kräuter, die uns in der kalten Jahreszeit unterstützen können. Linden- und Holunderblüten gelten als schweißtreibend und abwehrstärkend. In der Naturheilkunde sind ihre Einsatzgebiete u. a. Erkältungen, Husten und Schnupfen. Thymian wurde früher als „Antibiotikum der armen Leute“ bezeichnet und hat dank seiner ätherischen Öle keimhemmende, aber auch hustenlindernde Eigenschaften. Salbei ist eine der beliebtesten Heilpflanzen bei Erkältung, Halsschmerzen und Co. Sein Name stammt vom lat. „salvare“ ab, was „heilen“ und „gesund“ bedeutet.

Am Wald- und Wegrand können wir gerade die Hagebutte entdecken. Die Früchte der Wildrosen enthalten große Mengen Vitamin C und können damit als „Zitrone des Nordens“ das Immunsystem unterstützen. Gut gewaschen und klein geschnitten kann auch die Hagebutte für das Oxymel verwendet werden. Achtung: Im Inneren befinden sich viele kleine Kerne und Härchen, die Juckreiz auslösen können.

Frische Hagebutten in einem Korb
Foto: Valerie Jarolim
Hagebutten eignen sich wunderbar für ein abwehrstärkendes Oxymel

Bei der Wahl der Kräuter kann aus dem Vollen geschöpft werden. So kann man im Frühling Brennnessel und Löwenzahn für ein stoffwechselförderndes Frühlings-Oxymel verwenden. Melisse, Kamille und Baldrian ergeben ein beruhigendes Oxymel.

Für das Oxymel können die Kräuter einzeln oder auch gemischt verwendet werden. Ist das Oxymel nach der Ziehzeit fertig, kann es kurmäßig (3-6 Wochen lang) eingenommen werden. Dazu trinkt man 1-2 EL Oxymel verdünnt mit etwas Wasser 2x täglich. Der Sauerhonig kann aber auch als gesunder Sirupersatz genossen und sogar für Salatdressings verwendet werden. Dazu wird Oxymel zum Beispiel mit nativem Olivenöl, Salz und Pfeffer verrührt.

Zutaten Kräuter-Oxymel

  • 10 EL Bio-Honig
  • 5 EL (unpasteurisierter) Apfelessig
  • 5-6 EL Kräuter wie z.B. Holunder- oder Lindenblüten, Kamille, Thymian, Salbei, Hagebutten

Zubereitung

Zubereitung von Oxymel

Zuerst werden die Kräuter gut zerkleinert, dann das Basis-Oxymel zubereitet: Honig und Apfelessig werden dazu in einem verschließbaren Glas verrührt. Werden frische Kräuter verwendet, nimmt man jeweils etwas mehr. Dann werden die zerkleinerten Kräuter eingefüllt und ebenfalls gut untergerührt. Das Glas wird verschlossen. Nun darf das Oxymel etwa 2-4 Wochen an einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur ziehen. Während der Ziehzeit schüttelt man es immer wieder und seiht es danach durch einen Filter in Flaschen ab. Dunkel und bei Zimmertemperatur gelagert ist das Oxymel etwa 1 Jahr haltbar.

Mehr zum Thema

Bergwelten entdecken