Die Brennnessel ist eine beliebte heimische Pflanze, um im Frühling den gesamten Stoffwechsel anzuregen. Deshalb wurde sie zu einem wichtigen Bestandteil von Tees und Frühjahrskuren. Aber nicht nur als Tee entfaltet die Brennnessel ihre Wirkung, auch in Form einer Suppe, im Pesto oder Smoothie macht sie eine gute Figur. Brennnessel-Rezepte gibt es zuhauf. Das Tolle an dem grünen Wildkraut ist, dass wir sie von Frühling bis Herbst gratis vor der Haustüre sammeln können.
Vor der Brennwirkung muss man sich beim Verzehr nicht fürchten, diese geht beim Waschen und später bei der Verarbeitung verloren. Zum Sammeln ist es jedoch ratsam Handschuhe zu tragen. Erfahrene Kräutersammlerinnen ernten die Brennnessel aber auch mit den bloßen Händen. Arbeitet man gegen die Wuchsrichtung der Brennhaare – von unten nach oben und von innen nach aussen –, dann muss man die Brennwirkung kaum mehr fürchten.
Die Pflanze ist eine geballte Portion an Vitaminen, Mineralien und antioxidativ wirkenden Pflanzeninhaltsstoffen. In ihr steckt fünfmal so viel Vitamin C wie in Zitronen, in ihren Blättern schlummert außerdem eine ordentliche Portion Vitamin A, Kieselsäure, Chlorophyll und Eisen – wodurch sie zum „besseren“ und sogar aromatischeren Spinat wird.
Tipp: Im Frühling, wenn die Brennnessel-Triebe noch jung und weich sind, erntet man einfach die ganze Pflanze und später im Jahr, wenn der Stängel unten bereits leicht verholzt, nur die oberen 15 - 20 cm bzw. die oberen Blätter der Triebspitze. Einen Teil des Brennnessel-Bestandes sollte man aber immer stehen lassen, denn für Schmetterlingsraupen sind Brennnesseln eine wichtige Futterquelle.
Das könnte dich auch interessieren:
Die Zwiebel klein schneiden und in Öl oder Butter glasig dünsten. Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und zusammen mit dem klein geschnittenen Suppengrün kurz anbraten. Mit Wasser oder Brühe ablöschen, salzen und etwa 10 Minuten kochen lassen, bis die Kartoffeln weich werden. Brennnessel und Bärlauch in der Zwischenzeit waschen, grob schneiden und abschließend 3 - 5 Minuten mitkochen lassen. Mit Hafersahne oder Obers abschmecken und nach Belieben mit Pfeffer und Muskatnuss würzen. Mit dem Pürierstab mixen und mit essbaren Blüten dekorieren – Mahlzeit!
Noch ein Tipp: Achtet bitte beim Sammeln darauf, nur Pflanzen zu ernten die ihr auch sicher erkennt oder bestimmten könnt, um Verwechslungen mit Giftpflanzen auszuschließen!