
Rund um die Madrisa im vorarlberger Rätikon pendelten einst Schmuggler zwischen Österreich und der Schweiz. Auf einem rund 36 Kilometer langen Rundweg kann man in drei Etappen ein Stück Grenzgeschichte erkunden.
Was ist das Besondere an diesem Weitwanderweg?
Zwischen dem österreichischen Montafon und dem Schweizer Prättigau verliefen von der frühen Neuzeit bis weit ins 20. Jahrhundert die Schmugglerpfade. Diese Verbindungswege im Gebirge waren bei all jenen beliebt, die etwas vor dem Zoll zu verbergen hatten. Montafoner und Prättigauer verdienten hier bis in die 1970er hinein Handgeld mit dem Alltagsschmuggel. Vor allem ungerösteten Kaffe, Süßstoff, Tabak, aber auch Klein- und Großvieh schleuste man am Zollhaus vorbei.
Heute zeigen nur noch alte Relikte und Fundstücke wie Nägel, alte Wanderschuhe und Ruinen von Zollhäuschen wie es damals zugegangen sein muss. Eingerahmt sind diese historischen Spuren von einer idyllischen Berg- und Almenlandschaft, in der man Ruhe und Kraft findet.
Die drei Tagesetappen im Detail
Auf dem rund 36 Kilometer lagen Rundweg um die Madrisa erkundet man in 3 Etappen ein Stück Grenzgeschichte.
Von der Talstation der Gargellner Bergbahnen führt ein Waldweg an einem Bach entlang ins Valzifenztal. Dort folgt ein asphaltierter Forstweg, bis Serpentinen Richtung Schlawiner Joch führen und der Aufstieg etwas intensiver wird - die Madrisa ist dabei immer in Sicht. Die Route ist Teil der berühmten Via Valtellina. Der Grenzpunkt am Schlepper Joch bietet einen guten Ausblick in die Schweizer Alpen. Im Abstieg geht es ins Bergdorf Schlappin und schließlich wahlweise über einen Wald- oder einen Forstweg nach Klosters.
Ausgangspunkt: Bergbahnen Gargellen
Dauer: 6 h
Strecke: 13 km
Hohendifferenz: 800 m bergauf, 1.020 m bergab.

Mit der Madrisabahn geht es von Klosters hinauf zur Bergstation auf 1.800 Meter. Von dort aus wandert man leicht aufsteigend den Pättigauer Höhenweg entlang über die Mässplatten zum Minidorf Zastia, vorbei an üppigen Bergwiesen dann zum Jägglisch Horn mit herrlichem Ausblick auf Sulzfluh, Drusenfluh, Schesaplana und das Schweizertor. Der Abstieg erfolgt über Ascharina, dort können auch „Trottis“ gemietet werden, um die letzten Abstiegsmeter nach St. Antönien mit etwas mehr Geschwindigkeit zu bewältigen.
Ausgangspunkt: Klosters Dorf
Dauer: 6 h
Strecke: 12,4 km
Höhendifferenz: 470 m bergauf, 830 m bergab
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Am dritten und letzten Tag geht die Wanderung wieder zurück nach Gargellen ins Montafon. Auf der Talstraße verlässt man St. Antönien und zweigt bei Litzirüti ins Tal ab. Kurz geht es am Gafierbach entlang, anschließend dann ins Alpeltitälli. Hier beginnt der steile Aufstieg zum St. Anönier Joch. Nach einer Zollhütte erreicht man schließlich wieder die Staatsgrenze von Schweiz und Österreich und bekommt beste Aussicht auf das Rätikon. Dann folgt der Abstieg zu den Bergbahnen Gargellen, bei dem auch zwei kleine Bergseen passiert werden. Ab der Bergstation der Gargellner Bergbahnen kann man die letzten Höhenmeter mit der Gondelbahn bewältigen.
Ausgangspunkt: St. Antönien
Dauer: 5 h
Stecke: 8,7 km
Höhendifferenz: 980 m bergauf, 270 m bergab





Frühstück am Berg: Das Schafberg Hüsli bei den Bergbahnen Gargellen bietet im Sommer ein Bergfrühstück auf 2.130 Metern an. Neben der einzigartigen Kulisse warten lokale Spezialitäten wie Sura Kees, Kräutertopfen oder Montafoner Brösl. Bis 12. April 2026 von 8:30 bis 16 Uhr geöffnet.

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