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Schweizer Alpen

Die viaSpluga – eine Etappenwanderung durch die Zeit

Anzeige • 26. Mai 2020

Seit Jahrhunderten verbindet der Kultur- und Weitwanderweg viaSpluga Deutschbünder, Rätoromanen, Walser und Lobardem miteinander. Entlang der vier Etappen taucht man ein in die umfassende Transitgeschichte, entdeckt kulturelle Schätze und eindrucksvolle Panoramen.

Zweitausendjährige Transitgeschichte lässt sich auf der viaSpluga von Thusis nach Chiavenna erfahren.
Foto: Viamala Tourismus
Zweitausendjährige Transitgeschichte lässt sich auf der viaSpluga von Thusis nach Chiavenna erfahren.

Auf der 65 Kilometer langen Mehrtagestour wandert man durch die imposante Landschaft der Viamala von der schweizer Region Thusis über den Splügenpass nach Chiavenna. Neben dem historischen Hintergrund sind die verschiedenen Kulturen, Sprachen und Vegetationsstufen die Highlights der viaSpluga-Wanderung. Die Vier-Tages-Tour ist durchgehend vom Startpunkt Thusis bis Chiavenna als regionale Wanderroute Nr. 50 sowie mit braunen Wegweisern viaSpluga beschildert. 

1. Etappe: Thusis–Andeer

Die erste Etappe führt entweder über den Traversinersteg (Bergwanderweg) oder durch das Verlorene Loch (ein längerer Weg über eine asphaltierte Straße) zur legendären Viamala-Schlucht. Weiter geht es in Richtung Reischen nach Zillis. Dabei kommt man an der Kirche St. Martin aus dem 12. Jahrhundert vorbei, die mit ihrer mittelalterlichen, bunt bemalten Kirchendecke Besucher zum Staunen bringt. Danach spaziert man durch die verträumten Dörfer Donat und Clugin bis in den bekannten Badeort Andeer.

  • Strecke: 17,5 km
  • Dauer: ca. 6:15 h 
  • Aufstieg: 906 hm
  • Abstieg: 623 hm
Die Hauptroute, die sogenannte "Veia Traversina", führt von Sils im Domleschg über die Burg Hohen Rätien und den neuen Traversinersteg.

2. Etappe: Andeer-Splügen

Auch bei dieser Tour steht eine Schluchtdurchquerung auf dem Programm. Der Pfad ist geprägt von Bruchsteinmauern, Halbgalerien, unverkleideten Tunneln und gemauerten Galerien. Nach der Rofflaschlucht erreicht man Sufers am Stausee, welches bereits 931 in einem Verzeichnis der königlichen Güter in Rätien erwähnt wurde und somit zum ältesten Dorf im Tal zählt. Mit der Ankunft im Passdorf Splügen ist man am Ende dieser Etappe angekommen.

  • Strecke: 14,3 km 
  • Dauer: 5:00 h 
  • Aufstieg: 1.011 hm
  • Abstieg: 534 hm 
Die Rofflaschlucht liegt auf einer Höhe von 1.100 Metern und bildet die Grenze zwischen dem Schams und dem Rheinwald.

3. Etappe: Splügen–Isola

Mit dem 2.115 Meter über dem Meer gelegenen Splügenpass erklimmt man den höchsten Punkt der Mehrtageswanderung. Als Saumpfad war der Splügenpass schon auf einer römischen Militärkarte eingezeichnet und hatte früher den Namen „Colmen d´Orso“, was so viel wie „Bärenpass“ bedeutet. Ab dem 14. Jahrhundert wurde dieser als Saumroute von Süddeutschland in die lombardische Tiefebene bekannt. Erst mit der Eröffnung der Gotthardbahn im Jahr 1882 kam der Transitverkehr über dem Pass zum Erliegen. Über Montespluga, vorbei an der Schlucht des Cardinello, erreicht man das Dorf Isola und somit das Etappenziel.

  • Strecke: 17,1 km 
  • Dauer: 6:00 h 
  • Aufstieg: 1.008 hm
  • Abstieg: 1.213 hm
Das Ziel der dritten Etappe ist das mystische Dorf Isola.
Foto: Viamala Tourismus
Das Ziel der dritten Etappe ist das mystische Dorf Isola.

4. Etappe: Isola–Chiavenna

Talabwärts geht es in Richtung Portarezza-Campodolcino. Die beiden Wallfahrtskirchen San Guglielmo und Santuario di Gallivaggio erinnern daran, dass der Splügenpass einst nicht nur eine Handelsroute, sondern auch Wallfahrtsroute war. Der letzte Etappenort der viaSpluga-Wanderung ist Chiavenna, das „centro storico“ (Altstadt). Mit gepflasterten Gassen, Laubengängen und Plätzen, steinernen Brücken und Brunnen, Kirchen, Kapellen sowie stattlichen Burghäusern lädt die italienische Gemeinde zum Verweilen ein.

  • Strecke: 20,6 km 
  • Dauer: 6:00 h 
  • Aufstieg: 351 hm
  • Abstieg: 1.286 hm
Schon zu Römerzeiten war Chiavanna ein wichtiges Zentrum für die Wege, die von Italien her über die Alpen führten.
Foto: demateo.com
Schon zu Römerzeiten war Chiavanna ein wichtiges Zentrum für die Wege, die von Italien her über die Alpen führten.

Gut zu wissen 

  • Auf den einzelnen Teilabschnitten sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Achte also auf ein gutes Schuhwerk und eine entsprechend wetterfeste Ausrüstung.
  • Achtung: Für den Grenzübertritt von der Schweiz nach Italien ist eine gültige Identitätskarte oder ein Reisepass notwendig!
    Informationen zur aktuellen Situation findest du HIER
  • Die Touren können mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vereinfacht werden. Tickets und genauere Informationen dazu findest du HIER
  • Wird das Arrangement viaSpluga gebucht, sind Übernachtungen, Lunch-Paket sowie Gepäcktransport inklusive. 

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