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Eine Schweizer Tradition

Auf zu den Eringerkühen

Anzeige • 19. März 2020

Im Walliser Val d’Hérens sind sie wahre Berühmtheiten – die Eringerkühe. Hoch oben auf der Alp Mandelon, eingebettet in die wilde Bergwelt, weiden sich im Sommer die stolzen und kampffreudigen Tiere.

Morgane Seppey mit ihren Eringerkühen auf der Alp Mandelon.
Foto: Schweiz Tourismus
Morgane Seppey mit ihren Eringerkühen auf der Alp Mandelon.

Das Val d‘Hérens oder zu Deutsch Eringertal ist ein Seitental der Rhone im französischsprachigen Teil des Schweizer Kantons Wallis. Es erstreckt sich vom Rhonetal bei Sitten/ Sion 40 Kilometer südwärts bis zum 4.358 Meter hohen Dent Blanche – dem Wahrzeichen des Tals. Ein weiteres Sinnbild des einzigartigen Ortes sind die Eringerkühe.

Der ganze Stolz des Tals

Die Hörner schlagen gegeneinander und die Glocken schellen lautstark. Zwei muskulöse, rund 600 Kilogramm schwere Eringerkühe kämpfen gegeneinander. „Keine Sorge, sie kämpfen aus natürlichem Trieb und nur untereinander“, erklärt Morgane Seppey und lächelt. Ihr gehören vier der rund hundert Kühe, die hier oben auf der Alp Mandelon den Sommer verbringen. Die Eringerkühe oder „les Vaches d’Hérens“, wie sie auf Französisch heißen sind der ganze Stolz des Tals. Genau aus diesem Grund tragen sie auch den Namen des Tals.

Die Eringerrasse ist eine alte Haustierrasse, welche hauptsächlich im Wallis und im Aostatal gezüchtet wird.
Foto: Schweiz Tourismus
Die Eringerrasse ist eine alte Haustierrasse, welche hauptsächlich im Wallis und im Aostatal gezüchtet wird.

Auf zu den Eringerkühen

Wer die Eringerkühe hautnah erleben möchte, besucht entweder einen traditionellen Kuhkampf oder wandert in vier Stunden zur Alp Mandelon. Mit dem Auto geht es von Sion nach Evolène, Village. Ein Highlight auf der Strecke: die Gesteinspyramiden von Euseigne. Sie bilden das Tor zum Val d’Hérens. In Evolène angekommen, lohnt es sich, durch die schmalen Gassen zwischen den historischen Holzhäusern und Scheunen hindurch zu spazieren.

10,3 Kilometer lang ist die Wanderung von der Alp Chemeuille zur Alp Mandelon und hinunter zur Bushaltestelle Prapperot.
Foto: Schweiz Tourismus
10,3 Kilometer lang ist die Wanderung von der Alp Chemeuille zur Alp Mandelon und hinunter zur Bushaltestelle Prapperot.

Nach einer 20-minütigen Fahrt mit dem Sessellift auf die Alp Chemeuille beginnt die vierstündige Wanderung. Auf der Tour, etwa in der Hälfte der Strecke zur Alp, liegt ein kleiner See. Dort erwartet einen ein imposantes Panorama – vom Dent Blanche bis zum berühmten Matterhorn. Auf gut markierten Wegen geht es weiter bis zum Alp Mandelon. Mit etwas Glück weiden die Eringerkühe auf der sonnigen Wiese und sorgen mit ihren Kämpfen für ein Spektakel. Wenn einen die eindrucksvolle Berglandschaft nicht in Begeisterung versetzt, dann die hausgemachten traditionellen Gerichte. Eine außergewöhnliche Wanderung, die man so noch nicht erlebt hat.

Weitwandern entlang der Via Alpina

Etwa eine Fahrtstunde vom Val d’Hérens entfernt liegt Montreux – der westliche Startpunkt der Via Alpina. In 20 Tagesetappen führt der Fernwanderweg quer durch die nördlichen Alpen der Schweiz. Auf 14 Alpenpässen lässt sich die vielfältige Flora und Fauna entdecken. Eine intensive Bergwanderung mitten durch eine Bilderbuchwelt der Schweizer Alpen.

3 Stunden 45 Minuten dauert die Wanderung durch die idyllische Bergwelt im Val d‘Hérens.
Foto: Schweiz Tourismus
3 Stunden 45 Minuten dauert die Wanderung durch die idyllische Bergwelt im Val d‘Hérens.

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