
Steinmandl oder Kunst? Am Gipfel des Bristen. Foto: Bernd Jung 
Blick von der Veranda der Bristenseehütte Richtung Holzvorrat, dessen Bewacher, und Gipfel. Am niedrigsten Punkt im Nordostgrat findet sich der Übergang auf den Grat. Foto: Bernd Jung 
Hoch über dem Reusstal und dem Urner See. Gut zu erkennen ist der Bristensee, links davon die Bristenseehütte und rechts im Hintergrund das Maderanertal mit dem Gross Düssi am Talende. Foto: Bernd Jung Bildergalerie (3)

Das Urner Wahrzeichen über dem Reusstal: Jedem der schon einmal (bei klarem Wetter) die Gotthardautobahn von Altdorf am Urner See das Reusstal Richtung Gotthard gefahren ist, wird die gewaltige Pyramide des Bristen beim Blick geradeaus durch die Windschutzscheibe aufgefallen sein. Von unten sieht der Gipfel allerdings schwieriger aus, als er tatsächlich ist. Was aber nicht täuscht, ist der Höhenunterschied: Die Anzahl der Höhenmeter, die hier zu bewältigen sind, deckt sich mit dem optischen Eindruck.
Mit einem Gewaltmarsch würde sich der Gipfel auch an einem Tag erreichen lassen, aber man sollte es sich nicht nehmen lassen eine Nacht auf der winzigen, aber urigen und fantastisch gelegenen Bristenseehütte zu verbringen.
Insgesamt eine lohnende, aber trotzdem in manchen Teilstellen anspruchsvolle Wanderung im Schweizer Glarner Land.
Einkehrmöglichkeit


Wandern · Vorarlberg Kleinlitzner Wandern · Appenzell Innerrhoden Hundstein 
Dauer: 6-8 h
Diese Tour stammt aus dem Buch „Dreitausender Schweiz - drunter und drüber“, von Bernd Jung und Martin Kriz, erschienen im Bergverlag Rother.
Da der Aufstieg nicht mit einer Seilbahn abgekürzt werden kann, ist der Bristen ein ruhiger und wunderbarer Aussichtsgipfel weitab vom regen Bergtourismus geblieben.
Wegbeschreibung
Von der Bristenseehütte folgt man einem kleinen unauffälligen Pfad direkt nach Süden Richtung Bristen. Nach ca. 200 Höhenmetern zieht dieser nach links in Richtung der niedrigsten Scharte im gut sichtbaren Nordostgrat. Bis hier ist die Tour mit der Schwierigkeit T3 zu bewerten.
Ein großer weißer Pfeil markiert den Einstieg auf den Laucherngrat bzw. Nordostgrat, 2.366 m, dem wir fortan folgen. Zwischen schuttigen Passagen gilt es, in meist festem Fels, Kletterstellen im I. bis II. Grad zu überwinden (T5). Mal rechts, mal links in die Flanken ausweichend folgt man dem Gratverlauf. Meistens weisen Steinmänner den Weg, gegebenenfalls muss man sich auch ein wenig orientieren. Kurz vor dem Gipfel, wo sich Nordost- und Nordwestgrat vereinigen, baut sich ein Gendarme auf, 2.946 m. Aufgrund der brüchigen Flanken ist eine direkte Überkletterung empfehlenswert (II).
Kurze Zeit später steht man auf dem Gipfel des Bristen und darf eine grandiose Aussicht genießen, die durch das über 2.500 Meter tiefer gelegene Reusstal und das nach Nordosten führende Maderanertal geprägt ist. Umgeben ist das Ganze von namhaften Gipfeln wie Gross Windgällen, Gross Düssi und dem Oberalpstock.
Der Abstieg erfolgt auf dem Aufstiegsweg.
Anfahrt und Parken
dem Bergwelten Club!

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